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Adidas gegen Puma: Vor Gericht wegen eTPU

Adidas und Puma: Erbitterter Sohlenstreit um eTPU

Die Sportartikelriesen Adidas und Puma trafen sich am 5. April 2016 vor dem Oberlandesgericht in Düsseldorf. Es war die nächste Runde in einem längeren Rechtsstreit – die Klage von Adidas wurde letztendlich abgewiesen.

„Boost“-Schuh von Adidas
Die „Boost“-Serie von Adidas ist ein Verkaufserfolg.

Beide warfen sich gegenseitig Ideenklau vor. Es geht um einen Kunststoff namens eTPU – ein besonderes Dämpfungssystem für Runningschuhe, das den Läufern Energie zurückgeben soll. Puma hatte behauptet, sie hätten seit 2009 an dem Kunststoff gearbeitet. Doch 2013 brachte Adidas die Schuhserie „Boost“ mit eben dieser Technik auf den Markt. Erst zwei Jahre später folgte Puma mit „NRGY“.

Sohle aus eTPU als möglicher neuer Standard

Puma arbeitete zunächst mit dem Chemiekonzern BASF zusammen, die aber die Seiten wechselten, um mit Adidas an eTPU zu arbeiten. Puma tat sich deswegen mit dem amerikanischen Konzern Huntsman zusammen. Bei dem Streit geht es um große Summen. Die Sohlen gelten als zukunftsträchtiger Markt. Adidas soll laut „Spiegel“ allein 2015 zwölf Millionen Paar der „Boost“-Serie verkauft haben.

eTPU gilt als möglicher neuer Industriestandard und Sohlen-Technologie der Zukunft. Insonfern darf der gerichtliche Erfolg von Puma als Erfolg gewertet werden.

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