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 Sport-Jobs im Ausland: 10 heiße Karriere-Tipps vom Insider
Karriere | 26.08.2016

ISPO JOB MARKET ist die Plattform für internationale Sport Jobs

Internationale Karriere im Sport Business: 10 heiße Insider-Tipps

Sport-Jobs im Ausland: 10 heiße Karriere-Tipps vom Insider. Eine internationale Karriere im Sportbusiness ist gar nicht so schwer zu erreichen, wenn man ein paar einfach Dinge beachtet. (Quelle: Thinkstock)
Eine internationale Karriere im Sportbusiness ist gar nicht so schwer zu erreichen, wenn man ein paar einfach Dinge beachtet.
Bild: Thinkstock
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Große Sport-Konzerne stellen immer mehr Leute für internationale Aufgaben ein. Und auch viele Bewerber für Jobs im Sport Business begeistern sich für Auslandserfahrungen. Schließlich gelten internationale Jobs als Sprungbrett ins Top-Management. ISPO.COM hat einem Sportjob-Insider die wichtigsten Tipps entlockt.

Ein Top-Studium, möglichst mit großem Auslands-Anteil, dazu mindestens zwei Fremdsprachen fließend in Wort und Schrift, dazu noch Praktika bei Top-Firmen im Ausland – mit diesen Qualifikationen hat man gute Chancen auf eine internationale Karriere bei Sport-Unternehmen wie Adidas, Nike, Puma oder Under Armour. Logisch. Aber geht's womöglich auch anders?

„So pauschal lässt sich das nicht sagen, es gibt Feinheiten zu beachten und natürlich auch Umwege, die zum Ziel führen“, sagt Andy Gugenheimer, Chef von sportyjob.com und Kooperationspartner des ISPO JOB MARKET


Internationale Karriere? Das sind die zehn besten Tipps von Gugenheimer, der als Headhunter und Personaldienstleister internationale Sport-Jobs vermittelt.

1. Englisch ist Pflicht

Wer ins internationale Sportbusiness möchte, der sollte laut Gugenheimer zuallererst darauf achten, dass Studium oder Ausbildung doppelsprachig Deutsch/Englisch oder gleich nur auf Englisch erfolgen. Ohne Englisch als Fremdsprache geht es kaum.

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2. Das richtige Studium

Sofern es um die Jobs in Marketing, Sponsoring und Vertrieb – also die Hauptaufgaben im Sportbereich – geht, ist eine Studienmischung aus Betriebswirtschaft (BWL) und Sportmarketing/Sportmanagement ideal. Ergänzt durch mindestens ein Auslandssemester – das idealerweise in einem Land mit englischer, französischer oder spanischer Sprache stattfindet.


Oder gleich im Ausland studieren. Andy Gugenheimer empfiehlt hier den Studiengang „Management of Sport Organizations“ an der französischen Audencia Nantes School of Management oder die London Business School.

Gugenheimer: „Ich würde auch schauen, dass ich noch einen MBA draufsatteln kann, es gibt mittlerweile schon einige Sport-MBAs.“ Der Master of Business Administration (MBA) wird grundsätzlich auf Englisch abgeschlossen und gilt als Türöffner für das internationale Top-Management.

Mit ISPO den richtigen Sportjob finden – auch auf den Messen treffen Unternehmen und potenzielle Arbeitnehmer aufeinander. (Quelle: Messe München GmbH)
Mit ISPO den richtigen Sportjob finden – auch auf den Messen treffen Unternehmen und potenzielle Arbeitnehmer aufeinander.
Bild: Messe München GmbH

3. Günstige Studium-Alternativen

Ein MBA-Studium wird in der Regel nicht kostenlos angeboten und kann richtig teuer werden. Eine Economy-Variante kann das Studium an einer renommierten staatlichen Hochschule sein, wie etwa an der Universität Bayreuth, wo schon seit vielen Jahren Sportökonomie angeboten wird.

Dieses recht angesehene Studium dann um ein bis zwei Erasmus- Auslandssemester ergänzen, etwa eines in Frankreich, eines im spanischsprachigen Raum. Und dann während des Studiums oder gleich danach ein mindestens sechsmonatiges Praktikum in einem Unternehmen mit Englisch als Firmensprache absolvieren.


4. Internationales Praktikum

Apropos Praktikum: Großbritannien und die USA sind natürlich erste Anlaufadressen, um sich an ein englischsprachiges Arbeitsumfeld zu gewöhnen. „Aber es gibt auch viele internationale Firmen mit Europasitz in den Niederlanden oder in der Schweiz, wo Englisch die Firmensprache ist. Zum Beispiel bei Nike in Hilversum in Holland“, sagt Andy Gugenheimer.

5. Work and Travel

Gugenheimers Geheimtipp: Neben dem Auslandspraktikum noch ein Jahr Work and Travel machen. Ob in Australien oder Südafrika, wo man normalerweise schwer ein „normales“ Praktikum von Deutschland aus bekommt. Einfach dort Menschen, Kultur und internationales Flair kennenlernen. Es muss dann auch nicht der große Sportkonzern sein – ein Aushilfsjob in einem Sportgeschäft oder bei einem Sportverein ist auch okay.

Gugenheimer: „Die Leute, die sich selbst die Jobs vor Ort suchen, durch das Land reisen und immer wieder neue interessante Menschen kennenlernen, sind oft viel selbständiger als Muster-Studenten mit 08/15 Werdegängen und sind meist als Absolventen sofort einsatzfähig. Das schätzen die Arbeitgeber!“

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6. Auf die zweite Fremdsprache kommt es an

Bei den Sprachen ist für die internationale Karriere natürlich Englisch ein absolutes Muss. Das allein reicht in der Regel aber nicht. Eine zweite Fremdsprache – die auch sehr gut beherrscht werden sollte – ist unabdingbar. Französisch oder Spanisch sind die Favoriten.

Es kann aber im Zweifel auch gerne Chinesisch, Arabisch oder Russisch sein. Ein Blick auf die Länder, in denen die nächsten Olympischen Spiele und Fußball-Weltmeisterschaften stattfinden verrät, wohin sich das große Geschäft mit dem Sport gerade hin orientiert...


7. „Sabbatical“ als Fremdsprachen-Booster

Wer schon im Berufsleben steht und seiner Karriere den internationalen Turbo verschaffen will, braucht Fleiß und Durchsetzungswillen. Eine zusätzliche Fremdsprache neben dem Job zu lernen ist hart, denn nur intensivste Schulung bringt wirklich Erfolg.

Realistischer ist es, ein „Sabbatical“ zu nehmen, ein Jahr Auszeit vom Beruf, um im Ausland mit Work and Travel eine Sprache intensiv zu lernen oder sich ganz auf einen Aufenthalt in einer Sprachschule beziehungsweise ein Aufbaustudium auf Englisch zu konzentrieren.


8. Rückschritte in Kauf nehmen

Wer sich von einer nationalen auf eine internationale Aufgabe bewirbt, muss oft einen Sidestep ohne Karrieresprung oder sogar einen Rückschritt bei Rang und Gehalt in Kauf nehmen. „Das lässt sich meist nicht vermeiden, aber nach so einer Karriere-Delle kann es dann im internationalen Sportbusiness umso schneller nach oben gehen“, erklärt Gugenheimer.

Generell, so seine Erfahrung, werden internationale Positionen um bis zu 25 Prozent höher dotiert als die entsprechenden nationalen.


9. Chance bei jungen Startups suchen

Der Sport-Personalspezialist rät Einsteigern wie Professionals bei der Suche nach internationalen Sport-Jobs auch dazu, sich junge Startup-Firmen genauer anzusehen, die ins Ausland expandieren.

„Dort kann man als Mitarbeiter der ersten Stunde sehr schnell internationale Verantwortung übernehmen“, sagt Gugenheimer, „etwa als Sales Analyst, der Daten für eine bestimmte Region unter die Lupe nimmt und schaut, wo sich international das Geschäft verbessern lässt.“


10. Internationale Messen besuchen

Viele dieser Startups sind natürlich auch auf der ISPO MUNICH vertreten, dort können Bewerber ganz zwanglos mit den jungen Unternehmen in Kontakt kommen.

Aber auch internationale Sport-Firmen, die gerade nach Deutschland oder Europa kommen, sind auf der ISPO MUNICH häufig präsent. Auch hier lohnt eine Kontaktaufnahme auf der Messe.

Neue Niederlassungen brauchen neue Leute und wer in Deutschland für ein ausländisches Unternehmen arbeitet und dort Englisch als Firmensprache hat, kann später in die Zentrale im jeweiligen Heimatland oder in andere weltweite Niederlassungen geschickt werden.

Suchen Sie einen Job im Sportbusiness? Dann sind Sie hier richtig.

Man sieht: Eine internationale Karriere kann stromlinienförmig verlaufen. Sie kann aber auch ganz interessante Ecken und Kanten haben. Entscheidend ist der Wille, international arbeiten zu wollen und alles dafür zu geben. Mit dem Lohn, dann einen der attraktivsten Jobs überhaupt zu haben!

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Gunther Schnatmann (Quelle: GS)
Ein Beitrag von Gunther Schnatmann, Personalberater, Bewerbungs-Coach und Medientrainer
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