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7 Days, 7 Good News: Bärtiger Schutz, Frauenpower und Mini-Fan

LISTICLE | 01.12.2021
Autor:
Antonia Wille

Wir finden: Hin und wieder braucht es gute News. Vor allem aus dem Sport. In unseren Good News servieren wir dir jede Woche sieben Nachrichten, die unser – und hoffentlich auch dein – Sportlerherz höher schlagen lassen. Weil die News Spaß machen. Zukunftsweisend sind. Weil sie neue Tendenzen zeigen. Weil sie eine Prise Absurdität in einer viel zu ernsten Welt streuen. Oder weil sie einfach nur Freude bringen. Hauptsache gute Laune, das ist unser Motto in diesem News-Format. Und wir legen auch gleich los. Mit dem „dollen“ Timo Boll, einem Bart als Quallenschutz, und mit weiblicher Weltklasse versus männlicher Motzerei beim „Ballon dOr“.

1

Je oller, desto Boll

Je oller, desto Boll, sagen wir wohl demnächst als Sprichwort. Denn „doller“ als das, was Timo Boll bei der Tischtennis-Weltmeisterschaft an der Platte gezeigt hat, geht es kaum noch. Fast 41 Jahre alt, den Bauchmuskel verletzt, und dennoch am Ende im WM-Halbfinale nur hauchdünn unterlegen gegen einen nur halb so alten Schweden. Das ist spitze! Und für uns alternde Hobbysportler*innen hat Deutschlands Tischtennis-Legende eine Weisheit hinterlassen, die wir künftig abgewandelt auch anwenden wollen. Boll sagte, „wenn man in einem WM-Halbfinale ist, zieht man einfach durch, gibt alles und schaut dann nachher, wo die Körperteile liegen“. Das lässt sich doch abwandeln – auf Kreisliga-Fußball, Kampf gegen den Winterspeck, das Wettrennen mit den Kindern.

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Der Quallenbart ist gestutzt

Wäre er nicht Jonas Deichmann, der Friseur hätte ihn womöglich rausgeworfen: So zottelig wie ein Mann nach 14 Monaten ohne Rasur und Haarschnitt halt aussieht, betrat er nach seiner Rückkehr vom ersten Triathlon rund um die Welt einen Münchner Friseursalon. Der Coiffeur brachte wieder auf Normalmaß, was bei einem der größten Abenteuer der jüngeren Zeit einfach wuchern durfte. Was dieser wilde Bart alles erzählen könnte: Deichmann berichtete, dass der Bart beim Schwimmen die Quallen von seinem Mund fernhielt oder beim Radfahren durch Sibirien den Schnee. Der Bart ist gestutzt – aber nun darf der 34-Jährige überall seine Geschichte erzählen. Von einer Tour, die ihn über 120 Ironman-Distanzen gut 450 Kilometer durchs Wasser, 21.000 Kilometer auf dem Rad und mehr als 5000 Kilometer laufend um die Welt trug. Und von seinen Zukunftsplänen. Denn angeblich hat er schon wieder ein Abenteuer ausgeheckt, schreibt die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“.

3

Luxus und sportive Leichtigkeit

Luxus und sportive Leichtigkeit – passt das zusammen? Zumindest ist es den nun gestarteten Versuch wert. Das für luxuriöse Modeprodukte stehende Unternehmen Moncler aus den französischen Alpen hat nun zusammen mit Hoka einen Sportschuh herausgebracht. Das von Athlet*innen – ebenfalls in Frankreich – gegründete Label will deren Geschwindigkeit verbessern. Der gemeinsame Mafate Speed 2 Trailrunning-Schuh ist nun eine spannende Verbindung der beiden Unternehmensmentalitäten.

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Davis Cup sagt Hallo bei Servus!

Wo im Fernsehen läuft noch gleich Davis Cup? Endlich, endlich, nach vielen, vielen Jahren, gibt es für deutsche Tennisfans mal wieder Grund für diese Frage. Auch ohne Superstar Alexander Zverev schaffte es nämlich die deutsche Mannschaft nach 14 Jahren wieder ins Halbfinale des legendären Team-Wettbewerbs. Gut, ein Fieber wie zu Zeiten von Michael Stich, Michael Westphal oder Boris Becker hat das Land noch nicht erfasst. Aber auch Jan-Lennard Struff und das Doppel Kevin Krawietz und Tim Pütz wussten beim Sieg über Großbritannien zu begeistern. Wer künftig einschalten will: Das österreichische Servus TV zeigt den ehemaligen Straßenfeger mittlerweile. Vielleicht kommt ja mit Erfolgen die Rückkehr auf die große TV-Bühne.

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Der „Ballon d’Or“ verzaubert mit weiblicher Weltklasse

Ob sie das Männer-Gezänk um den „Ballon dOr“ wohl amüsiert hat? Für uns war Alexia Putellas, die Gewinnerin des „Ballon dOr Feminin“, jedenfalls die strahlende Königin der Gala zur Auszeichnung der Weltfußballer*innen. Während die Fans von Robert Lewandowski nach der vermeintlich unfairen Wahl von Lionel Messi nachtraten wie Amateure aus der Kreisklasse, versprühte die 27-Jährige feminine Klasse. „Das hier ist eine individuelle Auszeichnung, doch ohne mein Team wäre das nicht möglich gewesen“, sagte die Spielerin des FC Barcelona. Dabei dürfte sie mit ihrem Dank an ihren verstorbenen Vater nicht nur andere Väter berührt haben: „Ich hoffe, du bist stolz auf deine Tochter. Deshalb ist das hier auch für dich, Papa."

6

Ein kleiner FC-Bayern-Fan mit großem Herz

Er ist nur ein kleiner Fan des angeblich so großen FC Bayern. Aber Michael Ott hat im Streit um das Katar-Sponsoring den Funktionären des Vereins mal eben vor Augen geführt, wofür ein Verein zu stehen hat: für Redlichkeit, Leidenschaft und Größe im zwischenmenschlichen Umgang. Denn während die Bayern-Verantwortlichen sich nach der turbulenten Hauptversammlung noch sortieren mussten, reichte der Fan schon die Hand. „Das kann ja jetzt kein Dauerzustand sein, dass sich die Fronten so sehr verhärten“, sagte Ott der „Sportschau“. Den Bayern-Bossen um Herbert Hainer, Oliver Kahn und Co. sei zu wünschen, dass sie das verstehen.

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Der Tiger kehrt zurück

Auf diese News hat die Golf-Welt gewartet: Superstar Tiger Woods kündigt sein Comeback an – auf Teilzeit. Neun Monate nach seinem schweren Autounfall gab der 15-malige Major-Sieger in stahlblauem Shirt und schwarzer Hose dem Magazin Golf Digest" ein Interview. Das rechte Bein des 45-Jährigen sei noch nicht ganz fit, deswegen will er in Teilzeit auf den Golfplatz zurückkehren. In der Zukunft wird Tiger Woods das Jahr über ein paar wenige Turniere spielen. Ich denke, so werde ich von nun an spielen müssen. Das ist eine unglückliche Wirklichkeit, aber es ist meine Wirklichkeit. Das verstehe ich und das akzeptiere ich”, so der Profi.

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