Make it last: Warum Fashion heute einen sportlichen Ehrgeiz an den Tag legt

Kleider machen Leute. Wir sind was wir tragen. Denn Fashion ist mehr als nur ein neues T-Shirt. Mit Kleidung transportieren wir Emotionen. Wir zeigen, wer wir sind. Mode verrät viel - vor allem über einen selbst. Und so wundert es nicht, dass Fashion und Sport bis heute ganz eng miteinander verknüpft sind. Beide Branchen setzen immer wieder Trends. Beide beeinflussen sich seit Jahrzehnten gegenseitig. Und beide sind im starken Wandel.  

Neue Blickwinkel auf eine Branche im Wandel

Nachhaltigkeit, faire Bedingungen, Diversität und neue Blickwinkel: Hier setzen wir an und blicken hinter die Kulissen der Modewelt. Was bedeutet Athleisure Wear? Wer inspiriert derzeit die Sportwelt? Und wie wird die Mode der Zukunft aussehen? Und warum nur trainiert es sich in einem schönen Sportoutfit schon immer besser? Wir von ISPO.com verraten es euch. Hier. 

Der Impact von Sportmode

Mode hat Einfluss. Wir begegnen ihr in Filmen, Büchern, auf Events - oder auf dem Sportplatz. Wenn Serena Williams Tennis spielt, blickt die Welt nicht nur auf ihr Können, sondern auch auf ihr Outfit. Und wenn eine Fußballmannschaft den Titel holt, sind am nächsten Tag die Trikots ausverkauft.

Mit Fashion drücken wir aus, wer wir sind. Sie definiert unsere Identität - und wer wir sein wollen. Und so nimmt sie Einfluss auf unser Konsumverhalten, auf die Art und Weise, wie wir leben und für welche Werte wir stehen. 

 

Kleider machen Leute

Wer Kleidung trägt, sendet unweigerlich eine Message nach außen. Der eigene Look verrät anderen Menschen nicht nur, wie man sich selbst sieht, sondern auch: Wie man von anderen gesehen werden will. Und so feilen wir alle ganz bewusst - oder unbewusst - an unserem eigenen Image.

 

Outdoorkleidung als Wiege der Mode

Rinderfell, Pflanzenfasern und Baumrinde: In der Steinzeit war Fashion vor allem eines: Schutz vor Regen, Wind und anderen Umwelteinflüssen. Erst später entwickelte sich aus der Notwendigkeit eine Form von Geschmack. Die Notwendigkeit ist geblieben - und doch ein bisschen modischer geworden. Heute gibt es für jede noch so abenteuerliche Aktivität Outdoor- und Funktionskleidung. Und das wiederum bringt uns zur ISPO und den neuesten (Mode-)Trends.

Stichwort Outdoorkleidung

Trend: Athleisure Wear

Megatrends entstehen heute nicht mehr nur aus Designer-Hand, sondern unterliegen vielen Strömungen. Auch die Sport- und Fitnessbranche setzt Trends - oder wird unweigerlich zum Trendsetter. Denn spätestens seit der weltweiten Corona-Pandemie ist Athleisure Wear aus unseren Schränken nicht mehr wegzudenken. Heißt: Jogginghose, Lauftights und bequeme Sneaker tragen wir jetzt im Alltag. Bequemlichkeit sei Dank!

Trendvorschau

Secondhand boomt! 

7 Milliarden US-Dollar wurden 2020 für gebrauchte Kleidung weltweit ausgegeben. Der Grund für den Hype um Mode aus zweiter Hand? Die dringenden Themen Nachhaltigkeit, Klimawandel und Ressourcenschonung und das geschärfte Bewusstsein der Gesellschaft.


 

ISPO & Nachhaltigkeit

Herausforderung für die Fashionindustrie

Im Schnitt tragen wir heute ein Kleidungsstück viermal, bis wir es wieder aussortieren. Die meisten von uns konsumieren viel zu viel - und das zu schnell. Der Lebenszyklus von Textilien ist kurz, die Müllberge wachsen. Ganze 4,3 Millionen Tonnen umfasst der globale Handel mit Altkleidern. Für die Modeindustrie bedeutet das: Umdenken. Wie kann man Kleidung recyclen? Was bedeutet Upcycling? Und gibt es in Zukunft vielleicht kompostierbare Stoffe? Fragen, die eine ganze Branche beschäftigen und den neuen Megatrend Nachhaltigkeit aufleben lassen.

Veränderung muss her!

Allein die Herstellung von Kleidung verursacht jährlich mehr als 850 Millionen Co2 Emissionen. 7.000 Liter Wasser werden für die Produktion einer einzigen Jeans verbraucht. Und mehr als 700.000 Mikrofasern werden bei jeder Wäsche herausgewaschen und gelangen ungefiltert in unsere Flüsse und Meere. Industrie und Konsumenten wissen: Es muss sich etwas ändern!


 

#bodypositivity - every human counts

90-60-90 als Standard? Vergangenheit! Fashion will heute inklusiv sein - und das bedeutet, dass die Industrie Wert auf Diversität, Genderneutralität sowie Vielfalt legt. Ob Plus Size, Transgender oder Behinderung: Unterschiedlichste Menschen werden heute nicht nur in Industrie & Werbung repräsentiert, sondern finden auch endlich Kleidung.


 

Mehr zum Thema

Innovative Stoffe für den Wandel 

Wir lieben Sport, wir lieben Mode. Und wir lieben innovative Ideen. Das ganze Jahr über sind wir auf der Suche nach mutigen Neuheiten in Sachen Stoffe und Komponenten zur Herstellung von Sportbekleidung. Haben wir sie gefunden, prämieren wir diese zweimal im Jahr mit den ISPO Textrends. Für Designer und Brancheninsider sind unsere TexTrends Inspiration für zukunftsweisende Ideen einer neuen (Sport-)Textilindustrie.

Alles zur ISPO Textrends

Wir finden: Faire Arbeitsbedingungen sind ein Muss

Die Modeindustrie steht nicht nur für Kleidung, sondern für einen riesigen Markt. Vom Entwurf der Kleidung über die Produktion bis hin zum Shopverkäufer: Hier arbeiten Millionen von Menschen für uns. Umso wichtiger ist es, dass sich die Textilindustrie ihrer Verantwortung bewusst ist. Ein T-Shirt darf nicht nur aus fairen Materialien bestehen, sondern muss in Zukunft auch aus fairer Hand kommen. Stichwort: Arbeits- und Produktionsbedingungen sowie Transportwege. 

Die Fair Wear Foundation von ISPO setzt genau hier an. Ziel ist es, die Arbeitsbedingungen in der globalen Bekleidungsindustrie zu verbessern. Herzstück ist hier unser Kodex für Arbeitspraktiken und Arbeitnehmerrechte, dem “Code of Labour Practices”, der auf internationalen Standards beruht. 

Der Kodex regelt:

  • Die Begrenzung der Arbeitszeit
  • die freie Wahl des Arbeitsplatzes
  • keine ausbeutende Kinderarbeit
  • keine Diskriminierung am Arbeitsplatz
  • ein rechtsverbindlicher Arbeitsvertrag
  • sichere und gesunde Arbeitsbedingungen
  • Versammlungsfreiheit und das Recht auf Tarifverhandlungen
  • ein existenzsichernder Lohn

Mithilfe des Kodex und der Fair Wear Foundation hoffen wir, die Textilindustrie - auch im Speziellen die Sportbekleidungsindustrie - zu verbessern. Damit die Menschen, die unsere Kleidung produzieren, nachhaltig und sicher leben können.