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 Leather Working Group: Lederverarbeitung wird transparent
Nachhaltigkeit | 16.01.2017

Nachhaltig produziertes Leder wird zertifiziert

Leather Working Group: Die Lederverarbeitung wird transparent

Leather Working Group: Lederverarbeitung wird transparent. Die Leather Working Group: Wesentliches Element ist die Umsetzung nachhaltiger Strukturen in der Lederindustrie. (Quelle: Leather Working Group)
Die Leather Working Group: Wesentliches Element ist die Umsetzung nachhaltiger Strukturen in der Lederindustrie.
Bild: Leather Working Group
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Die Leather Working Group, die als Multi-Stakeholder-Initiative mit verschiedenen Akteuren aus Industrie, Handel, NGOs und wissenschaftlichen Instituten zusammenarbeitet, wurde 2005 in England gegründet und will die Lederverarbeitung transparent machen. 

Da die Lederverarbeitung zu den besonders umweltschädlichen Produktionsmethoden in der Bekleidungsindustrie gehört, will die Leather Working Group die Bedingungen in Gerbereien und bei Zwischenhändlern transparenter machen und nachhaltig verändern. Dazu gehört, dass die Hersteller in der Lederverarbeitung keine potenziell kritischen Substanzen verwenden und der hohe Wasser- und Energieverbrauch gesenkt wird. Außerdem wird die Arbeitssicherheit regelmäßig kontrolliert.

Adidas und Nike sind Mitglieder der Leather Working Group

Zur Umsetzung ihrer Ziele hat die Leather Working Group ein Audit-Protokoll für die nachhaltige und verantwortungsbewusste Lederproduktion entwickelt und inzwischen bei mehr als zehn Prozent der weltweiten Lederproduktion implementiert.

Derzeit haben sich in der Leather Working Group 160 Akteure unterschiedlichster Produktionsstufen entlang der Lieferketten von Lederartikeln aus 21 Ländern zusammengeschlossen. Auf Seiten der Brands gehören z.B. Adidas und Nike aber auch Primark und H&M zu den Mitgliedern der Gruppe.


Wesentliches Element der LWG zur Umsetzung nachhaltiger Strukturen in der Lederindustrie ist die Vergabe von Siegeln in den drei Qualitätsstufen Gold, Silber und Bronze. Mit dem Gold Award werden Fabriken ausgezeichnet, die vorbildlich im Bereich Umweltschutz agieren. Zusätzlich wird die Transparenz in der Lieferkette von A bis C bewertet. Mit A wird bewertet, wer sein Leder bis zum Schlachthaus zurückverfolgen kann.

Insgesamt wird das Rating jedoch nur auf freiwilliger Basis auf der Website der LWG publiziert. Zudem werden keine Sanktionen oder Ausschlüsse aus der Gruppe verhängt, wenn der eingeforderte Fortschritt ausbleibt.

Dr. Regina Henkel (Quelle: Dr. Regina Henkel)
Ein Beitrag von Regina Henkel, Autorin
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