ISPO.com Logo
Autor:
ISPO.com

Radikaler Umbruch beim US-Sportartikelriesen geht weiter

Drei weitere Top-Manager verlassen Nike

Nach dem überraschenden Rückzug der früheren Nummer zwei Trevor Edwards gehen nun drei weitere Top-Manager beim Sportartikelkonzern Nike. Das könnte mit einer veränderten Haltung von CEO Mark Parker zusammenhängen.

Nike-CEO Mark Parker bleibt länger als 2020 Chef beim Sportartikelriesen.
Nike-CEO Mark Parker bleibt länger als 2020 Chef beim Sportartikelriesen.

Vor einem Monat teilte CEO Mark Parker mit, dass er selbst bis über 2020 hinaus beim Sportartikelkonzern Nike bleibt. Zur gleichen Zeit teilte er den Mitarbeitern seines Unternehmens in einem Memo mit, dass Nike Beschwerden über unangemessenes Verhalten am Arbeitsplatz erhalten habe. Und er verkündete: „Wir haben Glück, dass wir ein so starkes Management-Team haben, das gut aufgestellt ist, uns aufs nächste Level des Wachstums zu bringen und unsere Kultur in Zukunft zu überwachen und weiterzuentwickeln“, sagt Parker.

Nun ändert sich im Management einiges: Vikrant Singh, Nikes Senior Brand Director für Basketball in Nordamerika und Daniel Tawiah, Vice President of Global Brand Digital-Marketing Innovation, haben das Unternehmen nach Angaben des „Wall Street Journal“ verlassen. Zudem soll auch Antoine Andrews, Vice President of Diversity and Inclusion, das Unternehmen verlassen haben.

Die Nummer zwei bei Nike, Markenpräsident Trevor Edwards hat bereits im März seinen Rücktritt bekanntgegeben. Bis zu seinem offiziellen Ausscheiden aus dem Unternehmen im August soll er Parker nur noch beratend zur Seite stehen.

Parker ist seit 2006 CEO von Nike. 2016 übernahm er auch den Posten des Vorsitzenden von Nike-Mitgründer Phil Knight, der sich als 78-Jähriger zurückzog. Insofern haben erfahrene Führungsfiguren Tradition beim Sportartikelriesen. Ursprünglich wollte sich Parker nach seinem Vertragsende 2020 jedoch als 65-Jähriger zurückziehen.

 

Sprunk und Spillane mögliche Parker-Nachfolger

Edwards war einer von wenigen, die als mögliche Nachfolger Parkers gehandelt wurden. COO Eric Sprunk und Michael Spillane, verantwortlich für Design, Produkte und Merchandising, werden nun noch bessere Chancen auf den CEO-Posten eingeräumt.

Nach wie vor ist der Konzern aus Oregon die Nummer eins im Sportartikelgeschäft. Im Jahr 2017 setzte Nike 34,35 Milliarden US-Dollar um, Adidas folgt mit etwas mehr als 26 Milliarden US-Dollar. Doch während der Nike-Umsatz stagniert, stieg der von Adidas unter CEO Kasper Rorsted um fast vier Milliarden Dollar in einem Jahr.

Die Herzogenauracher planen daher schon, wie sie die US-Amerikaner überholen können. Einen Fokus dafür legt Rorsted auf den Heimatmarkt von Nike, wo sich Adidas zuletzt über 27 Prozent Wachstum freute. Zudem will Adidas auch in der digitalen Transformation vorangehen. „Wir sind ein digitales Unternehmen“, findet Rorsted.

ISPO.com Logo
Autor:
ISPO.com
Kommentare




Sportbusiness
Storys, News, Ratgeber und Hintergründe aus der Welt des Sportbusiness lesen Sie hier.


Themen dieses Artikels