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 Experten-Tipps: So wird man zum Trailrunner
Running | 15.06.2017

Trailrunning-Serie, Teil 2: Was Einsteiger wissen müssen

Vom Jogging zum Trailrunning: Die besten Experten-Tipps für Anfänger

Experten-Tipps: So wird man zum Trailrunner. Einfacher Tipp von Trailrunnerin Andrea Löw: „Vernünftige Schuhe an, raus und los!“ (Quelle: Andrea Löw privat)
Einfacher Tipp von Trailrunnerin Andrea Löw: „Vernünftige Schuhe an, raus und los!“
Bild: Andrea Löw privat
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Immer mehr Läufer wollen wechseln – von der Straße auf die Trails. Doch was ist dabei zu beachten? Welche Trails kommen in Frage? Wieviel Höhenmeter dürfen es sein? Bei ISPO.com geben erfahrene Bergläufer und Trailrunning-Experten Tipps, wie man vom Jogger zum Trailrunner wird.

„Vernünftige Schuhe an, raus und los! Nicht zu viel nachdenken“, sagt Andrea Löw. Die Münchnerin bloggt auf runninghappy.de, sie ist erfahrene Ultra- und Trailläuferin und seit Jahren in den Bergen unterwegs. Sie macht gerade Anfängern Mut, den Schritt vom Asphalt auf die Trails zu wagen. Und doch gibt es vieles zu bedenken. Hier kommen Insidertipps: So wird man zum Trailrunner.


ISPO.com hat sechs Insider befragt:

Links zu den anderen 4 Teilen der Trailrunning-Serie auf ISPO.com mit weiteren Experten-Thesen am Ende dieses Textes.

„Auch Profis wechseln zwischen Lauf- und Wanderschritt“

Hendrik Auf'mkolk, trailblog.de:
1. Es müssen nicht immer hochalpine Traumtrails sein – Trailrunning geht (fast) überall und ganz besonders für Einsteiger ideal im Mittelgebirge.
2. Steiger dich langsam – als Einsteiger gleich einen Ultratrail im Hochgebirge zu laufen, ist eine ziemlich doofe Idee.
3. Gehen ist erlaubt und an besonders steilen Passagen sogar effizienter. Auch die Profis wechseln ganz intuitiv zwischen Lauf- und Wanderschritt.

Über Stock und über Stein, durch Matsch und Schlamm: Eine gute Konzentration ist wichtig. (Quelle: iStock/ mihtiander)
Über Stock und über Stein, durch Matsch und Schlamm: Eine gute Konzentration ist wichtig.
Bild: iStock/ mihtiander

„Achtet auf Wurzeln und Steine!“

Andrea Löw, Ultra-Läuferin und Bloggerin auf runninghappy.de: „Vernünftige Schuhe an, raus und los! Nicht zu viel nachdenken, sondern sich einfach erstmal eine feine Runde suchen, die abseits der breiten Wege verläuft, und los. Das Gefühl genießen. Unterwegs einfach den schmaleren und unbekannten Weg nehmen. Gleichzeitig: Konzentriert euch auf den Weg, es gibt Wurzeln, es gibt Steine, kurz: da sind mehr Hindernisse als auf der Straße. Doch durch die Konzentration auf den Trail ist man noch viel mehr im Hier und Jetzt, lebt den aktuellen Augenblick. Und vor allem: Lasst mal die Pace Pace sein und vergesst sie. Lauf einfach nach Gefühl, rauf und runter, springt über Hindernisse und kümmert Euch nicht darum, wie schnell ihr seid.“

Trend-Sport Trailrunning in Bildern


„Am Anfang nicht zu viele Höhenmeter“

Holger Lapp, trampelpfadlauf.de: 
1. Lass es langsam angehen und gehe ruhig zwischendurch, denn das Laufen über Stock und Stein erfordert mehr Konzentration und Kraft.

2. Suche dir eine schöne Runde mit nicht zu vielen Höhenmetern und schau dir die Strecke vorher genau auf der Karte an. Am Besten notiert man sich die Wegpunkte, Abzweige oder Wanderwege.

3. Mach die Uhr aus oder stecke sie in den Rucksack. Bei unseren Trailtouren stellen wir immer wieder fest, dass Läufer zu sehr auf einen bestimmten Pace fokussiert sind und dann gestresst sind, wenn es nicht schnell genug geht. Einfach mal abschalten und genießen.

Holger Lapp, trampelpfadlauf.de gibt den Tipp: "Einfach mal abschalten und genießen." (Quelle: trampelpfadlauf.de)
Holger Lapp, trampelpfadlauf.de gibt den Tipp: "Einfach mal abschalten und genießen."
Bild: trampelpfadlauf.de

„Nehmt an organisierten Trailläufen teil!“

Lars Schweizer, Laufcampus Akademie:
1. Einfach drauf los laufen. Spürt die Natur und macht euch am Anfang keine großen Gedanken über das Laufen.
2. Geschwindigkeit interessiert keinen. Wenn ihr denkt, ihr müsst einen Anstieg gehen, dann geht einfach und macht euch keine Gedanken darüber, wie langsam ihr jetzt seid.
3. Nehmt unbedingt auch gleich zu Beginn an organisierten Trailläufen teil und spürt so die Gemeinschaft bzw. das Erlebnis und werdet süchtig danach."

Damit der Einstieg in den Trend-Sport Trailrunning klappt, braucht Anfänger die richtige Ausrüstung. Wir liefern die passenden Tipps>>>

„Nicht zu schnell angehen“

Marlen Franke, Trailläuferin und Bloggerin auf trail-kitchen.com   
„Besser nicht gleich mit zu vielen Höhenmetern einsteigen, bergauf schnell wandern statt laufen ist ganz normal – das machen selbst die Profis so. Geht es nicht zu schnell an, denn die Pace in der Ebene kann man auf dem Trail - speziell als Einsteiger - nicht halten. Macht eure ersten Erfahrungen auf dem Trail vielleicht in einer Gruppe und mit Guides, die sich auskennen. Ich organisiere für die Gruppe „Never Stop Munich“ monatlich einen Trail Run, bei dem auch Trailrunning-Einsteiger willkommen sind.“ 

„Macht Übungen zur Stärkung der Fußgelenke“

Sandra Mastropietro, Ultra-Läuferin und Autorin („Läuferleben“):        „Lasst es ruhig angehen! Es müssen nicht gleich Berge mit 1000 Höhenmetern plus sein. In München bieten zum Beispiel die Isartrails eine gute Einstiegsmöglichkeit ins Trailrunning. Außerdem empfehle ich zusätzlich  Übungen zur Stärkung der Fußgelenke zu machen – das ist nie verkehrt, denn gerade am Anfang läuft man beim Trailrunning Gefahr, noch häufiger umzukicken.“


Lesen Sie hier Teil 1 der Trailrunning-Serie: Faszination Trailrunning: Sind Bergläufer die kompletteren Läufer?

Lesen Sie hier Teil 2 der Trailrunning-Serie: Vom Jogging zum Trailrunning: Die besten Experten-Tipps für Anfänger

Lesen Sie hier Teil 3 der Trailrunning-Serie: Kommende Trends im Trailrunning: Digitale Welt erobert die Berge

Lesen Sie hier Teil 4 der Trailrunning-Serie: Produkte, Preise, Know-How: So tickt die Community, das erwartet sie von der Ausrüstung

Lesen Sie hier Teil 5 der Trailrunning-Serie: Anforderungen für Ausrüster und Hersteller „Der Fachhandel muss Trailrunning als eigene Sportart wahrnehmen“

Gunnar Jans ist Chefredakteur von ISPO.COM (Quelle: www.goettlicherfotografieren.de)
Ein Beitrag von Gunnar Jans, Chefredakteur
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