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Days, 7 Good News: David Göttler auf dem Mount Everest, nachhaltige Olympische Spiele & Ironman-Gewinnerin Daniela Ryf

LISTICLE | 25.05.2022
Bild mit der Aufschrift Good News
Autor:
Antonia Wille

Wir finden: Hin und wieder braucht es gute News. Vor allem aus dem Sport. In unseren Good News servieren wir dir jede Woche sieben Nachrichten, die unser – und hoffentlich auch dein – Sportlerherz höher schlagen lassen. Weil die News Spaß machen. Zukunftsweisend sind. Weil sie neue Tendenzen zeigen. Weil sie eine Prise Absurdität in einer viel zu ernsten Welt streuen. Oder weil sie einfach nur Freude bringen. Hauptsache gute Laune, das ist unser Motto in diesem News-Format. Und wir legen auch gleich los.

Mit einem (nachträglichen) Rekord im Wellenreiten, einem Mount-Everest-Besteiger ohne Begleitung und Sauerstoffflasche und einer Werbung für die Special Olympics 2022.

1

Sebastian Streudtner bekommt nachträglich den Rekord im Wellenreiten

Sebastian Steudtner surfte im Oktober 2020 in Nazaré in Portugal eine besondere Welle - und schon währenddessen war ihm instinktiv klar, was er da geschafft hatte. „Man kann es ein bisschen daran erkennen, wie dunkel die Welle ist. Je dunkler, desto mehr Power hat die Welle. Also ich wusste sofort, dass es etwas Krasses wird”, sagte er der Bild-Zeitung. Jetzt ist es bestätigt: Ganze 26,21 Meter hoch war die Welle damals - so hoch, wie ein kleines Hochhaus und damit ein Rekord im Wellenreiten! Das Warten hat sich also gelohnt und wir gratulieren quasi nachträglich.

2

(Breiten)sport soll ins Grundgesetz

Was auf Papier steht, schafft es nicht immer in die Umsetzung. Aber mit dem Eckpunktepapier des Deutschen Olympischen Sportbunds ist zumindest die Voraussetzung dafür geschaffen worden, Sport, Bewegung und Leistungssport ins Grundgesetz zu bringen. Und diesem Bereich damit eine besondere Bedeutung zu geben. Ein wichtiges Signal außerdem an den Bund: Neben dem Spitzensport darf auch der Breitensport nicht zu kurz kommen. Dafür soll zum Beispiel ein/e Staatsminister/in für Sport sorgen. Finden wir gut und drücken die Daumen, dass es nicht nur beim Papier bleibt.

3

Daniela Ryf zeigt, dass neben Leistungssport Platz für Privates ist

Daniela Ryf gewann vor zwei Wochen ihren fünften Ironman-Titel. Und bisher kannte die Öffentlichkeit auch nur diese Seite von ihr - die Extremsportlerin, die durchzieht und alle Konkurrenz ausschaltet. „Eine Zeitlang hat es mir durchaus geholfen, dass die Konkurrenz dachte, ich sei eine Maschine“, sagte sie der „Neuen Zürcher Zeitung“. Jetzt aber äußert sich Daniela Ryf zu deutlich persönlicheren Themen wie die Vereinbarkeit des Leistungssports mit ihrem Privatleben und Veränderungen ihrer Sexualität. Generell möchte sie zeigen, dass auch Athlet*innen neben dem Sport ihr Leben genießen möchten und können - wie eben alle anderen auch. Und genau diese Offenheit ist für uns eine Good News.

4

Malaika Mihambos spektakulärer Saisonauftakt

Leichtathletinnen aufgepasst, Malaika Mihambo ist zurück. Letztes Jahr gewann sie bereits Olympia-Gold im Weitsprung. Dieses Jahr startet sie direkt in Birmingham mit einem 7,09-Meter-Sprung - das ist noch einmal weiter als im Gewinnerjahr. Und sie ist positiv, dass das noch nicht alles war: „Ich glaube, da ist auf jeden Fall noch mehr drin“, sagte die 28-Jährige. Uns zeigt das, dass sie top in Form ist und dass wir uns auf die Europa- und Weltmeisterschaft mit ihr freuen dürfen.

5

Mehr Aufmerksamkeit für die Special Olympics

Vor dem DFB-Pokalfinale haben Athletin Juliane Rößler und Botschafter Robert Herberg noch einmal Werbung für ein Sportevent gemacht, das noch mehr Aufmerksamkeit verdient: die Special Olympics vom 19. bis zum 24. Juni in Berlin. Daran nehmen mehr als 4000 Athlet*innen mit geistiger oder Mehrfachbehinderung teil. Dazu wurde beim Pokalfinale im Olympiastadion in Berlin schon einmal die brennende Fackel präsentiert - und wir sind gespannt, welche Rekorde uns dieses Jahr bei den Special Olympics erwarten werden.

6

Olympia ist nachhaltiger als gedacht

Ein Kritikpunkt an Olympia war bisher immer die Ressourcenverschwendung für Stadien, die nur für diesen Zweck gebaut wurden und nach den Spielen verfallen. Mit einer Studie zeigte das Internationale Olympische Komitee (IOC) jetzt aber, dass das so nicht stimmt: 85 Prozent aller permanenten Sportstätten werden weiterhin für Sport genutzt. Und in Rio de Janeiro, das bisher als krassestes Beispiel die fehlende Nachhaltigkeit gesehen wurde, sind es sogar 93 Prozent. Untersucht wurden 817 Arenen und 106 temporäre Sportstätten angefangen von den Spielen in Athen 1896 bis hin zu Pyeonchang 2018. Das sind für uns eindeutig Good News!

7

David Göttler gibt nicht auf und schafft den Mount Everest

Zweimal musste David Göttler seine Mount-Everest-Besteigung abbrechen, aber beim dritten Versuch hat er es geschafft - und das alleine und ohne Sauerstoff, was ihn noch einmal abhebt von allen anderen Besteigern. Wartezeiten konnte er sich nicht leisten, deshalb musste er erst die kommerziellen Expeditionen mit Sauerstoffflaschen vorlassen, um schließlich freie Bahn zu haben. Glückwunsch zu dieser außergewöhnlichen Leistung!

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Antonia Wille

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