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 Die schönsten Hütten-Trekking-Touren in der Schweiz
Outdoor | 01.06.2016

Hütten-Trekking in der Schweiz

Die schönsten Hütten-Trekking-Touren in der Schweiz

Die schönsten Hütten-Trekking-Touren in der Schweiz. Trekking-Paradies Schweiz – mehr als 150 Jahre Hütten-Tradition   (Quelle: Thinkstock  )
Trekking-Paradies Schweiz – mehr als 150 Jahre Hütten-Tradition
Bild: Thinkstock
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Wer bei den Stichwörtern Trekking und Schweiz voll Respekt an das Bergsteigen auf die mächtigen Alpengipfel wie Matterhorn und Eiger denkt, vergisst die vielen Hütten auf lieblichen Almen, die von leicht bis sportlich über Täler oder Plateaus zu erwandern sind. Die schönsten Hütten-Trekking-Touren in der Schweiz.

Hüttenwandern hat in der Schweiz eine lange Tradition. Schon vor mehr als 150 Jahren wurde die erste Berghütte für Wanderer und Bergsteiger eröffnet. Heute gibt es in den Schweizer Alpen 152 Hütten mit mehr als 9.000 Betten. Die schönsten Ziele für Hütten-Trekking in der Schweiz.


Hütten-Trekking Tour 1: Gletschertour im Sommer

Wer das Berner Oberland nur aus dem Skiurlaub kennt, sollte dort mal ein Wochenende mit Hütten-Trekking in der wärmeren Jahreszeit in Erwägung ziehen. Der bekannte Wintersportort Lenk im Simmental ist Ausgangspunkt für ein zweitägiges Hütten-Trekking zu den Gletscherzungen am Wildhorn. Von Ende Juni bis Anfang Oktober empfängt die Wildhornhütte des Schweizer Alpen Clubs im Naturschutzgebiet Gelten-Iffigen 96 Übernachtungsgäste in ihren neun Zimmern. Zu der auf 2.303 Meter hoch gelegenen Berghütte am Fuße des Wildhorns (3248 m) gelangt man von Lenk aus am einfachsten von der Iffigenalp aus. Die 1.600 Meter hoch gelegene Alp ist mit dem Postauto zu erreichen. Von dort aus geht es zu Fuß durch das malerische Iffigental vorbei am Iffigensee. Bis zur Berghütte wird die Gehzeit mit 2:45 Stunden angegeben. Der Höhenunterschied beträgt etwa 700 Meter. Für die Mühen des Aufstiegs beim Trekking entschädigt das 3-Gang-Menü mit regionalen Speisen in der Wildhornhütte.

Der nächste Tag startet mit der Gletscherzungentour. Vom Tungel-Gletscher geht es über den Chilchli-Gletscher zum Ténéhetgletscher mit einzigartiger Alpenflora. Über den Rawilpass und den beeindruckenden Saumweg gelangt man zurück zur Iffigenalp und von dort mit dem Postauto wieder zum Ausgangspunkt nach Lenk im Simmertal.

Hütten-Trekking Tour 2: Bergsport zu Füßen des Matterhorns

Die Gegend um Zermatt mit dem berühmten Matterhorn hält mit dem Bärentrek und dem Matterhorn-Trek zwei Weitwanderwege bereit, die in mehrtägigen Touren durch die schönsten Bergregionen der Schweizer Alpen führen: vorbei an den mächtigen Viertausendern und den berühmten Dreitausendern Eiger, Mönch und Jungfrau.

Wem das hochalpine Trekking auch wegen der Gefahr der Höhenkrankheit bevorsteht, kann im Wallis in der atemberaubenden Kulisse der höchsten Gipfel auf der Tour de Muverans in durchschnittlich zweitausend Metern Höhe wandern gehen. Die 61 km lange Strecke dauert im Minimum drei Tage für sportliche Wanderer und kann durch das dichte Netz an Berghütten unkompliziert ausgedehnt werden. Bei einer Vier-Tages-Tour ist mit täglichen Gehzeiten zwischen vier und sechs Stunden zu rechnen. Start und Ziel ist in Ovorannaz. Übernachtet wird in folgenden Hütten: Cabane du Chalet Neuf, Auberge du Pont-de-Nant und in der dritten Nacht in Derborence. Kartenmaterial für die verschiedenen Routen der Muverans-Tour gibt es im örtlichen Tourismuszentrum von Ovorannaz.


Hütten-Trekking Tour 3: Wandern auf der Greina Hochebene

Zu den schönsten Hüttentouren für mehrtägiges Trekking in der Schweiz gehört die unberührte Natur der Greina zwischen Tessin und Graubünden. Die Greina-Hochebene liegt auf 2.200 Metern Höhe und kann von beiden Kantonen aus begangen werden. Sie bietet insgesamt vier Hütten zum Übernachten. Eine besonders empfehlenswerte Tour beginnt in Campo Blenio (1.216m) mit dem Aufstieg nach Pian Geirètt auf 1.975 Meter Höhe. Im Sommer kann man sich diese Strecke von etwa 3,5 Stunden sparen, indem man den Bus nach Pan Geirètt nutzt. Von dort aus ist dann in etwa 45 Minuten die Scalettahütte erreicht. Nach der Übernachtung oder in Verbindung mit dem Sommerbus nur Stopp und Einkehr geht es am selben bzw. nächsten Tag weiter über den Greinapass (2.357m). Auf der anderen Seite der Greina-Ebene führt einer der Wege zur beliebten Terrihütte. Der Streckenabschnitt dorthin über den Pass beansprucht etwa drei Stunden.

Am nächsten Morgen folgt ein mehr oder weniger ausgedehntes Trekking durch die herrliche Tundra-Landschaft mit ihrem verzweigten kleinen Fluss und einem 15 Meter breiten Natursteinbogen (Arco della Greina). Früher oder später geht es dann zurück über den Greinapass und von Pian Geirètt wieder mit dem Bus oder zu Fuß nach Campo Blenio.

ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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