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 Die Geschichte und Herkunft von Spinning
Fitness | 22.05.2016

Spinning-Historie

Die Geschichte und Herkunft von Spinning

Die Geschichte und Herkunft von Spinning . Spinning – aus dem Gelände in die Sicherheit des Indoor-Studios (Quelle: Thinkstock )
Spinning – aus dem Gelände in die Sicherheit des Indoor-Studios
Bild: Thinkstock
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Spinning gilt als eines der effektivsten Programme, um die Ausdauer zu trainieren und überschüssige Pfunde abzustrampeln – perfekt für Fitness und Gesundheit. Doch wie ist das Bike eigentlich von der Straße ins Fitness-Studio gekommen?

Leidenschaftliche Radler kennen das: Wenn die kalte Jahreszeit beginnt und mit den sinkenden Temperaturen auch Schnee und Eis Einzug halten, sind die Stunden im Sattel gezählt. Zwar gibt es immer ein paar Unermüdliche, die sich trotz widriger Verhältnisse auf den Drahtesel schwingen, für viele Bikes leitet der Winter jedoch ein trostloses Dasein in Keller oder Geräteschuppen ein. Was aber tun, damit nicht auch die Radler selbst einrosten und verstauben?


Um sich auch im Winter seine Fitness und Ausdauer zu bewahren, ist Spinning eine hervorragende Alternative. Denn wer glaubt, Spinning sei nur etwas für Reha-Patienten und Langweiler, der irrt gewaltig: Das Radeln auf der Stelle wird durch die Kombination aus Schwungscheibe und Freilauf zu einer echten Herausforderung – Musik und das Training in der Gruppe sorgen zudem für einen hohen Spaßfaktor. Doch woher stammt der Trend Spinning und wie hat er sich entwickelt?

Herkunft und Entwicklung von Spinning

Eine Vorform des Spinning, das sogenannte Indoor-Cycling entwickelte sich bereits während der 1970er und frühen 1980er Jahre in den USA. So wurden stationäre Bikes, die bis dahin hauptsächlich im sportmedizinischen Bereich zur Erstellung von Leistungstests Verwendung gefunden hatten, fortan auch in Fitnessstudios und Wellness-Oasen genutzt. Unter dem Begriff Fahrradergometer sind diese Indoor-Bikes bis heute in zahlreichen Fitness-Studios zu finden. Der Begriff Spinning und das Spinning-Bike in seiner heutigen Form kamen jedoch erst einige Jahre später auf.

Als Erfinder des Spinning gilt der südafrikanische Radrennfahrer Jonathan „Jonny G“ Goldberg. Goldberg befand sich gerade in der Vorbereitung auf das 3.100 Meilen lange „Race across America“, eine der härtesten Radtouren der Welt, als er bei einem nächtlichen Training nur knapp dem Unfall-Tod entkommen konnte. Der damals 31-Jährige entschloss sich daraufhin, seine Vorbereitung von nun an hauptsächlich in den eigenen vier Wänden durchzuführen. Sein selbst kreiertes Trainings-Programm fand bei Freunden und Nachbarn zunehmend Anklang, denn beim Spinning konnte man effektiv und risikoarm etwas für die Gesundheit tun. In den folgenden Jahren optimierte Goldberg sein Indoor-Training immer weiter und kombinierte es mit Musik – Anfang der 1990er Jahre entstand schließlich das heutige Spinning


Spinning – vom Garagen-Sport zum weltweiten Fitness-Trend

War Goldberg zu Beginn seines Indoor-Trainings noch mit einem herkömmlichen Straßen-Bike auf dem Laufband geradelt, konnte er nur vier Jahre später mit seinem Geschäftspartner John Baudhuin das erste kommerzielle Spinning-Bike auf den Markt bringen. Im Jahr 1994 gründeten die beiden schließlich die Firma „Mad Dogg Athletics“ und ließen sich den Begriff Spinning als geschützte Marke eintragen. Die folgenden Jahre läuteten einen furiosen Siegeszug für das musikbegleitete Indoor-Radeln ein. Immer mehr Fitness-Studios nahmen Spinning in ihr Kursprogramm auf, Bikes und Equipment wurden durch die wachsende Konkurrenz stetig weiterentwickelt. 199 eröffnete in Los Angeles die erste internationale Spinning-Messe "World Spinning and Sport Conference" ihre Pforten. Hier wurden dem Publikum die neuesten Trends und Trainingsmethoden präsentiert.

Heute hat das Spinning die Fitness- und Sportszene fest im Griff: Kein Studio, in dem man nicht auf die schnittigen Indoor-Bikes und zahlreiche Spinning-Kurse trifft. Der große Vorteil im Vergleich zum herkömmlichen Radeln: Jeder kann die gewünschte Intensität am Spinning-Bike individuell einstellen – zudem ist die Motivation durch das Strampeln in der Gruppe und die rhythmische Musik garantiert. Wer also gerne im Sattel sitzt und etwas für Fitness und Gesundheit tun möchte, sollte es ruhig einmal mit Spinning versuchen. 

ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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