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 Bouldern und Klettern in Sachsen-Anhalt
Outdoor | 14.03.2016

Die fünf besten Kletter-Spots für Einsteiger in Sachsen-Anhalt

Bouldern und Klettern in Sachsen-Anhalt

. Kletterparadies Sachsen-Anhalt – Nationalpark Harz  (Quelle: Thinkstock )
Kletterparadies Sachsen-Anhalt – Nationalpark Harz
Bild: Thinkstock
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Der Harz als nördlichstes Mittelgebirge Deutschlands beschert Sachsen-Anhalt eine rege Kletterszene. Vor allem der Südwesten rund um den Brocken ist beliebt. Bei Halle an der Saale kann man über geflutete Porphyr-Steinbrüche klettern. Die fünf besten Kletter-Spots für Einsteiger in Sachsen-Anhalt.

Der Brocken, mit 1.141 Metern die höchste Erhebung des Harzes, ist die Haupt-Kletterregion Sachsen-Anhalts. Rund 200 Felsen stehen rund um den Brocken im Ostharz zur Wahl, mit Routen in allen Schwierigkeitsgraden, darunter etliche für Einsteiger von I bis IV. Die beliebtesten Gebiete zum Bouldern und Klettern befinden sich in den wild-romantischen, tief eingeschnittenen Flusstälern mit teilweise senkrecht aufragenden Klippen.


Typisch für die Region und ideal zum Klettern ist die starke vertikale und horizontale Verwitterung der Felsen, deren sogenannte Wollsackstruktur. Am häufigsten wird im Harz auf Granit geklettert, aber auch Sandstein und Porphyr kommen vor. Das Tal der Bode mit seinen bis zu 230 Meter hohen Felsschluchten ist zwar fürs Klettern gesperrt. Erlaubt und äußerst beliebt ist das Bouldern und Klettern jedoch im Steinbachtal. Das Seitental der Bode beginnt am Hexentanzplatz bei Thale und bietet an kompakten Granitwänden und -platten Routen in allen Schwierigkeitsgraden.

Outdoor Bouldern und Klettern in Sachsen-Anhalt

Für Einsteiger in punkto Bouldern und Klettern wie geschaffen sind die Klippen im Nationalpark Harz/Sachsen-Anhalt südlich der Ortschaft Schierke. Das Klettern wird zwar auch bei den Feuersteinen und der Vogelherdklippe toleriert, offiziell erlaubt ist es jedoch nur bei den Schnarcherklippen. Dabei handelt es sich um zwei markante Felstürme von etwa 25 Meter Höhe, die nahe am Wanderweg Schierke-Elend stehen. Die längs und quer auffällig strukturierten Granitfelsen bieten an Südturm die Schwierigkeitsgrade I bis VIIIb, am Nordturm IV bis IXc. Insgesamt stehen fast 50 Routen zur Auswahl. Wer unsicher ist mit dem Klettern im Granit, mit der speziellen Klettertechnik oder dem Legen von Keilen und Friends, kann sich in der Schierker Baude von Klettertrainern einweisen lassen.


Indoor Bouldern und Klettern in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt gibt es zum Bouldern und Klettern außer Naturfelsen und Steinbrüchen nur künstliche Klettertürme und eine einzige Indoor-Kletteranlage, den Zuckerturm in Dessau. In der eine Stunde entfernten Landeshauptstadt Magdeburg ist zwar der Bau einer weiteren Kletterhalle unter dem Arbeitstitel „werk4“ geplant (Stand März 2016), bisher kann man dort aber nur am Angerfelsen klettern, einem 25 Meter hohen y-förmigen Kletterturm im Elbauenpark – beides Hinterlassenschaften der Bundesgartenschau 1999. Das Kletterzentrum Zuckerturm in Dessau bietet rund 70 Kletterrouten an bis zu 20 Meter hohen Wänden auf einer Kletterfläche von 660 Quadratmetern. Der Eintritt kostet 8,50 für Gäste, für Mitglieder des Deutschen Alpenvereins 2,50 Euro. Wer ohne Vorkenntnisse zum Klettern kommt, muss im Zuckerturm einen Einweisungskurs für 19 Euro absolvieren.

Bouldern und Klettern am Ottofels

Im weitläufigen Waldgebiet zwischen Wernigerode und Schierke befinden sich einige lohnende Kletterziele wie die Silberwand, der Hohnekamm und vor allem der Ottofels. Der 36 Meter hohe Granit erhebt sich bei Hasserode und weist die typische Wollsackstruktur auf, die gerade Einsteigern beim Bouldern und Klettern so hilfreich ist. Vom Waldgasthof Steinerne Renne führt ein Wanderweg in Richtung Ottofels. Auf dem Weg bietet sich der Gebohrte Stein (III), ein ca. 10m hoher Fels, zum Warmwerden an. Der Ottofels hält dann 58 verschiedene Kletterrouten bereit, davon allein 27 für Einsteiger in den Schwierigkeitsgraden bis V.

Bouldern über Wasser

Als “rotgelbes Felsenland“ preisen Tourismusbroschüren die ehemaligen Porphyr-Steinbrüche in der Umgebung von Halle an der Saale an. In der Nähe der Ortschaft Löbejün, wird Kletterern im Deep Water Solo betrieben, was fast nirgends sonst in Deutschland möglich ist, außer in Kochel am See in Bayern. Bei diesem freien Klettern übernimmt das Wasser die Funktion der Bouldermatte. Die durchschnittliche Kletterhöhe über dem Wasser beträgt in Löbejün rund elf Metern, der Adrenalinkick ist also garantiert. Die Schwierigkeiten der 36 Kletterrouten beginnen bei V, nur eine ist mit Grad I angegeben. Es gibt auf dem Gelände des stillgelegten Steinbruchs auch normale Kletterrouten, die allerdings Mitgliedern des Deutschen Alpenvereins vorbehalten sind.   

ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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