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Städte, in denen du City-Trip und Outdoor-Leben perfekt kombinieren kannst

Salzburg ist die perfekte Stadt fürs Trailrunning
  • 28. Juni 2019

Du planst einen Urlaub in der Stadt, möchtest aber trotzdem draußen aktiv sein? OutDoor Society zeigt dir fünf ungewöhnliche Städte, in denen du die lokalen Besonderheiten auch sportlich erkunden kannst – und zwar auf höchstem Niveau


Wer auf einem City-Trip nicht nur die lokale Barkultur erkunden will, sondern auch sportlich nach neuen Abenteuern sucht, wird in dieser Liste fündig: In diesen Städten kannst du als Mountainbiker, Trailrunner, Kajakfahrer, Surfer oder Kletterer das Beste aus beiden Welten verbinden.

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Granada ist ein Paradies für Mountainbiker

Mountainbiking – Granada

Granada – die Stadt mit der aufregenden Mischung aus Okzident und Orient, aus Tapas-Bars und Teehäusern – ist ein echter Geheimtipp für Mountainbiker. Während die Touristen in der Stadt Sehenswürdigkeiten wie die Alhambra abklappern, warten in der steinigen Sierra Nevada eine endlose Zahl an Anstiegen und Abfahrten auf abenteuerlustige Biker.

Local-Tipps:

Der Hohe: In Granada steht der Mulhacén, mit 3482 Metern der höchste Berg der iberischen Halbinsel – und einer der höchsten mit dem Bike erreichbaren Gipfel Europas: 2748 Höhenmeter tritt man hier in Richtung Himmel – und fährt dann über schier endlose Trails ab. Hartgesottene ziehen es an einem Tag durch, alle anderen fahren die Strecke in zwei Tagesetappen. Wer nur runter will: Zum Gipfel fährt ein Shuttle.

Der Lange: Von Granada fährt man in sechs Etappen nach Almeria. Zwischen den beiden Orten erwarten den Mountainbiker rund 300 Kilometer und fast 10.000 Höhenmeter.

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Fels und Strand – Klettern nur fünf Kilometer entfernt vom Zentrum Palermos

Klettern – Palermo

Für Kletterer hat Siziliens Küstenlinie viel zu bieten: Auf der größten Insel im Mittelmeer findet man viele Routen, die in direkter Meernähe am Fels verlaufen. Das charmant-verfallene Palermo ist dabei ein hervorragender Ausgangspunkt für einen Kletterurlaub: In und um Palermo gibt es Boulderfelsen, hunderte Sportkletterrouten und Routen mit Mehrseillängen. Durch das milde Klima können Kletterer in Sizilien auch während der Übergangsmonate und sogar im Winter klettern. Die heißen Sommermonate eignen sich nur für sonnenresistente Sportler. Da sollte man lieber einen Ausflug ins Bergland rund um Corleone machen – wo es übrigens auch interessante Wände zu entdecken gibt. 

Local-Tipps:

Der Stadtberg: Vier Kilometer nördlich des Stadtzentrums von Palermo liegt der Monte Pellegrino. An der Westseite des Berges liegt das weitläufige Klettergebiet Valdesi. An einem kilometerbreiten Felsriegel liegen mehr als hundert Sportkletterrouten in besten Kalkwänden.

Die Wasserwände: Von Palermo aus ist man in knapp zwei Stunden in San Vito lo Capo. Dort steht der Monte Monaco mit Mehrseillängen-Routen durch bis zu 400 Meter hohe Wände. Sportkletterer könnten sich an der fünf Kilometer breiten Klippe Scogliera di Salinella in knapp 1000 gut abgesicherten Routen nahezu aller Schwierigkeitsgrade austoben.

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Fließen oder schweben? Spektakulär türkisfarbenes Wasser in Slowenien

Kayaking – Ljubljana

Ljubljana ist der perfekte Ausgangsort, um paddelnd Slowenien kennenzulernen: Ob ein Wildwasser-Slalom auf Olympia-Niveau, eine entspannte Kajak-Tour durch die Stadt im quasi stehenden Gewässer oder eine abenteuerliche Fahrt durch eine geflutete Mine – Ljubljana ist der ideale Ausgangspunkt für Paddel-Abenteuer. Durch das Stadtgebiet fließt die insgesamt 85 Kilometer lange Ljubljana und lädt zu Sightseeing im Boot ein, wildere Flüsse gibt es in der Umgebung.

Local-Tipps:

Das schwarze Loch: Vierzig Minuten nördlich von Ljubljana liegt die kleine Ortschaft Bled, Ausgangspunkt für Canyoning-Abenteuer und Kanutouren. Hier startet auch der Kajak-Ausflug ins „Schwarze Loch“: Nur mit Stirnlampen ausgerüstet paddelt man durch die pechschwarzen, unterirdischen Tunnel einer ehemaligen Mine.

Die Wilde: Fährt man von Bled weiter, trifft man bald auf die Soča. Der Fluss mit dem leuchtend türkisfarbenen Wasser fließt durch mehrere Klammen und Schluchten. In einer großen Schlucht zwischen Trnovo und der Napoleon-Brücke liegt die Kajak-Strecke, auf der das slowenische Olympiateam trainiert. Vorsicht: nur für Experten!

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Der Strand Matosinhos liegt direkt hinter dem Hafen Portos

Surfen – Porto

Sagres, Peniche, Nazaré: Portugal hat viele berühmte Surf-Spots – entsprechend viele Wellenreiter zieht es in das Land der Entdecker und Seefahrer. Die Folge: An den beliebten Stränden tummelt man sich mit Gleichgesinnten im Wasser. In Lissabon mit vielen Locals. Aber es geht auch anders: Rund um Porto ist es ruhiger. Die Wasserqualität in Stadtnähe mag zwar nicht die beste sein, dafür gibt es hier Line-ups, die sich sehen lassen können – und an denen man mit ein bisschen Glück der Einzige ist. Selbst Surf-Legende Garrett McNamara war schon in der Stadt surfen.

Local-Tipps:

Der Stadtnahe: Nördlich des Hafens liegt Leça, der spektakulärste Surfspot direkt in der Stadt. Hier gibt es gute Sandbänke, die eine konstante Welle produzieren. Vorsicht: Die Strömungen in Richtung Pier können heftig sein – nur für Experten!

Der Berühmte: Eine der bekanntesten Surfspots im Norden Portugals liegt rund 16 Kilometer südlich des Stadtzentrums von Porto: Am Strand von Espinho sind die Wellen bis drei Meter surfbar – wenn der Swell moderat ist, kann sich hier aber jeder ins Wasser wagen.

 

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Trailrunning-Schuhe von Salomon

Trailrunning – Salzburg

Salzburg ist eine Stadt der Traditionen – auch der Trailrunning-Tradition. Mehrere Hundert Trails, der berühmte Hochkönig und ein jährlich stattfindendes Trailrunning Festival ziehen Läufer aus aller Welt an. Dieses Jahr richtet das Festival erstmals einen Nightrun aus: Mit Stirnlampen geht es über 5,4 Kilometer durch die historische Salzburger Altstadt. Nach dem Training dann: Mozartkugeln mit gutem Gewissen. Oder noch mal auf den 120 Meter hohen Felsen, auf dem die Hohensalzburg thront.

Local-Tipps:

Der Anfänger: Der knapp acht Kilometer lange Panoramatrail führt durch die Stadt auf den Mönchsberg. Mit knapp 200 Höhenmetern eignet er sich bestens für Trailrunning-Einsteiger.

Der Anspruchsvolle: Der Gaisbergtrail führt von der Salzburger Altstadt über den Kapuzinerberg zur Gaisbergspitze. Auf den Rennenden warten auf 22 Kilometern 1700 Stufen und rund 1000 Höhenmeter.

Fotos – Hans Herbig (Aufmacher, Salzburg), Ignazio Mannarano (Palermo), Peter Seidl (Granada), Marko Balažic  / Unsplash (Ljubljana), Karim Sakhibgareev / Unsplash