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Days, 7 Good News: Rekordjäger Kristian Blummenfelt & mehr Schutz für Kinder beim Eiskunstlauf durch Kamila Walijewa

LISTICLE | 08.06.2022
Bild mit der Aufschrift Good News
Autor:
Antonia Wille

Wir finden: Hin und wieder braucht es gute News. Vor allem aus dem Sport. In unseren Good News servieren wir dir jede Woche sieben Nachrichten, die unser – und hoffentlich auch dein – Sportlerherz höher schlagen lassen. Weil die News Spaß machen. Zukunftsweisend sind. Weil sie neue Tendenzen zeigen. Weil sie eine Prise Absurdität in einer viel zu ernsten Welt streuen. Oder weil sie einfach nur Freude bringen. Hauptsache gute Laune, das ist unser Motto in diesem News-Format.

Und wir legen auch gleich los. Mit dem ersten Transgender-Cheerleader der NFL, dem ersten Skatepark in Libyen und einer Fußballerin, die ihren Platz in der Nationalmannschaft trotz Schwangerschaft nicht so einfach aufgibt.

1

Libyens erster Skatepark

Wer an Libyen denkt, der denkt vor allem an instabile politische Verhältnisse. Eine umso bessere Nachricht ist, dass jetzt der Australier Wade Trevean gemeinsam mit Einwohner*innen einen Skatepark in Tripolis errichtet hat - der erste überhaupt im Land. Für Jugendliche gab es bisher durch den Bürgerkrieg kaum Freizeitangebote. Daher sollte eine Anlage entstehen, in der sich Menschen zusammenfinden können, um gemeinsam Sport zu machen. Schon in Mosambik und im Irak hatte Trevean erfolgreich Skateparks gebaut. Beide Daumen hoch für diese Aktion!

2

Justine Lindsay: Trans-Power für die NFL

Die Topcats, das Cheerleader-Team der Carolina Panters, bekommen Verstärkung. Aber nicht einfach irgendjemanden: Justine Lindsay steigt als erste schwarze Trans-Frau bei den NFL-Cheerleadern ein und möchte ein Vorbild für Inklusion im Leistungssport sein. „Ein Traum wird wahr“, schrieb sie dazu auf Instagram. „Das ist ein Moment, den ich nie vergessen werde und ich kann es kaum erwarten, euch allen zu zeigen, was dieses Mädchen zu bieten hat.“ Coach Chandalae Lanouette ist dabei eines wichtig: Lindsay hat es allein durch ihr Talent zu den Topcats geschafft - nicht im Rahmen einer Quote. Glückwunsch, Justine!

3

Besserer Schutz für Kindern im Eiskunstlauf

Die Welt des Eiskunstlaufs ist extrem hart und kompetitiv, vor allem für jüngere Athlet*innen kann das eine große Belastung sein. Zuletzt hatte man zum Beispiel von der 15-Jährigen russischen Eiskunstläuferin Kamila Walijewa gehört, die nach einer positiven Dopingprobe und einem Sonderstartrecht im Einzelwettbewerb zusammengebrochen war. Jetzt entschied der Weltverband ISU: Das Mindestalter im Eiskunstlauf soll bis zu den nächsten Winterspielen schrittweise auf 17 Jahr angehoben werden, um Jugendliche vor Burnout, Essstörungen und langfristigen Verletzungsfolgen zu schützen. Das ist die richtige Entscheidung, finden wir. 

5

Mutter oder Athletin? Beides!

Sobald Athletinnen schwanger werden, wars das erstmal mit dem Leistungssport - so die Erwartungshaltung, gegen die Frauen ankommen müssen. Sara Björk Gunnarsdóttir aus der isländischen Frauenfußball-Nationalmannschaft möchte sich davon nicht unterkriegen lassen und zeigt, dass sie beides vereinbaren kann: Familie und Sport. Schon während der Schwangerschaft trainierte sie mithilfe eines speziellen Coaches weiter, sodass sie nach der Geburt nach nur fünf Monaten wieder auf dem Platz stand. Vor dieser körperlichen und mentalen Stärke, die dazu nötig ist, ziehen wir den Hut.

6

Lieber Handballer als Gang-Mitglied

Kein Handball ohne Alexander Petersson. So war das bisher zumindest, jetzt aber verabschiedet er sich aus dem Leistungssport. Die Good News daran: Der Handball ist für den gebürtigen Isländer nicht nur sein Beruf, sondern hat auch grundlegend Positives in seinem Leben bewirkt. „Der Handball hat mein Leben in eine bessere Richtung gelenkt“, sagte er dem „Mannheimer Morgen“. Früher war er in einer Art Jugendgang: „Da macht man immer mehr Quatsch, je älter man wird“. Stattdessen entschied er sich für den Profisport - und das mehr als erfolgreich!

7

Neuer deutscher Rekord im Sprinten

Die 38-Sekunden-Marke ist geknackt! Vor Beginn der Weltmeisterschaften in den USA im Juli könnte es für die deutschen Sprinter nicht besser laufen. In Regensburg knackten sie nach zehn Jahren den alten Rekord mit 37,99 Sekunden. Bis zur Weltspitze ist es noch ein Stück, aber Owen Ansah, Lucas Ansah-Peprah, Kevin Kranz und Joshua Hartmann zeigen, dass die bestens vorbereitet für die WM sind. Wir drücken die Daumen!

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Antonia Wille
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