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 Rennrad gebraucht kaufen – worauf Sie achten müssen
Bike | 28.11.2016

Ein Fahrrad aus zweiter Hand kaufen – lohnt sich das?

Die besten Tipps: Rennrad gebraucht kaufen – worauf Sie achten müssen

Rennrad gebraucht kaufen – worauf Sie achten müssen. Es muss nicht immer neu (und sehr teuer) sein: Ein gebrauchtes Rennrad in gutem Zustand macht auch viel Freude. (Quelle: Thinkstock)
Es muss nicht immer neu (und sehr teuer) sein: Ein gebrauchtes Rennrad in gutem Zustand macht auch viel Freude.
Bild: Thinkstock
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Rennräder wurden in den letzten Jahren immer teurer – zwar leisten sie auch immer mehr, doch selbst für ambitionierte Sportler lohnt sich der Vergleich: Ist ein gebrauchtes Rad nicht doch die bessere Alternative?  Die High-Tech-Sportgeräte setzen immer mehr auf Tempo und Aerodynamik, deshalb greifen immer mehr Käufer zum gebrauchten Rennrad. 

Sie sind mit einem Rennrad grundsätzlich auf normalem Asphalt unterwegs? Dann kann der Erwerb eines gebrauchten Rennrades eine echte Option sein. Gerade in den vergangenen Jahren haben sich namhafte Hersteller wie Connondale oder Bianchi eine wahre Schlacht um die leichteste Rennmaschine geliefert. Immer neue High Tech-Modelle ließen die Preise bis in den fünfstelligen Bereich steigen. Auf den Straßen waren aber alleine 2013 bereits 5,3 Millionen Rennräder unterwegs – der Markt für den gebrauchten Kauf ist also bereitet. 

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Diese Punkte müssen Sie bei Kauf gebrauchter Rennräder beachten:

So berechnen Sie die perfekte Rahmengröße

Für das Fahrgefühl ist es wichtig, dass das Rennrad optimal zu Ihnen passt. In dieser Tatsache liegt auch eines der größten Probleme beim Kauf eines gebrauchten Rennrades: Sie müssen die genaue Größe kennen und dann das passende Modell finden. Geringe Abweichungen lassen sich später über die Einstellung der Sitzposition ausgleichen.

Um eine genaue Vorstellung von der gesuchten Größe zu erhalten, nutzen Sie am besten einen Rahmengrößen-Rechner wie von Hersteller Rose. Mit Eingabe der Schrittlänge, Körper-, Rumpf- und Armlänge sowie der gewünschten Sitzposition wird Ihnen hier die Rahmenhöhe angezeigt. Zugleich erhalten Sie Empfehlungen zur Sattelhöhe sowie zur Vorbau- und Oberrohrlänge.

Das gilt auch für neue Bikes: Unser Guide für den Rad-Kauf 

Wo sollte man ein gebrauchtes Rennrad kaufen?

Egal ob Sie zu einem Händler mit gebrauchten Rennrädern gehen oder online suchen: Vereinbaren Sie vor dem Kauf einen Termin, um das Rad persönlich in Augenschein zu nehmen und es Probe zu fahren. Vom Kauf eines Rennrades ohne Tests und Probefahrt raten wir ab. Anbieter von Gebrauchträdern wie bikesale.de bieten eine Suchauswahl über die Postleitzahl, so lassen sich regionale Angebote herausfiltern.

Um Fehler beim Kauf zu vermeiden ist es gut, einen versierten Freund oder Bekannten mitzunehmen.

Hat das gebrauchte Rad Schwachstellen?

Das wichtigste am Rennrad ist der Rahmen. Schauen Sie zunächst genau, ob Sie physische Fehler wie Risse oder Dellen (gerade bei Aluminium) oder Roststellen (gerade bei Stahl) entdecken. Ist das der Fall, sollte man lieber auf den Kauf verzichten. Das gilt auch, wenn der Gesamtzustand des Rades nicht stimmt und es ungepflegt erscheint.


Was, wenn man die Schwachstellen nicht sieht?

Leider gibt es – gerade bei Karbonrahmen – Beschädigungen, die sich visuell nicht wahrnehmen lassen. Für dieses Risiko muss man im Gespräch mit dem Verkäufer ein Gefühl entwickeln. Scheuen Sie sich also nicht, ihn in ein freundliches Gespräch über die Historie des Rades und seine damit verbundenen Touren und Erlebnisse zu verwickeln: Wann und von wem hat der Verkäufer es selbst erworben, gab es Vorbesitzer, wie wurde das Rad genutzt, welche großen Touren sind in Erinnerung geblieben, gab es Stürze, wie wurde das Rad gelagert, warum soll es verkauft werden ... Klingt alles plausibel, ist Ihr Gegenüber vielleicht sogar ein Rennrad-Enthusiast – kann es mit der Probefahrt weitergehen.

Doch kein Rennrad? Lesen Sie hier: Der Alleskönner ist das Trekking Bike

Kein Kauf eines Rades ohne Probefahrt

Befinden sich Laufräder und Reifen, Sattel, Lenker und Schaltung in einem optisch einwandfreien Zustand, geht es an die Probefahrt. Die Sitzposition sollte dafür zunächst angepasst werden, anders lässt sich kaum ein realistisches Fahrgefühl erzeugen. Während der Fahrt liegt das Augenmerk dann zunächst bei den Bremsen: Funktionieren sie einwandfrei und sind angenehm in der Handhabung?

Wichtig ist auch, dass sich die Gänge flüssig schalten lassen. Auch im Wiegetritt, also unter hoher Last, sollten keine ungewöhnlichen Geräusche (z.B. Knacken) auftreten.

Lesen Sie hier: Warum Sie unbedingt ein Rennrad kaufen sollten

Das Finale: der Kauf des gebrauchten Rennrades

Der Kauf des gebrauchten Rennrades ist zwar im Vergleich zum neuen Rad günstiger, dennoch geht es noch immer um hohe Beträge. Auch bei Privatkäufen gehört ein Kaufvertrag daher dazu. Das ist übrigens auch im Sinne des Verkäufers: Ist ein Mangel im Vertrag erwähnt, kann der Käufer später keine Ansprüche für dieses Manko mehr geltend machen.

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ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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