Autor:
Lars Becker

Gehalt, Follower, Sponsoren von CR7

Cristiano Ronaldo unter Vergewaltigungsverdacht: Nike und EA alarmiert

Weltstar Cristiano Ronaldo ist einer der bestbezahlten Sportler des Planeten und der Social-Media-König im Fußball. Zu seinem Reich gehören potente Sponsoren wie Nike, Tag Heuer oder Herbalife Nutrition, aber auch Cristiano Jr und seine Familie. Nun jedoch rückt der Verdacht auf Vergewaltigung CR7 in ein anderes Licht.

Cristiano Ronaldo wechselte im Sommer 2018 zu Juventus Turin.
Cristiano Ronaldo wechselte im Sommer 2018 zu Juventus Turin.

Als Sportler ist Cristiano Ronaldo über jeden Zweifel erhaben. Auch seine illegalen Steuertricks konnten dem Superstar und seinem Image wenig anhaben. Nun jedoch braut sich Unheil über dem Portugiesen zusammen. Eine einstige Party-Bekanntschaft bezichtigt Cristiano Ronaldo der Vergewaltigung. Der Vorfall soll sich 2009 in Las Vegas zugetragen haben. Die örtlichen Polizeibehörden haben Ermittlungen in dem Fall wieder aufgenommen.

Ronaldo selbst bestreitet die Vorwürfe zwar, hat sich für die restlichen Länderspiele des Kalenderjahres jedoch vom portugiesischen Nationalmannschaftskader ausschließen lassen. Von seinem neuen Verein Juventus Turin erhält Ronaldo umstrittenen Rückhalt. Selbst wenn sich die Vorwürfe bewahrheiten sollten, ändere das nichts an Ronaldos Dasein als geschätzter und professioneller Spieler von Juventus. 

Juventus Turin feiert Viral-Hit mit Ronaldo-Post

Anders sehen das zwei seiner wichtigsten Sponsoren: Nike zeigte sich besorgt über die Vorwürfe gegen Ronaldo: „Wir sind tief besorgt über die verstörenden Anschuldigungen und wir werden die Situation sehr genau verfolgen“, so das Unternehmen. Derzeit steht der US-Konzern zu seinem Werbe-Zugpferd. Sollten sich der Verdacht gegen CR7 jedoch erhärten, könnten Konsequenzen auch von Seiten Nikes folgen.

Ronaldo arbeitet seit 2003 mit Nike zusammen. Erst 2016 schlossen beide Seiten einen Marketing-Vertrag im Wert von 868 Millionen Euro ab.

Auch das Videospielunternehmen Electronic Arts ist ein Partner Ronaldos und äußerte sich besorgt: „Wir haben die besorgniserregenden Berichte gelesen, die die Vorwürfe gegen Cristiano Ronaldo detailliert beschreiben. Wir beobachten die Situation genau, weil wir von Cover-Sportlern und Botschaftern erwarten, dass sie sich so verhalten, wie es mit den Werten von EA vereinbar ist.“

Ronaldo ist Werbeträger und Coverstar der erfolgreichen Videospielreihe FIFA.

 

Wie reagieren weitere Sponsoren?

So oder so führte Ronaldo bereits 2017 die Forbes-Liste mit Gesamteinkünften von mindestens 80 Millionen Euro vor US-Basketballstar LeBron James (73,5) und seinem Fußball-Rivalen Lionel Messi (68,5) an. Fußball ist für Ronaldo nur ein Nebengeschäft, der Rest sind Werbeeinkünfte – und die sind nach den jüngsten Vorwürfen fraglicher denn je? Der Portugiese hat sogar diverse CR7-Firmen, z. B. für Unterwäsche und eine Schuh-Marke.

Weitere Partner sind laut Ronaldos Homepage: Pestana Hotel Group, Herbalife Nutrition, Clear Paris, Tag Heuer, Pokerstars.com, Abbott und diverse Vermarktungsfirmen. Fiat soll in Folge des Wechsels nach Turin hinzukommen.

Clear Paris aktiviert seine Fans zum Beispiel mit dem ersten voll autorisierten Film über den Superstar. Der Flughafen und ein Hotel auf Ronaldos Heimatinsel Madeira sind zudem nach dem Fußballer benannt.

CR7 hat fast 120 Millionen mehr Social-Media-Fans als Verfolger Neymar

Seine Partner wissen genau, was sie tun: Ronaldo ist in den sozialen Medien einer der Topstars der Welt, jeder Post hat laut Forbes einen Werbewert von etwa 1,5 Millionen Euro.

Kein Wunder bei knapp 127 Millionen Followern bei Instagram, über 122 Millionen Likes bei Facebook und 73 Millionen Fans bei Twitter. Mit kumuliert 322,7 Millionen Followern führt er das Social-Media-Ranking der WM-Teilnehmer deutlich an. CR7 hat fast 120 Millionen mehr Social-Media-Fans als der zweitbeste Fußballer Neymar.

Russland könnte Ronaldos letzte WM-Chance sein

Ronaldos Gesamtvermögen wird auf 350 Millionen Euro geschätzt. Wie viele Fußballer hat er ein Steuerproblem. Laut „Bild“ will er das mit einer Zahlung von 14 Millionen Euro an die Justiz beheben. Peanuts für Ronaldo, der seine Karriere noch mindestens acht Jahre fortsetzen will. „Ich habe ein biologisches Alter von 23“, verkündete Ronaldo im Vorfeld der WM. Die Titelkämpfe in Russland könnten dennoch trotzdem schon seine letzte Chance sein, den ersehnten Weltmeistertitel zur Komplettierung seiner Sammlung zu gewinnen.

Vor ein paar Monaten ist Ronaldo zudem zum vierten Mal Vater geworden. Seine Freundin Georgina Rodriguez (23) brachte die Tochter Alana Martina zur Welt. Sie ist das erste Kind des 33-Jährigen Ronaldo, dessen Mutter offiziell bekannt ist. Die inzwischen knapp einjährigen Zwillinge Eva und Mateo wurden von einer Leihmutter auf die Welt gebracht. Genau wie Sohn Cristiano Jr. (geboren 2010), der mit für sein Alter unglaublichen Tricks Hoffnungen auf eine große Fußball-Karriere macht.

Bei Instagram präsentierte Papa Ronaldo die drei jüngsten Mitglieder des Ronaldo-Clans jüngst samt seiner müden Freundin. „Ich will nicht verheimlichen, dass alles ein bisschen anders ist. Es gibt etwas mehr Unordnung zu Hause. Und auch mehr Lärm. Aber ich liebe das“, sagte Ronaldo zu seinem imposanten Familienzuwachs im letzten Jahr.

 

Fünfmal hat Ronaldo den „Ballon d'Or“ gewonnen

Seine Freundin will angeblich nach eigener Aussage keine weiteren Kinder mehr, was dem Superstar gar nicht schmecken dürfte. Der möchte nämlich sieben Kinder. „Genau. Das ist meine Fetischzahl“, sagte Ronaldo der „L’Equipe“. Schließlich hat der Mann mit der Rückennummer 7 das Label „CR7“ zu einer Weltmarke gemacht. Deshalb möchte er auch sieben Mal den „Ballon d'Or“ gewinnen, der jährlich für den besten Fußballer der Welt vergeben wird. In den letzten zwei Jahren hatte Ronaldo die Auszeichnung jeweils erhalten, er steht bei fünf goldenen Weltfußballer-Bällen.

Der 33-Jährige wird nicht nur wegen seiner über 650 Tore für Weltvereine wie Manchester United und Real Madrid sowie das portugiesische Nationalteam zu den besten Kickern aller Zeiten gezählt. Zu seiner imposanten Sammlung von 25 großen Titeln zählen unter anderem fünf Champions-League-Siege und der EM-Gewinn 2016 mit Portugal. Seine Erfolge und sein extrovertiertes Wesen haben Ronaldo zum Topverdiener der gesamten Sport-Welt gemacht.

Die Stars der WM 2018 im Portrait

Autor:
Lars Becker
Kommentare




Sportbusiness
Storys, News, Ratgeber und Hintergründe aus der Welt des Sportbusiness lesen Sie hier.