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Days, 7 Good News: All eyes on women - bei der EM, auf dem Court, beim Hochseesegeln

LISTICLE | 06.07.2022
Bild mit der Aufschrift Good News
Autor:
Antonia Wille

Wir finden: Hin und wieder braucht es gute News. Vor allem aus dem Sport. In unseren Good News servieren wir dir jede Woche sieben Nachrichten, die unser – und hoffentlich auch dein – Sportlerherz höher schlagen lassen. Weil die News Spaß machen. Zukunftsweisend sind. Weil sie neue Tendenzen zeigen. Weil sie eine Prise Absurdität in einer viel zu ernsten Welt streuen. Oder weil sie einfach nur Freude bringen. Hauptsache gute Laune, das ist unser Motto in diesem News-Format. 

Und wir legen auch gleich los: Mit der Frauenfußball-EM 2022, die größer denn je wird, einer extrem guten Verliererin und einer ehemaligen Olympionikin, die ihren Traum von der Weltumseglung wahr macht.

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Joseph Heß’ Wahnsinns-Rhein-Rekord

Einmal den Rhein entlang, über 1.200 Kilometer. Von der Quelle bis zur Mündung in die Nordsee, und das nur durch Körperkraft. Joseph Heß schwamm diese Strecke in nur 25 Tagen - so schnell, wie noch keiner vor ihm. Dabei war er rund zehn Stunden am Tag im Wasser, für Nicht-Langstreckenschwimmer absolut undenkbar. Auch ein Magen-Darm-Infekt, ein defektes Begleitboot und der dichte Schiffsverkehr in den Niederlanden konnten ihn nicht stoppen. Ein Wirtschaftsingenieur holt den Rhein-Rekord, lieben wir!

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Größer denn je: Frauenfußball-EM 2022

Endlich gibt’s mehr Aufmerksamkeit für den Frauenfußball! Erste wichtige Veränderungen: Beim Gehalt für die Spielerinnen gibt es Verbesserungen. Und die Fans tragen den Wandel mit, denn es wurden schon über 500.000 Tickets für die Europameisterschaft verkauft: Mehr als doppelt so viele wie bei der EM 2017, der bisherige Rekord. Nadine Keßler, früher selbst Fußballerin, jetzt Funktionärin, hat große Erwartungen an das Turnier: „Wir wollen zeigen, wie weit der Frauenfußball in Europa gekommen ist, warum viele Spielerinnen heutzutage hier spielen, um eine professionelle Karriere anzustreben“, sagte sie im „Elfen”-Interview. Let’s go, Frauenfußball-EM 2022, wenn das mal kein starkes Signal ist!

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Alicia Schmidt darf zur Leichtathletik-WM in die USA

Alicia Schmidt kennt man nicht nur von der Tartanbahn, sondern auch von Instagram: Sie ist mit mehr als drei Millionen Followern wohl die bekannteste Leichtathletin auf der Plattform. Jetzt ist die 23-Jährige für die Weltmeisterschaft in den USA und die Europameisterschaft danach in München nominiert. „Ich habe mir in den vergangenen Monaten den Hintern aufgerissen und bin so glücklich, dass sich die harte Arbeit auszahlt“, schrieb sie bei Insta zur WM-Nominierung. Wir hoffen, dass sich ihre harte Arbeit auch in den Ergebnissen zeigt und drücken die Daumen!

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Alicia Barnett zum Tabuthema Periode

Über die Periode redet man nicht gerne, auch nicht im Sport. Alicia Barnett bricht jetzt damit, indem sie das weiße Tennis-Dress beim Wimbledon kritisiert. An sich findet sie den Brauch toll. Aber: „Während der Spiele die Periode zu haben, ist schwierig genug, aber dann weiß zu tragen, ist nicht einfach“, sagte sie der britischen Nachrichtenagentur PA. Das möchte sie nicht für sich behalten. „Warum sollten wir uns scheuen, darüber zu sprechen? Ich weiß, dass Männer sich nicht scheuen, über viele Dinge zu sprechen.“ Dafür gebührt ihr in unseren Augen absoluter Respekt!

5

UEFA gegen Online-Hetze

Eine Good News ist auch die „Real Scars”-Kampagne der UEFA gegen Mobbing und Beleidigungen in sozialen Medien. Sie soll auf die verheerenden Auswirkungen von Online-Hetze auf Spieler*innen, Trainer*innen und Funktionär*innen aufmerksam machen. „Cybermobbing hinterlässt reale Narben, insbesondere, wenn die
Menschen, denen die Beschimpfungen gelten, ohnehin psychisch labil sind. Wenn du etwas in den sozialen Medien sagst, weißt du nicht, wie schmerzhaft es ist oder welche Folgen es haben kann“, so die französische Nationalspielerin Wendie Renard, die die Kampagne unterstützt.

6

Susann Beuckes Traum von einer Weltumrundung wird wahr

Von einer kleinen Jolle zum Hochseesegeln - Susann Beucke verabschiedete sich vom olympischen Leistungssport und möchte raus aufs offene Meer. Und dann gleich an der legendären Vendée-Globe-Regatta teilnehmen: In 80 Tagen um die Welt. Eine komplette Umstellung für sie. Und ein Signal für alle Frauen, über sich hinauszuwachsen, dazu rief sie die Kampagne „this race is female” ins Leben. Denn Beucke lebt mit der Teilnahme an der Vendée Globe einen Mädchentraum aus: „Als ich mit zwölf Jahren das Buch von Ellen MacArthur gelesen habe, war ich so inspiriert, dass ich wusste, ich möchte auch mal Hochseeseglerin werden“, sagte Beucke der „taz“. Wir drücken ihr die Daumen, dass alles glatt geht.

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Jule Niemann macht das beste aus ihrer Niederlage im Tennis

Über Jule Niemann und ihren rasanten Aufstieg in der Tennis-Welt hatten wir schon in unserer Jahresvorschau berichtet. Und diese letzten Good News gebühren auch Niemann. Zwar unterlag sie im Wimbledon-Viertelfinale ihrer Kollegin Tatjana Maria. Aber sie ging nicht wütend oder frustriert vom Platz, sondern mit ihren Händen zum Herz geformt, um sich beim Publikum für den Support der letzten Wochen zu bedanken. Und gratulierte herzlich Tatjana Maria, der sie den Sieg von Herzen gönnt - weil diese ihr wirklich keine Chance ließ und neben ihrem Training noch für ihre zwei Kinder da ist. Und vielleicht sehen wir nächstes Jahr Niemann auf dem Treppchen.

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Antonia Wille
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