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 Diese Sportarten können bei Nackenschmerzen helfen
Gesundheit | 31.05.2016

Fünf Sportarten gegen Nackenschmerzen

Diese Sportarten können bei Nackenschmerzen helfen

Diese Sportarten können bei Nackenschmerzen helfen. Nackenschmerzen haben Ursachen, gegen die Sport helfen kann.  (Quelle: Thinkstock)
Nackenschmerzen haben Ursachen, gegen die Sport helfen kann.
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In unserem Nacken geht es manchmal ziemlich lebhaft zu. Wer dort nicht alles sitzen soll! Da trifft der Schalk auf die Angst, die Schwiegermutter sitzt ohnehin schon da. Manchmal gesellen sich auch noch Schmerzen dazu. Nackenschmerzen und Verspannungen, unangenehm, aber oft leicht zu bekämpfen – mit Sport. Wir stellen Ihnen fünf Sportarten vor, die bei Nackenschmerzen helfen können.

Manchmal kommt der Nackenschmerz mit dem Zug, oft schleicht sich der Nackenschmerz mit dem Stress ein, oder als Freund der mangelnden Bewegung am Arbeitsplatz. Wer den Nackenschmerz nicht dauerhaft begrüßen will, muss ihm die Zufahrtswege kappen. Beim Zug ist das einfach – man schließt einfach Türen und Fenster. Schmerzen aus Stress und Verspannungen sind da schon gefährlichere Gesellen. Doch auch diese Nackenschmerzen haben einen natürlichen Feind: die Fitness, die über sportliche Aktivitäten kommt. Fünf Beispiele, um vorbeugend etwas gegen Nackenschmerzen zu tun.


Gymnastische Übungen gegen Nackenschmerzen

Wer unter Nackenschmerzen und Verspannungen leidet – und in Deutschland sind das zumindest temporär viele Millionen Menschen – neigt automatisch dazu, schmerzhafte Bewegungen aufgrund der Verspannungen zu vermeiden. So verständlich das ist, gut ist es nicht. Denn so werden die Symptome zwar gelindert, der Schmerz im Nacken aber verstärkt.

Der leichtere und schmerzfreiere Weg, gegen Nackenschmerzen vorzugehen, ist die Prophylaxe. Einige einfache gymnastische Übungen versprechen bei regelmäßiger Anwendung Erfolg, da man so die starre Haltung im Auto oder Büro unterbricht.

Legen Sie Ihre Hände mit verschränkten Fingern auf den Hinterkopf und drücken Sie ihren Kopf in Richtung Ihrer Brust. Dabei entsteht ein leichter Zugschmerz, der über den Nakcen bis unterhalb der Schulterblätter zu spüren ist. Verharren Sie für einige Sekunden in dieser Position und heben Sie den Kopf dann langsam wieder an. Fünf bis acht Wiederholungen der Übung.

Jogging gegen Nackenschmerzen

Bei den sogenannten „sanften“ Sportarten, zu denen auch das ausdauernde Laufen gehört, können sich die Muskeln im Rücken- und Nackenbereich lockern und entspannen. Zugleich werden die Muskeln gut durchblutet und durchwärmt, das löst Verspannungen. Musik während des Laufens kann zusätzlich dazu beitragen, inneren Stress abzubauen und so vorbeugend gegen Verspannungen und die Gefahr von Nackenschmerzen vorzugehen. Der Lauf sollte locker, ohne übermäßige Anstrengung und mit „freiem Kopf“ erfolgen. Bei Kopfschmerzen muss der Lauf abgebrochen und ein Arzt oder Fitness-Coach konsultiert werden. Auch Menschen mit Übergewicht sollten sich vor dem regelmäßigen Jogging kundig machen, wie stark die Belastung ist.

Schwimmen gegen Nackenschmerzen

Sportliche Aktivitäten im Wasser haben viele Vorzüge, auch wenn es um die Nackenschmerzen-Prophylaxe geht. Aufgrund des hohen Widerstands (im Vergleich zur Luft) werden unsere Muskeln einerseits mehr gefordert, andererseits aber auch geschont. Grund ist die automatische Dämpfung der Bewegung, denn schnelle Aktionen sind unter Wasser kaum möglich. Hinzu kommt, dass die Auftriebskräfte die Gelenke entlasten.


Gerade bei der beliebtesten Schwimmart, dem Brustschwimmen, sollte allerdings darauf geachtet werden, dass man die Halswirbelsäule nicht überstreckt. Das gelingt ganz leicht, wenn man den Kopf mit der jeweiligen Schwimmbewegung teilweise unter Wasser führt. Der Kopf wird dabei leicht zur Seite geneigt. Wer Kraulen oder Rückenschwimmen kann und mag, sollte diesen Stilen den Vorrang geben.

Kanufahren gegen Nackenschmerzen

Als Ausgleichsport zur Tätigkeit am PC – die starre Sitzhaltung hier kann einer der Auslöser für Nackenschmerzen sein – ist das Kanufahren ideal geeignet, obwohl man auch hier sitzt. Die gleichmäßige, kraftvolle Bewegung mit dem Paddel führt jedoch dazu, dass die Muskulatur im oberen Bereich – in den Armen, Schulter, Brust und Rücken – gleichmäßig aktiviert wird. Zugleich hat die ruhige Fahrt über das Wasser (aus eigener Kraft) eine meditative und entspannende Wirkung. Für Fitness und Ausdauer ist dieser Sport ohnehin ein wahrer Glücksfall.

Tanzen gegen Nackenschmerzen

Es gibt nur wenige Sportarten, bei denen es so auf die Körperhaltung ankommt wie beim Tanzen. Der Körper wird gestreckt und dauerhaft in Spannung gehalten. „Erhobenen Hauptes“ steht man dem Partner oder der Partnerin gegenüber, Nachlässigkeiten werden nicht geduldet. Verlangt wird diese Körperspannung zum Beispiel auch bei vielen Kraftübungen oder beim Reiten, aber nur das Tanzen garantiert die Einhaltung der Regeln.

Auch hier kommt zur nackenfreundlichen Stärkung der Brust- und Rückenmuskulatur ein psychologischer Effekt: Tanzen macht Spaß. Dagegen haben Nackenschmerzen keine Chance.

ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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