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 In drei Tagen auf den Brettern
Wintersport | 04.12.2015

Skifahren wird zum Kinderspiel

Wie Sie heutzutage schnell und leicht Skifahren lernen

In drei Tagen auf den Brettern. Eine Frau fährt auf Ski einen Hügel hinunter (Quelle: Andriy Bandurenko/iStock/Thinkstock)
Heute reichen bis zu drei Tage, um Skifahren zu lernen
Bild: Andriy Bandurenko/iStock/Thinkstock
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Innovative Carver- und Rocker-Skier machen es möglich, in bis zu drei Tagen Ski fahren zu lernen. Früher dauerte es mindestens 7 Tage. Erfahren Sie, in welchen Kursen Sie schnell und leicht Skifahren lernen – und dabei auch noch Spaß haben.

Nie war Skifahren lernen so leicht. Möglich machen es breitere, taillierte und kürzere Carving-Skier, die Ende der 90er Jahre auf den Markt kamen.

Drehfreudige Ski-Modelle

Seit ein paar Jahren halten sogenannte Rocker-Skier Einzug, die sich an beiden Enden noch stärker nach oben biegen als Carver. Diese beiden Ski-Modelle sind drehfreudiger als herkömmliche Skier. So fährt sich die Kurve fast von allein.




Früher fuhren Skifahrer auf ellenlangen, schmalen und schwer steuerbaren Brettern. Neulinge konnten frühestens nach einem 7-tägigen Skikurs die ersten Schwünge machen.



Mit den neuen Skimodellen lernen Sie das Skifahren leichter, spielerischer und in wenigen Tagen. Ideal für Anfänger und für Wintersportler, die sich nach langer Pause wieder trauen. Der Beitrag beschreibt, mit welchen Kursen Anfänger und Wiedereinsteiger leicht Skifahren lernen.



Anfänger-Intensiv-Skikurse mit Lerngarantie



Neulinge buchen am besten einen Anfänger-Intensivkurs mit Lerngarantie. Falls der Start in den Skisport fehlschlägt, gibt es eine Geld-zurück-Garantie. Die Kurse dauern meistens zwei bis drei Tage. Sie werden oft im Rahmen eines kurzen Skiurlaubs angeboten. Im Preis inbegriffen sind Leih-Skiausrüstung, Hotelaufenthalt und Anreise. Oft werden die Schüler vom Hotel abgeholt und zu den Übungshängen gebracht.



Diese Kurse zeigen Ihnen, wie leicht Sie Skifahren lernen. In einer Kleingruppe lernen Anfänger:

• Aufwärmen
• den sicheren Umgang mit der Ausrüstung
• die richtige Haltung, um das Gleichgewichtsgefühl zu stärken
• das Geradeausfahren in paralleler Skistellung und Bremsen
• Kurvenfahren im Schneepflug
• Skifahren auf leichten Abfahrten
• sicheres Lift fahren mit Ein- und Ausstieg auf Skiern

Sie verbringen die ersten anderthalb Tage auf flachen Pisten. Die restlichen Tage geht es zu den Abfahrten auf blauen Pisten.



Anfänger – Skikurs mit Privatlehrer



Wer es eilig hat, bucht einen Privatskilehrer. Er ist teurer und steht Ihnen exklusiv zur Verfügung. Sie genießen seine volle Aufmerksamkeit. Erfahrungswerte zeigen, dass solche Kurse effektiv sind, weil der Lehrer viel mehr Ihren Leistungsstand berücksichtigt als in einer Gruppe.



Sie lernen schnell, da er seinen Unterricht individuell auf Ihre Bedürfnisse abstimmt. Er korrigiert Sie solange, bis Sie die ersten Anfängerübungen beherrschen.



Teilnehmer der ISPO Academy hören ihrem Ski-Guide zu (Quelle: Julian Galinski)
Training mit dem Profi: Der Ski-Guide erklärt den Teilnehmern der ISPO Academy die Basics der Lawinenrettung.
Bild: Julian Galinski

Achtung: Die Rundum-Aufmerksamkeit an frischer Luft kann schnell ermüden. Dann profitieren Sie weniger vom Kurs. In diesem Fall ist es besser, die erste Hälfte des Kurses mit dem Privatlehrer zu verbringen und den Rest in der Kleingruppe.



Anfänger-Intensivkurs „Ski in a day“



Mit dem Carver in vier Stunden zum sturzfreien Parallelschwung, das verspricht die Lernmethode einer Skischule in Tirol. Eine Garantie gibt es nicht. Die Erfolgsquote liegt jedoch bei rund 95 %.



Der Unterricht findet mit stark taillierten, kurzen Carvern auf flachen Pisten statt. Zuerst führt die Skischule Sie in die Funktionsweise der Skier, Schuhe und Stöcke ein. Anschließend folgen Übungen, mit denen Sie den Ablauf eines Parallelschwungs im Stand simulieren.



Danach üben Sie den simulierten Parallelschwung auf einer sehr flachen Gleitstrecke. Anschließend dürfen Sie Ihre Fortschritte auf etwas schwierigeren Pisten erproben.



In der zweiten Tageshälfte lernen Sie das Liftfahren. Rhythmusübungen erhöhen Ihre Stabilität auf den Skiern und rüsten Sie für unfallfreie Parallelschwünge.



Intensivkurse für Wiedereinsteiger in einer Kleingruppe



Viele scheuen sich im fortgeschrittenen Alter nach langer Pause auf die Skier zu steigen. Sie befürchten Verletzungen und langwierige Arztbehandlungen. Deshalb gibt es für Wiedereinsteiger passende 3-tägige Intensivkurse.



Speziell ausgebildete Skilehrer führen Sie im flachen Gelände mit passender Technik und Übungen wieder an den Skisport heran. Außerdem haben Sie die Gelegenheit, aktuelle Modelle wie den Carving- und Rocker-Ski zu testen und dann umzusteigen.




Die Technik für Wiedereinsteiger ist anders als bei jungen Skifahrern. Unterschiede bestehen in den Bewegungsabläufen, die Sie zum Drehen und Steuern der Ski brauchen.



Bei Wiedereinsteigern geht es zunächst darum, wieder Stabilität auf den Skiern zu gewinnen. Der Skilehrer plant in seinem Unterricht:

• mehr Rutschphasen, da Wiedereinsteiger ohne Tempoverlust Kurven fahren und sich nicht mehr mit Vollgas die Pisten hinabstürzen wollen.
• das adäquate Einleiten des Schwungs, in dem sich bei Senioren der ganze Körper mit in die neue Kurve dreht und die Ski fast automatisch folgen.
• die richtige Haltung, um die Balance zu halten und Stürze zu vermeiden

Wiedereinsteigerkurse mit einem Privatlehrer



Viele Skiorte offerieren Wiedereinsteigerkurse nur mit Privatlehrer. An bestimmten Tagen gibt es Privatstunden zum Spezialtarif für die Generation 50+.



Wegen des sehr unterschiedlichen Leistungsniveaus der Kursteilnehmer haben sich Kleingruppenkurse häufig als ineffizient erwiesen. Diese Kurse gibt es oft als zweistündige Skiworkshops in Verbindung mit einem dreitägigen Hotelaufenthalt, Skipass und Skiverleih. Manche Kurse bieten am dritten Tag eine Sonnenaufgangsfahrt.



Der Privatlehrer eignet sich für alle Wiedereinsteiger mit künstlichen Hüft- und Kniegelenken oder anderen orthopädischen Handicaps. Er geht ganz besonders auf diese Einschränkungen ein, um Unsicherheiten abzubauen. Dabei werden folgende Fragen berücksichtigt:

• was sich der Wiedereinsteiger zutraut
• auf welchen Skiern er bislang gefahren ist
• welche Technik er genutzt hat
• wo mögliche Blockaden liegen


Anhand dieser Fragen wird die Technik individuell auf den Wiedereinsteiger ausgerichtet. Nach dem Workshop probieren die Schützlinge die erlernte Skitechnik selbst auf passenden Pisten aus.

ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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