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 Was zieht man zum Laufen im Winter an?
Laufen | 31.10.2016

Laufen im Winter: die richtige Bekleidung

Laufen im Winter: Auf diese Kleidung können Sie bauen

Was zieht man zum Laufen im Winter an?. Laufen im Winter? Richtig bekleidet ein wahres Fitness-Vergnügen (Quelle: Thinkstock)
Laufen im Winter? Richtig bekleidet ein wahres Fitness-Vergnügen
Bild: Thinkstock
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Sollte man bei Schnee und Kälte auf das Laufen verzichten? Nein, dafür gibt es keinen Grund. Im Gegenteil: Wer aktiv bleibt, startet gesund und fit ins neue Jahr. Die Kleidung sollte allerdings zur Jahreszeit und zur Outdoor-Aktivität passen. Ein warmer Pullover allein reicht da nicht.

Wer sich beim Winter-Jogging falsch kleidet, riskiert viel: Neben der tropfenden Nase kann es dann schnell passieren, dass man mit dem Frieren oder Schwitzen die Lust an der Bewegung im Freien verliert. Dann hat der Winterspeck leichtes Spiel, Lebkuchen und Weihnachtsgans sind mächtige Verbündete.

Wer sich richtig kleidet und einige Grundregel beachtet, wird die klare Winterluft, das besondere Licht der Jahreszeit und die relative Einsamkeit auf der Strecke jedoch nicht mehr missen wollen.


Nicht zu dick und nicht zu dünn

Die richtige Kleidung für den Winterlauf ist flexibel. Anders geht es nicht. Denn wer Angst vor der Kälte hat, wird in der dicken Jacke schnell überhitzen. Und wer sich denkt, beim Laufen wird’s schon warm, der kann aufgrund des Windchilleffektes ganz schnell mit den Zähnen klappern.

Erstes Grundprinzip ist, mehrere Schichten an Kleidung zu tragen. Harmonieren die Funktionsmaterialien von Base- und Outer Layer, sorgen diese Schichten für eine natürliche Regulierung und halten die Körpertemperatur im angenehmen Bereich. Wird es beim Lauf in der Wintersonne dann doch zu warm, geht es mit schichtweisem Ausziehen in die Komfortzone zurück.

Richtig gekleidet: Running funktioniert auch im Winter im Komfortbereich. (Quelle: Thinkstock)
Richtig gekleidet: Running funktioniert auch im Winter im Komfortbereich.
Bild: Thinkstock


Folgende Kleidung empfehlen wir:

Eng anliegende Funktionsunterwäsche:

Mindert den Schweiß und transportiert ihn „dosiert“ nach außen

Lange Lauftights:

Elastisch, nahtlos, atmungsaktiv und mit der perfekten Passform für Herren und Damen. Die Tights sollten ein Maximum an Bewegungsfreiheit garantieren.

Longsleeves:

Laufshirts mit langen Armen bilden die Schichten über der Funktionsunterwäsche – mit identischer Funktionalität. Dank der dünnen Stoffe können bei Bedarf zwei Longsleeves im Zwiebelprinzip übereinander getragen werden.

Laufjacke:

Als äußere Schicht hat die Jacke mehrere Schutzfunktionen zu erfüllen, darf aber aufgrund der Materialien und des Zwiebelprinzips trotzdem dünn ausfallen. Die atmungsaktive Jacke sollte über eine winddichte Membran verfügen, die Körperwärme gut isolieren und sicher vor Feuchtigkeit (Schnee) schützen. Sie sollte nicht zu eng sitzen, um ein Luftposter und letztlich auch ausreichend Bewegungsspielraum zu bilden.

Im Winter ist es extrem wichtig, dass der Läufer auch bei Schneeregen und grauem Himmel gut gesehen wird. Leuchtfarben sind daher weniger Geschmackssache als ein Sicherheitseffekt. Auch Reflektoren sind im Winter ein Muss.

Winter-Laufschuhe und Laufsocken

Ob Nike, adidas oder Brooks, bei Winter-Laufschuhen stehen zwei Aspekte im Vordergrund: die Griffigkeit der Sohle und der Schutz vor Nässe. Der Oberschuh sollte über eine wasserabweisende aber atmungsaktive Membran verfügen. Die stark profilierte Sohle besteht aus einer speziellen Gummi-Materialmischung, die genug Grip garantiert.
Da gefrorene Böden sehr hart sein können, ist auch auf eine gute Dämpfung zu achten.

Bei den Socken sind nahtlose Laufsocken zu bevorzugen, die perfekt passen müssen. Wichtig ist neben dem Tragekomfort eine gute Wärmeregulierung im Training. Die Polygiene-Technologie kann zusätzlich unangenehme Gerüche verhindern.

Winter-Laufschuhe müssen gut greifen – und dicht halten.  (Quelle: Thinkstock)
Winter-Laufschuhe müssen gut greifen – und dicht halten.
Bild: Thinkstock


Weiteres Zubehör fürs Running

Zur Grundausstattung gehören auch atmungsaktive Laufhandschuhe. Es ist von Vorteil, wenn diese über zusätzliche Reflektoren verfügen und die Bedienung eines Smartphones ermöglichen. Manche Modelle verfügen zudem über eine kleine Tasche für einen Schlüssel oder Geldschein.

Ebenfalls unverzichtbar: Laufmütze oder Stirnband sowie ein Schal oder Schlauchtuch.


Tipps und Tricks

Was für die Ausrüstung gezahlt werden muss, hängt vor allem an den eigenen Vorlieben. Spezialisierte Online Shops wie Runners Point, Jogging Point oder SportScheck haben immer günstige Angebote, gerade wenn die Marke keine Rolle spielt. Gute Laufhandschuhe gibt es zum Beispiel schon unter sieben aber auch für über 70 Euro.

Mit der richtigen Bekleidung ist das Laufen bei fast jedem Winterwetter möglich. Bei eisigen Temperaturen (unter -15 Grad) sollte man dennoch verzichten oder die Distanz verkürzen. Um die Fitness zu erhalten, gibt es Indoor-Alternativen und die Atmungsorgane werden nicht über Gebühr belastet.

Empfehlenswert ist eine leichte Aufwärmphase noch im Warmen, bevor es auf die winterliche Piste geht. Ein Energieriegel vor dem Start sorgt für ausreichend Power beim Joggen. Auch im Winter sollte man den Flüssigkeitshaushalt nicht vernachlässigen, denn so groß ist der Unterschied zum sommerlichen Verbrauch am Ende nicht. Wasser vor und nach dem Workout bleibt daher wichtig.

Mehr zum Thema Laufen bei Kälte verrät Running-Experte Volker Haußmann.
 

ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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