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 Klettern: „München ist ein wahres Mekka“
Outdoor | 28.11.2015

Bergsport in München

Klettern: „München ist ein wahres Mekka“

Klettern: „München ist ein wahres Mekka“. Ein Kletterer bei den Gilchinger Meisterschaften (Quelle: Florian Griesbeck, DAV-Sektionen München & Oberland)
Kraft und Koordination sind essentiell beim Klettern
Bild: Florian Griesbeck, DAV-Sektionen München & Oberland
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Fontainebleau, Verdon-Schlucht oder Krabi – bei diesen Namen dürfte jedes Kletterherz schneller schlagen, denn sie stehen für einige der schönsten, bekanntesten und anspruchsvollsten Klettergebiete der Welt. Aber warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nah liegt – und zwar in München? Keine andere Stadt weltweit verfügt über so große Kletterhallen wie die bayerische Metropole.

„München ist ein wahres Mekka, wenn es um Klettern geht“, sagt Nils Schützenberger vom Deutschen Alpenverein. „Wir haben hier die höchste Quadratmeter-Anzahl von künstlicher Kletterfläche pro Einwohner. Hier kann sich wirklich jeder austoben – ob Anfänger, Fortgeschrittener oder Profi.“

Das gilt natürlich auch für Besucher der ISPO MUNICH. Nach einem langen und anstrengenden Tag in Riem, voller Termine und Kundengespräche, kann man in den urbanen Klettergärten der Stadt bestens abschalten. Hier ein paar Highlights:


Kletterzentrum Thalkirchen

In der größten Kletterhalle der Welt ziehen sich 6540 Quadratmeter künstliche Felswand durch den Outdoor- und Indoor-Bereich; dazu kommen 1190 Quadratmeter Boulderfläche. Mit roten, gelben, blauen, grünen, schwarzen und weißen Griffen mit roten Punkten, den sogenannten Masern, sind die meist grauen, buckeligen Monster überzogen, die in den Hallenbereichen eine Höhe von bis zu 18 Metern erreichen. Freeform-Felsen, deren Oberfläche einer natürlichen Bergwand nachempfunden ist, gibt es übrigens auch noch. Da klettert man nicht an geschraubten Griffen, sondern nutzt wie in der Natur die Wandstruktur. Um die 555 Routen kann man so in Thalkirchen in Angriff nehmen.

www.kletterzentrum-muenchen.de

Heavens Gate

30 Meter ragen die Betontürme im „Heavens Gate“ hinter dem Ostbahnhof in die Höhe. Die höchste Kletterhalle Europas auf dem ehemaligen Gelände des Knödelherstellers Pfanni besteht aus acht Silos. 114 Routen fordern hier jeden urbanen Gipfelstürmer heraus – mit Namen wie „Lost in Beton“, „Drah di“ oder „Zeit für Liebe“. Wer einfach nur bouldern möchte, bekommt unter den Silotürmen über 150 Routen in allen Schwierigkeitsgraden geboten – an überhängenden Wänden und im „Panic Room“. Die verschiedenen Schwierigkeitsgrade werden dabei farblich unterschieden. Das fängt mit den grünen Griffen für Anfänger an und reicht von Gelb, Rot und Blau bis hin zu Schwarz – für die Profis.

www.kletternmachtspass.de

Bouldern ist in München ein Leckerbissen (Quelle: Florian Griesbeck, DAV-Sektionen München & Oberland)
Alle Schwierigkeitsgrade sind in München möglich
Bild: Florian Griesbeck, DAV-Sektionen München & Oberland

Boulderwelt

Davon gibt es in München mittlerweile gleich zwei: im Osten, in direkter Nachbarschaft zum Heavens Gate, und ebenso im Westen. Zwei Boulderhallen, die keinerlei Wünsche und Herausforderungen an der Wand offen lassen. Im Osten beträgt die Hallenhöhe 6,5 Meter; insgesamt stehen 1900 Quadratmeter Kletterfläche im Innen- und 800 Quadratmeter im Außenbereich zur Verfügung. Im Westen (bei Lochham) ragen die Plastikfelswände bis zu 5,5 Meter in die Höhe. Die Boulderwelt besteht hier in der Halle aus 2500 Quadratmetern, während im Freien 450 Quadratmeter für pures Klettervergnügen sorgen – und zwar bei Anfängern, ambitionierten Kletterern, Profis und natürlich Kindern.

www.boulderwelt.de


High-east

Nicht weit von den Messehallen entfernt, befinden sich die Gipfel der High-east-Kletterhalle. Sie lockt mit 18 Meter hohen Felswänden im Indoor- und 15 Meter Höhe im Outdoorbereich. Dazu gesellen sich insgesamt 187 Routen mit Schwierigkeitsgraden zwischen 3 und 10. Auch die Bouldergrotten sind sehr reizvoll: Große Fensterfronten sorgen für angenehme und helle Lichtverhältnisse. Das Besondere an dem hochalpinen Abenteuer im High-east ist, dass man dort nicht nur klettern, sondern auch noch seinen Körper pflegen kann – in einer Wellness-Oase.

www.high-east.de

Aquarium im MTV München

Die künstliche Kletterwelt des MTV München ist ein Geheimtipp. Sehr klein, sehr fein – ohne großen Rummel kann man hier die Wände erkunden. Die älteste Kletterhalle Münchens (seit 1995 wird dort mit und ohne Seil gekraxelt) ist allerdings gar nicht so leicht zu finden. Wenn man das altehrwürdige Gebäude des MTV betritt, weisen rote Schilder den Weg: Zunächst geht es runter ins Untergeschoss, vorbei am Fechtsaal und Fitnessraum; dann durch ein altes Treppenhaus wieder rauf, bis man plötzlich vor einem Drehkreuz steht. Mit einer Kletterfläche von 300 Quadratmeter, einer Höhe von 12 Metern und rund 30 Routen mit Schwierigkeitsgraden von 4 bis 9, die regelmäßig umgeschraubt werden, kann hier jeder seinen Spaß haben.

www.mtv-muenchen.de

ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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