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E-Lastenräder: perfekte Fahrzeuge für den Alltag

LISTICLE | 06.08.2021
Autor:
Jens Vögele

Lastenräder spielen eine wichtige Rolle bei der Mobilitätswende. Sie bieten die Möglichkeit, urbanes Leben ohne Auto zu organisieren, den Einkauf im Baumarkt oder beim Getränkehändler zu erledigen oder einfach nur die Kids spazieren zu fahren. ISPO.com zeigt die spannendsten E-Lastenräder des Jahres.

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Larry vs Harry: E-Bullitt

Die Vornamen der Gründer Lars Malmborg und Hans Fogh stehen für die Kopenhagener Firma Larry vs. Harry, die die äußerst angesagten Bullitt-Lastenräder herstellt. 2007 – damals noch ohne Motor _ entstand das erste Modell auf Basis eines „Long Johns“ – mit einer tiefliegenden Ladefläche zwischen Lenker und Vorderrad. Larry und Harry versprechen, langlebige Räder zu bauen, die einerseits wendig und andererseits vor allem mit E-Unterstützung alles andere als schwerfällig sind. Zwei Shimano-Antriebe stehen mit Reichweiten von bis zu 100 km zur Auswahl, zudem können die Bullits für vielfältige Einsatzbereiche konfiguriert und mit bis zu 100 kg beladen werden.

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Bergamont: E-Cargoville Bakery

Bergamonts E-Cargoville Bakery sieht eigentlich nicht so aus, wie man sich ein E-Lastenrad vorstellt. Ein komfortabler Tiefeinsteigerrahmen kombiniert mit zwei Gepäckträgern machen eher den Eindruck eines Citybikes. Dabei kann das Cargoville Bakery deutlich mehr als nur die Einkäufe vom Bäcker zu transportieren. Das Trägersystem vorne und hinten ist vielseitig erweiterbar – so lassen sich zum Beispiel auf dem Frontträger mit den entsprechenden Körben die Einkäufe transportieren, während sich hinten ein Kindersitz montieren lässt. Bis zu 160 Kilo Gesamtgewicht verträgt das Rad – das wegen seiner Größe nur wenig Platz in Garage oder Keller einnimmt und sich auch ganz ohne Gepäck für eine Ausfahrt ins Café oder in den Biergarten eignet.

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Riese und Müller: Load 75

Riese und Müller steht wie wahrscheinlich kein zweiter Hersteller für ausgeklügelte Technik, Liebe zum Detail, höchste Qualität und einzigartige Funktionalität. So wurde zum Beispiel das „Birdy“ einst zum Inbegriff des Faltrades – und auch bei den E-Bikes setzt der Fahrradhersteller aus Hessen Maßstäbe. Das Load 75 ist das größte Modell von Riese und Müller – und kombiniert – mit Vollfederung und riesiger Ladefläche – Fahrspaß mit größtmöglicher Flexibilität. Mit dem winkel- und höhenverstellbaren Vorbau lässt sich die Geometrie mit wenigen Handgriffen an verschiedene Fahrer anpassen. Und auch die Ladefläche ist äußerst vielseitig einsetzbar: Bis zu einem Gesamtgewicht von 200 Kilo ist das Load 75 belastbar und taugt auch perfekt als Familienkutsche, mit der sich bis zu drei Kinder sicher transportieren lassen.

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Cube: Cargo Hybrid

Cube gehört zu den größten Fahrradherstellern in Deutschland und hat sich damit auch im sportiven Segment einen ausgezeichneten Ruf erarbeitet. Technologisch immer auf der Höhe, gehören Cube-Bikes zu den besten in Bezug auf das Preis-Leistungsverhältnis. Das gilt auch für das E-Lastenrad Cargo Hybrid. Es ist wahlweise mit stufenloser Nabenschaltung oder Zehngang-Kettenschaltung erhältlich — entweder mit einem Akku oder zwei. Mit zwei Akkus treiben 1000 Wattstunden den Bosch Cargo Line-Motor der vierten Generation an. Doch damit genug der Unterschiede: Alle Modelle haben gemeinsam, dass sich die Transportbox mit durchdachtem Zubehör vielseitig einsetzen lässt – inklusive Fahrer darf das Cargo Hybrid mit 170 Kilo beladen werden.

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Portus: Compact Cargo Karl

„Lastenräder werden die Welt retten“, schreiben die Macher der Marke Portus auf ihrer Homepage. Bis es soweit ist, wird es wohl noch eine Weile dauern – heute allerdings trägt die Manufaktur aus Baden-Württemberg schon ihren Teil dazu bei. Das Compact Cargo Karl entsteht in liebevoller Handarbeit, die Portus-Schmiede produziert ihre Stahlrahmen selbst und montiert alle Komponenten in ihrer eigenen Werkstatt. Heraus kommt dabei ein Rad, auf dessen Frontträger sich zum Beispiel zwei Getränkekisten transportieren lassen, während hinten der Nachwuchs komfortabel und sicher mitfährt. Erhältlich ist das Compact Cargo Karl mit Boschs Gen4 CX-Motor, Federgabel und wahlweise mit Kettenschaltung, automatischer Nabenschaltung oder Rohloff-Getriebenabe – und optional auch mit Stollenreifen. Die einfache Begründung der Portus-Macher: „Was in der Stadt funktioniert, geht auch im Gelände.“

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HNF Nicolai: CD1

HNF Nicolai will mit seinem E-Lastenrad die Transportmöglichkeiten eines Autos mit der Wendigkeit eines Fahrrades verbinden. Wie das gelingt? Einerseits mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 280 Kilo – und damit mehr als bei den meisten anderen Modellen auf dem Markt – und andererseits mit drei Rädern, die sich per Neigetechnik in die Kurven legen. Das Cargobike von HNF Nicolai ist mit zwei verschiedenen Radständen und Ladeflächenlängen erhältlich und lässt sich flexibel konfigurieren. Angetrieben wird das Trike vom kraftvollen Bosch-CX-Motor mit Enviolo-Automatik-Nabe. Gates Carbon Drive ersetzt zudem Kette, Kettenblätter und Ritzel und soll rund vier Mal länger durchhalten — ganz ohne Wartungsaufwand.

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Convercycle: Electric

Lastenräder sind sperrig und unhandlich? Nicht bei Convercycle, wo in Frankfurt und Offenbach ein Team aus Produktdesignern, Ingenieuren und Projektmanagern ein Fahrrad entwickelt hat, das beides zugleich ist: City- und Lastenrad. Wie das geht? Ohne Werkzeug lässt sich das Hinterrad im Handumdrehen ausklappen, wodurch eine großzügige Ladefläche entsteht, die bis zu einem Gesamtgewicht von 180 Kilo belastet werden darf. Einkäufe, Getränkekisten oder Sportausrüstung lassen sich damit problemlos transportieren. Und ohne Last fährt sich das Convercycle mit Frontantrieb wendig durch die Stadt, lässt sich einfach im Keller verstauen und findet ohne Stress Platz in Bus und Bahn.

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Kettler: Familiano

Mit einer Familienkutsche der ganz anderen Art sorgt Kettler mit dem Familiano L-N für Aufsehen. Kleine 20-Zoll-Laufräder und extralanger Gepäckträger: So ist es mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 180 Kilo extrem belastbar sowie agil und ganz nebenbei auch ein Blickfang neben all den üppigen Lastenrädern. Und mit dem optionalen Zusatzakku mit 1000 Wattstunden auch äußerst ausdauernd. Auf dem Heckträger finden zwei Kindersitze Platz, die Einkäufe können dann auf dem optionalen Frontträger transportiert werden. Voluminöse Reifen sorgen für Komfort ohne serviceintensive Federelemente, die stufenlose Getriebenabe beschert ein intuitives Fahrgefühl. Wem das alles zu üppig ist: Das Familiano gibt’s auch als kurze C-Variante – entweder mit Zehnfach-Ketten- oder mit Nabenschaltung. Auf den Heckträger passen dann immer noch zwei Wasserkisten, aber nur noch ein Kindersitz.

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Jens Vögele
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