7

Days, 7 Good News: Ironman Finisher mit Downsyndrom und Frauen in Saudi-Arabien, die heimlich durch Poledance rebellieren

LISTICLE | 13.10.2022
Bild mit der Aufschrift Good News
Autor:
Sarina Scharpf

Wir finden: Hin und wieder braucht es gute News. Vor allem aus dem Sport. In unseren Good News servieren wir dir jede Woche sieben Nachrichten, die unser – und hoffentlich auch dein – Sportlerherz höher schlagen lassen. Weil die News Spaß machen. Zukunftsweisend sind. Weil sie neue Tendenzen zeigen. Weil sie eine Prise Absurdität in einer viel zu ernsten Welt streuen. Oder weil sie einfach nur Freude bringen. Hauptsache gute Laune, das ist unser Motto in diesem News-Format. Und wir legen auch gleich los mit einem Fußballer, der mit seinen Stammzellen Leben rettet, dem ersten Ironman Finisher mit Downsyndrom und Frauen in Saudi-Arabien, die heimlich durch Poledance rebellieren.

1

Besser als Tiger Woods

Steiler Aufstieg für Joo-Hyung Kim! Der junge Golfer gewann mit gerade mal 20 Jahren seinen bereits zweiten PGA-Titel in Las Vegas. Zuletzt schaffte nur ein anderer junger Golfer einen solchen Erfolg: 1996 siegte Tiger Woods kurz vor seinem 21. Geburtstag. Der Südkoreaner Kim ist damit sogar sechs Monate jünger als sein Idol beim Erreichen seiner Wegmarke. Entsprechend euphorisch postete er ein Foto mit Woods und der Unterschrift „Träume werden wahr“.

2

Sensationelles Silber

Diese Tischtennis-Truppe ist eine Sensation: Eigentlich waren Dang Qiu, Benedikt Duda und Kay Stumper nur als zweite Wahl für Deutschland bei der Weltmeisterschaft in Chengdu angetreten, nachdem die deutschen Stars Timo Boll und Dimitrij Ovtcharov ausgefallen waren. Dass die Mannschaft von Bundestrainer Jörg Roßkopf es ins Finale gegen China schaffen würde, hatte kein Experte erwartet. Dort setzte es dann zwar eine klare Pleite, aber wie sagte Roßkopf: „Dieses Silber glänzt wie Gold.“ Wahnsinnsleistung, Jungs!

3

Inklusions-Inspiration

Was für eine Inspiration für Menschen mit Handicap auf der ganzen Welt: Chris Nikic hat als erster Mensch mit Down-Syndrom den Ironman auf Hawaii geschafft. 16 Stunden, 31 Minuten und 27 Sekunden benötigte der 23-jährige US-Amerikaner, bis er unter Jubel tausender Fans das Ziel erreichte. Er habe sich einen Traum erfüllt, sagte Nikic. Wer Hawaii schaffe, könne „auch alles andere“ im Leben schaffen.

4

Stammzellen statt Stammplatz

Fußballer fallen immer wieder wegen Verletzungen aus, doch dieser Fußballer fällt aus, weil er Leben retten will. Marcel Franke, Verteidiger von Zweitligist Karlsruher SC, meldete sich für eine Stammzellenspende bei seinem Arbeitgeber krank. Der 29 Jahre alte Familienvater hatte sich schon vor einiger Zeit typisieren lassen. Kürzlich kam der Anruf, dass seine Stammzellen „perfekt übereinstimmen“ mit einem erkrankten Menschen. „Es ist ein gutes Gefühl, jemandem hoffentlich das Leben retten zu können“, sagt Franke.

5

Der Saubermann einer schmutzigen Sportart

Der Baseball hat einen umjubelten Saubermann: Outfielder Aaron Judge von den New York Yankees brach gerade einen 61 Jahre alten Homerun-Rekord. Das Besondere bei Judge: Alles spricht dafür, dass es bei dem 30-Jährigen mit rechten Dingen zugeht. Denn in den Rekordlisten des Baseball gibt es noch immer einige bessere als den New Yorker. Die, die vor ihm stehen, haben aber alle erwiesenermaßen gedopt. Wir sagen: Junge, bleib sauber!

6

Selbstbewusstsein hinter verschlossener Tür

Es macht glücklich, stärkt den Körper und das Selbstbewusstsein.” Das sind die Worte von Nada, einer Pole Dancerin. Nichts Besonderes? Oh doch, denn Nada übt den Sport in Saudi-Arabien aus, einem Land, das bekannt für seine Menschenrechtsverletzungen und streng muslimisch geprägt ist. Doch nachdem endlich eine Frauenfußballmannschaft für Saudi-Arabien aufgestellt wurde, scheint nun ein weiterer Lichtblick am Horizont, denn zumindest hinter den Türen der insgesamt nur drei Poledance-Studios dürfen die Frauen ihren Körper mit all seiner Sinnlichkeit lieben und schätzen.

7

Auf Pilzen über die Wellen

Schluss mit toxischen Kunststoffbrettern im tobenden Meer, bald werden die Wellen auf Pilzen geritten. Peer Kohlmorgen von Morgenshapes hat die Magie von Pilzmyzele entdeckt, um umweltfreundliche Surfbretter zu bauen. Noch stehen die Pilz-Boards am Anfang ihrer Entwicklungsreise, doch machen sie Hoffnung auf eine baldige biobasierte Alternative. Denn die Pilzmyzele hat nicht nur ähnlich attraktive Eigenschaften wie Plastik, die Zucht eines Pilzboards ist noch dazu umweltschonend, flexibel und dauert gerade mal fünf Tage.

Artikel teilen
Autor:
Sarina Scharpf
Themen dieses Artikels