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Outdoor Industry Association reicht Petitionen gegen die Einfuhrzölle aus China ein

Outdoor-Unternehmen stellen sich gegen US-Präsident Donald Trump

Die Outdoor Industry Association hat sich gegen die Zölle von Donald Trump auf Einfuhren aus China ausgesprochen. Der US-Präsident erhofft sich mit den Zöllen ein Wirtschaftswachstum in den USA, doch die Sportartikel- und Outdoorindustrie trifft er damit hart – genauso wie die Verbraucher.

Die Outdoor Industry Association stellt sich gegen die US-Zölle.
Die Outdoor Industry Association stellt sich gegen die US-Zölle.

Der US-amerikanische Präsident Donald Trump hat jüngst die Hälfte aller Warenimporte aus China mit Sonderzöllen belegt. Am 24. September werden Zölle auf Waren im Wert von 200 Milliarden Dollar festgesetzt werden, kündigte seine Regierung an.

Trump erhofft sich davon ein Wirtschaftswachstum in den USA. Doch die Sportartikel- und Outdoorindustrie trifft er dabei hart. Denn nach wie vor produziert China die meisten Sportartikel der Welt. Kein Markt ist für die Outdoor-Branche also wichtiger, die Preise für die US-Verbraucher könnten also drastisch anziehen.

Rucksäcke, Sporttaschen, Fahrräder und Campingausrüstungen vom Zoll betroffen

Daher stellte sich die Outdoor Industry Association nun gegen die geplanten Zölle. „Outdoor-Produkte wie Fahrräder, Handschuhe und Rucksäcke werden bereits mit Einfuhrzöllen von bis zu 20 Prozent belegt, und diese zusätzlichen Steuern werden nur die Kosten für Outdoor-Unternehmen und Verbraucher erhöhen, Innovation und Beschäftigungswachstum behindern und verhindern, dass mehr Amerikaner ins Freie gehen“, sagte Amy Roberts, Geschäftsführerin der OIA.

Auf der Liste der Produkte, auf die die neuen Zölle gelten, tauchen auch Sporttaschen, Lederhandschuhe und einige Campingprodukte auf. Auf sie sollen zusätzliche 10 Prozent Zoll erhoben werden. Am 1. Januar 2019 soll der Zusatz-Zoll sogar auf 25 Prozent steigen.

Outdoor-Unternehmen wollen Verbraucher schützen

Sobald die Zölle in Kraft treten, wird die US-Verwaltung Einzelheiten über ein Verfahren veröffentlichen, bei dem Unternehmen Petitionen einreichen können, um Produkte aus dieser Liste zu entfernen. Die OIA wird dann weitere Details zum Prozess bekannt geben.

Die OIA und US-amerikanische Outdoor-Unternehmen beteiligten sich auch aktiv an der öffentlichen Kommentierungsphase gegen neue Tarife im Vorfeld der Entscheidung des US-Präsidenten. Nun wollen sie weiter mit den Mitgliedern des Kongresses daran arbeiten, Verbraucher „vor höheren Kosten zu schützen“.

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