Autor:
Lars Becker

Stars der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang: Anna Gasser, Snowboard-Freestyle

Snowboarderin Anna Gasser: Erfolg bei Big Air, Slopestyle und Sponsoren

Die Snowboarderin Anna Gasser ist nicht nur Weltmeisterin und Österreichs Sportlerin des Jahres 2017 – sie ist auch ein echter Social-Media-Star. Bei den Olympischen Spiele 2018 in Pyeongchang will sie Freestyle-Gold gewinnen.

Anna Gasser bei ihrem Big-Air-Weltcup-Sieg in Mailand
Anna Gasser bei ihrem Big-Air-Weltcup-Sieg in Mailand

Erste Snowboarderin wird Österreichs Sportlerin des Jahres

Die Snowboard-Queen Anna Gasser holt sich momentan eine Auszeichnung nach der anderen ab. Im Sommer erhielt sie den ESPY-Award für die "Beste weibliche Actionsportlerin". Als „Rider oft he Year“ ist sie auch gewählt worden – das ist der ultimative Ritterschlag in der Snowboard-Szene. 

Schließlich wurde sie auch als erste Snowboarderin der Geschichte zu Österreichs Sportlerin des Jahres 2017 gewählt. Auch das ist in dem traditionell vom alpinen Skisport und den erfolgreichen Skispringern medial dominierten Alpenland ein historischer Moment.

„In Österreich gilt fast die gesamte Aufmerksamkeit dem Skisport oder dem Fußball. Aber ich denke, dass mein Titel auch stellvertretend wichtig war. Speziell für andere Sportarten, die nicht so sehr im Rampenlicht stehen“, sagte sie danach in einem Interview.

Anna Gasser verbindet außergewöhnliche sportliche Action auf dem Brett mit jeder Menge Sex Appeal – und schreibt dazu noch jede Menge außergewöhnlicher Geschichten.

 

Erste Snowboaderin mit Double Cork 1080

Die hübsche Blondine ist ein Ausnahmetalent. Sie kam erst im Alter von 18 so richtig zum Snowboard, nachdem Gasser als junges Mädchen viel geturnt hat. „Ich habe eine neue Leidenschaft gesucht und mit dem Snowboarden die für mich perfekte gefunden“. In rasender Schnelle schaffte sie es, extreme Höchstschwierigkeiten zu erlernen. Im November 2013 stand sie als erste Frau den Cab Double Cork 900, einen doppelten Rückwärtssalto mit einer halben Drehung auf dem Snowboard.

Bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi wurde sie durch TV-Bilder weltberühmt, als sie nach gewonnener Qualifikation im Slopestyle-Wettbewerb wegen eines Missverständnisses mit dem Startrichter aus dem Starthaus kugelte. Eine Medaille gewann sie damals nicht, aber die Herzen der Menschen.

Umso mehr, als sie 2015 bei der Heim-WM im österreichischen Kreischberg Silber gewann, obwohl sie an einer Hand einen Gips trug. Der vergangene Winter war schließlich der erfolgreichste: Gasser gewann den Freestyle-Weltcup, wurde Weltmeisterin im Big Air mit der von der Höchstpunktzahl 100 belohnten Premiere des Double Cork 1080 und gewann bei den X-Games Gold im Slopestyle. In diesem Jahr ist sie in Pyeongchang haushohe Favoritin.

Anna Gasser bei Facebook und Instagram

Neben all diesen außergewöhnlichen Leistungen auf dem Snowboard glänzt die 26 Jahre alte Frau auch in der Selbstvermarktung. Ob bei einem Unterwäsche-Shooting oder im Bikini auf dem See – Gasser ist eine Augenweide. 

Das finden auch ihre Social-Media-Fans bei Instagram und Facebook

Instagramüber 166.000 Follower 

Facebook: etwa 81.000 Likes

Sie ist dort die weltweit anerkannte Königin der Snowboarderinnen. Und weiß auch ihre Sponsoren mit Toppartner Red Bull an der Spitze immer mit einem Lächeln in Szene zu setzen.

Gassers Sponsoren: Mini, Red Bull, Burton, Absolut Park, Blue Tomato, Love Distribution

Sie ist große Werbeträgerin von Snowboard-Ausrüster Burton, wirbt für Mini, Absolut Park, Love Distribution oder blue-tomato.com. Dementsprechend ist sie auch die Großverdienerin der Snowboard-Szene – und ist mit ihren sechsstelligen Einnahmen auf der Aufholjagd zu Alpin-Stars wie ihrem berühmten Landsmann Marcel Hirscher oder Lindsey Vonn.

Das Preisgeld in den Alpin-Wettbewerben im Weltcup ist freilich immer noch um ein Vielfaches höher als im Snowboard-Bereich. Trotzdem ist Anna Gasser auf dem besten Weg, ihrer Action-Sportart endgültig zum Durchbruch zu verhelfen. Ihr nächstes großes Ziel trotz einer Fersenverletzung im Dezember, die sie zu einer Pause zwang: Olympia-Gold in Südkorea.

Anna Gasser: „Snowboarden muss einfach Leidenschaft sein"

Der Weg zu den ihren spektakulären Sprüngen ist oft schmerzhaft. „Besonders beim Backside Double Cork 1080 bin ich oft gestürzt. Als ich ihn vor ein paar Jahren das erste Mal probiert habe, habe ich mir gleich das Sprunggelenk gebrochen. Beim zweiten Versuch habe ich mir eine Genickverletzung zugezogen“, sagte sie laola1.at.

„Danach habe ich mir gedacht: Das wird nichts mehr. Aber ich bin es dann langsamer angegangen und habe den Sprung erst voll durchgezogen, als ich mir zu 100 Prozent sicher war, dass er funktioniert. Wenn ich mit Schmerzen im Schnee liege denke ich als erstes daran, wann ich wieder Snowboarden kann. Das muss einfach Leidenschaft sein."

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Lars Becker
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