ISPO.com Logo
Autor:
ISPO.com

Marmot Kollektion 2018 mit nachhaltigen Ansätzen

Marmot führt mit EvoDry und Eco Featherless zwei nachhaltige Technologien ein

Für die Saison 2018 hat der Premium-Outdoorhersteller Marmot, unter dem Oberbegriff Treadlight, zwei Technologien präsentiert, die auf Nachhaltigkeit setzen: Die PFC-freie Imprägnierung EvoDry sowie die „künstliche Daune" Eco Featherless.

FeatherlessJackets: Zuverlässige Wärme für entscheidende Augenblicke
Featherless Jackets: Zuverlässige Wärme für entscheidende Augenblicke

Nachhaltigkeit spielt in der Outdoor-Branche eine immer wichtigere Rolle. PFC-Reduzierung, ressourcenschonende Herstellung, sorgsamer Umgang bei der Beschaffung von Naturmaterialien sind Aspekte, die auch immer mehr Konsumenten von Outdoor-Equipment in Ihre Kaufentscheidungen mit einfließen lassen. Grün liegt voll im Trend – und passt natürlich auch hervorragend zu einer Branche, die ihre Konsumenten in die Natur auf Erlebnisjagd schickt.

Da ist es nur recht und billig, wenn die Vorreiterunternehmen ihren Beitrag dazu leisten, diese Sportarena, wo es geht, zu schonen und zu erhalten. Bei Marmot ist dieser grüne Ansatz bereits seit Jahren eine Unternehmensmaxime. Zeigen nachhaltige Materialien die gleiche oder sogar eine bessere Produktperformance, kommen diese konsequent zum Einsatz. Das kalifornische Unternehmen gilt als einer der Premiumhersteller und ist für Bergsportprodukte bekannt, die zu den Besten auf dem gesamten Markt gehören.

EvoDry und Eco Featherless: Zwei Technologien für die Outdoor-Zukunft

Für die Saison 2018 sind es vor allem zwei Technologien, unter dem Leitgedanken Treadlight, die einen großen Platz in der Marmot Winterkollektion 2018 einnehmen. Die EvoDry-Produkte sind gänzlich PFC-frei. Und das Isolationsmaterial Eco Featherless – die Weiterentwicklung der synthetischen Featherless-Isolierung – ist ein technischer Daunenersatz. Hergestellt wird Eco Featherless aus recyceltem Kunststoff. Es wird thermisch die Leistung von 700 FP Daunen imitiert. Gleichzeitig ist das Material deutlich funktioneller und pflegeleichter als Naturdaune.

Mit beiden Ansätzen zeigt Marmot einen Weg auf, höchste Funktionalität und ökologisches Bewusstsein in Einklang zu bringen. Ein Engagement, das sich garantiert langfristig auszahlen wird. Nicht nur, weil Greenpeace mit zahlreichen Kampagnen PFC als Wunderimprägnierstoff an den medialen Pranger gestellt hat, sondern auch, weil Outdoor-Begeisterte in der Regel empfänglicher für „grüne Produkte“ sind als andere Zielgruppen. So ist das Unternehmensmotto Pflicht und Tugend zugleich und für Marmot Ausdruck einer konsequenten und langjährigen Strategie – hin zu bester Performance bei nachhaltiger Herstellung.

EvoDry: die grüne Regenbekleidung mit bester Performance

Die Grundüberlegung für EvoDry ist prinzipiell dieselbe wie bei vielen anderen Materialien, die es inzwischen auf dem Markt gibt: Die teilweise mit PFC imprägnierten Goretex-Membranen haben nach wie vor ihre Berechtigung bei Bekleidungsteilen im Highperformance-Bereich, also für Bergsportler, die regelmäßig und lange extremen Witterungsverhältnissen ausgesetzt sind. Diese Sportler werden natürlich auch künftig von Premiumhersteller Marmot mit diesen PFC-getunten Textilien ausgerüstet.

Doch Hand aufs Herz: Die meisten ambitionierten Outdoor-Fans, die regelmäßig kletternd, wandernd oder auf Skiern in der Natur unterwegs sind, brauchen diesen ultimativen Schutz gar nicht. So wurde in der Marmot-Entwicklungsabteilung mit zahlreichen PFC-freien Imprägnierungen experimentiert, bis man sich für die EvoDry-Technologie entschied. Hierbei werden in Trockenverfahren gefärbte Garne, unter Zuführung von Wärme und Druck, mit der EvoDry-Imprägnierung versehen – ein entscheidender Unterschied zu anderen Verfahren.

Die Textilien werden also aus bereits imprägniertem Garn gestrickt, was ein späteres Behandeln des „fertigen“ Stoffs unnötig macht. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Das 2,5-Lagen-Laminat verfügt, laut Labortests, über eine 20.000er Wassersäule sowie eine Atmungsaktivität von 20.000 MVTR . Dabei benötigt diese Imprägnierung keine Auffrischung, wie man sie etwa von Goretex-Bekleidung kennt.

Auch die Farbbeständigkeit ist bei diesem Herstellungsverfahren verbessert, sodass die EvoDry-Jacken und -Hosen tatsächlich sehr lange funktionieren – ein weiterer Aspekt in Sachen Nachhaltigkeit. Nicht zuletzt werden bei der Herstellung weniger Wasser, Energie und chemische Zusätze verbraucht und der CO2-Ausstoß wird reduziert. Preislich sind die EvoDry-Textilien im mittleren Bereich angesiedelt und somit auch deutlich erschwinglicher als die Kollektionsteile mit Goretex – bereits ab 200 Euro ist eine EvoDry-Jacke von Marmot zu bekommen.

Marmot: Nachhaltige Leistungsfähigkeit
„EVODry verkörpert für Marmot einen wichtigen Meilenstein als Teil unserer langfristigen Strategie, nachhaltige und besonders leistungsfähige Produkte für das Leben im Freien zu entwickeln“, erläutert Brian Thompson, VP Product Design and Development bei Marmot. „Wir sind sehr stolz darauf, ein Produkt anbieten zu können, das den höchsten Ansprüchen von Outdoor-Liebhabern genügt und das gleichzeitig unseren Partnern im Handel ein entscheidendes Alleinstellungsmerkmal an die Hand gibt. Wir sind davon überzeugt, dass diese Produktlinie der Maßstab für die Zukunft von Regenbekleidung sein wird."
Brian Thompson, Marmot VP Product Design and Development
Feinste Fasern erzeugen das wärmende Luftpolster.
Feinste Fasern erzeugen das wärmende Luftpolster.

Die intelligente Daune: Eco-Featherless-Isolierung

Auch an der Verwendung echter Daunen im Highend-Bereich zweifelt derzeit niemand ernsthaft – ihre Performance bei eisiger Kälte setzt nach wie vor Maßstäbe. Aber durch die Zusammenarbeit mit 3M ist es den Marmot-Technikern gelungen, die Leistung von 700 FP Daune zu imitieren. Eco Featherless besteht aus losen Synthetikfasern, die zwar miteinander verbunden sind, aber reichlich Luftraum zwischen den Faserelementen zirkulieren lassen.

Und da Luft bekanntlich hervorragend isoliert, macht sich Eco Featherless genau diesen Effekt zunutze. Eco Featherless ist die Weiterentwicklung der leistungsstarken und erfolgreichen Featherless-Isolierung und besteht zu 75 Prozent aus recyceltem Material. Nach Labortests kommt diese Kunstfaserisolierung an die thermische Leistung einer 700er Daune heran. Und auch in Sachen Bauschkraft sind die Leistungen daunenähnlich. Eco Featherless hat allerdings den entscheidenden Vorteil, dass das Material auch dann noch isoliert, wenn es nass geworden ist. Passiert das, bleibt der Körper also trotzdem warm und aktiv, während die Nässe sehr schnell wieder an die Außenluft abgegeben wird und das Material folglich äußerst schnell trocknet.

Das ist nämlich der große Nachteil der echten Daune: Ist sie einmal nass, geht die Isolierleistung in den Keller und das Trocknen dauert sehr lang. Eco Featherless ist übrigens auch Bluesign-zertifiziert, also vom in der Outdoorbranche angesehensten Nachhaltigkeits-Label, für ökologisch wertvoll befunden. Eco-Featherless-Jacken sind ähnlich wie die EvoDry-Kollektion im mittleren Preissegment eingruppiert – ab 250 Euro steht die neue Wärmetechnologie den Marmot-Kunden zur Verfügung.

Featherless von Marmot
Featherless hält die Wärme am Körper und leitet Feuchtigkeit nach außen.

Materialien für den Outdoormarkt der Zukunft

Marmot hat, wie einige andere Branchengrößen, die Zeichen der Zeit erkannt. PFC und Gänsedaunen werden auch in naher Zukunft unersetzbar bleiben, wenn es um eine Performance geht, die etwa bei einer Expedition in den Himalaya angesagt ist. Aber das Gros der Outdoor-Aktiven kommt nicht mal in den Grenzbereich, den beispielsweise die EvoDry-Technologie definiert. Die 20.000er Wassersäule ist vor allem dann üppig bemessen, wenn man zugrunde legt, dass aus wissenschaftlicher Sicht eine Jacke als wasserdicht gilt, die eine 4.000 Millimeter hohe Wassersäule aushält.

Ähnlich verhält es sich mit der Daune: Ihre Qualitäten bei Extremtemperaturen stehen außer Frage, nur wer verbringt schon im Alltag eine Nacht bei -40 Grad im Zelt? So beschreitet Marmot mit den neuen Technologien einen nachhaltigen Weg – Premiumbekleidung, die lange hält und eine Menge leistet, zu einem angemessenen Preis – das wird vermutlich viele Outdoorsportler überzeugen.

Dank Featherless-Technologie spürst Du die Wärme – nicht die Jacke.
Dank Featherless-Technologie spürst Du die Wärme – nicht die Jacke.
PFC – der Problemstoff mit den guten Eigenschaften
Unter PFCs werden per- und polyfluorierte Substanzen zusammengefasst, die in der Natur nicht vorkommen. Im Prinzip handelt es sich dabei um Kohlenstoff-Ketten, die auf natürliche Weise nicht abbaubar sind. Sie werden inzwischen überall auf der Erde, in der Luft, im Wasser und im Erdreich nachgewiesen und stehen unter dem Verdacht, krebserregend zu sein. Für ihre Verwendung gibt es allerdings gute Gründe. Sie sind nämlich hydrophob, weisen also Wasser und Schmutz zuverlässig ab – ein handfester Vorteil für die Funktionalität von Outdoorbekleidung. Unter anderem durch diverse Greenpeace-Aktionen sind PFCs ins gesellschaftliche Bewusstsein gerückt. Einige renommierte Outdoorhersteller haben reagiert und stellen bereits seit längerer Zeit PFC-freie Outdoorbekleidung her, die in puncto Performance immer näher an die Leistungsfähigkeit von PFC-imprägnierten Textilien herankommen.
ISPO.com Logo
Autor:
ISPO.com






Kommentare