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 Wingsuit – Fliegen jenseits des menschlichen Limits
Action-Sports | 31.03.2016

Wingsuit-Rekorde

Wingsuit – Fliegen jenseits des menschlichen Limits

. Berühmt oder begraben – unglaubliche Rekorde beim Wingsuit  (Quelle: Thinkstock )
Berühmt oder begraben – unglaubliche Rekorde beim Wingsuit
Bild: Thinkstock
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Wingsuit ist ein Extremsport, ein sehr gefährlicher noch dazu. Beim Sprung im „Fledermaus-Anzug“ hat man die Landschaft und den Tod vor Augen. Wer im Wingsuit ganz vorne mitfliegen will, muss übers sportliche Limit hinaus. Die Latte für neue Rekorde liegt hoch. Wer sie reißt, stirbt.   

Im Oktober 2015 wimmelt es im Luftraum über Kalifornien nur so vor Menschen. 61 Wingsuit-Aktivisten springen in gut vier Kilometern Höhe aus dem Flugzeug und formen in der Luft einen Diamanten. Ein Weltrekord am Firmament, von einer Jury beglaubigt, bei dem alles gut geht. Zwölf Nationen sind an der Rekord-Formation beteiligt.

Dieser wohl jüngste Erfolg hat bewiesen, dass der Action Sport Wingsuit gar nicht mehr so jung ist, wie es uns scheinen mag. Längst geht es nicht mehr nur um die Pflicht, die Kür ist gefragt. Und das bedeutet zugleich: Die Jagd nach den Rekorden ist eröffnet:


Aussteigen bitte: Wingsuit-Sprung aus 8.000 Metern

Das Fest des „Heiligen Geistes“ ist ein guter Zeitpunkt, das Schicksal herauszufordern, sagt sich Extremsportler Remo Läng und springt am Pfingstsonntag 2014 im Wingsuit gen Erde. Ein Heißluftballon hat den 38-jährigen Schweizer zuvor auf 8.000 Meter Höhe gebracht. Nach gut fünf Minuten landet er sicher wieder auf heimischem Boden – und freut sich über einen neuen Rekord: den höchsten Sprung im Wingsuit ohne zusätzliche Sauerstoff-Ausrüstung.

Wingsuit – mit überhöhter Geschwindigkeit

Seinen Versuch, den Tempo-Rekord von 314 km/h im Wingsuit zu knacken, musste Remo Läng 2015 allerdings zunächst aufgeben. Er wird damit weiterhin vom US-Amerikaner Mickle Travis gehalten. Für Läng war das Scheitern des lang angekündigten Versuchs doppelt ärgerlich: Zum einen ließen ihm die Wetterverhältnisse vor Ort keine Chance, zum anderen war er seinem Team zufolge zuvor bereits mit über 500 km/h im Wingsuit unterwegs – damals allerdings über den Alpen und damit in unzulässig dünner Luft. Auch Action Sports folgen eben exakten Regeln.

Höher, länger, weiter – die Wingsuit-Rekorde des Jhonathan Florez

Den Rekord des höchsten Sprungs mit Sauerstoff – und einige weitere Rekorde dazu – hatte sich bereits 2012 der Kolumbianer Jhonathan Florez gesichert. Der damals 29-Jährige sprang in 11.180 Metern aus einem Flugzeug und beteuerte danach im „Telegraph“, das sei der beste Moment seines Lebens gewesen. Da der Moment etliche Minuten gedauert und weit getragen hatte, heimste Florez nicht nur den Höhenrekord, sondern auch den des zeitlich und örtlich längsten Wingsuit-Fluges ein.


„The Birdman“, wie der Extremsportler von Freunden und Kollegen genannt wurde, starb 2015 bei einem Übungsflug in den Schweizer Alpen.

Schutzlos durchs Nadelöhr

Mehr als zwei Millionen Klicks in wenigen Stunden waren der Lohn für Extrem-Abenteurer Alexander Polli, der 2013 im Wingsuit durch ein winziges Felsloch raste. Der Absprung war aus einem Hubschrauber erfolgt, die Geschwindigkeit dürfte bei weit über 200 km/h gelegen haben. Überlebenschancen bei wenigen Zentimetern Abweichung = Null.

Die Netzgemeinde reagierte fasziniert, aber gespalten. Lohnt es dieses enorme Risiko, fragten viele. Für die Publicity nicht, für sich selbst schon, ist eine der Antworten aus der Action Sports Szene.

Wingsuit – Landung ohne Fallschirm aber mit doppeltem Boden

Auch Gary Connery ist Weltrekordhalter im Wingsuit, allerdings mit einem Action Sports Rekord ganz eigener Art. Dem Stuntman gelang 2012 das Kunststück einer Landung ohne Fallschirm aus fast 1.000 Metern Höhe. Connery, der aus einem Hubschrauber abgesprungen war, nutze für sein Wingsuit-Kunststück einen riesigen Haufen an Kartons, der ihm als „weicher“ Landeplatz diente. Laut BBC sollen es insgesamt mehr als 18.000 Kartons gewesen sein.

ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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