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Days, 7 Good News: Mit Mr. Sweet Sixteen und Mr. Number 41, der ewigen Barbara und ganz viel Widerstandskraft

LISTICLE | 12.01.2022
7 Tage, 7 gute Nachrichten: ein heldenhafter Sieg bei der Tour-de-France, eine Kopfwäsche für die Badekappen-Ignoranten und ein Fußballverein, der sich gegen Rassismus einsetzt.
Autor:
Uschi Horner

Wir finden: Hin und wieder braucht es gute News. Vor allem aus dem Sport. In unseren Good News servieren wir dir jede Woche sieben Nachrichten, die unser – und hoffentlich auch dein – Sportlerherz höher schlagen lassen. Weil die News Spaß machen. Zukunftsweisend sind. Weil sie neue Tendenzen zeigen. Weil sie eine Prise Absurdität in einer viel zu ernsten Welt streuen. Oder weil sie einfach nur Freude bringen. Hauptsache gute Laune, das ist unser Motto in diesem News-Format. Und wir legen auch gleich los. Mit einem Mr. Sweet Sixteen, der ewigen Barbara und mit Dirk Nowitzki, dessen Schwiegervater viel Humor benötigt.

1

Er ist Mr. Sweet Sixteen

16 Jahre, 15 Tage – dieser Junge ist noch ziemlich lange sweet sixteen. Und klar, ohne Corona hätte Paul Wanner vermutlich niemals so jung für den FC Bayern München in der Fußball-Bundesliga spielen dürfen. Der nun jüngste Debütant in der Geschichte des Rekordmeisters bekam von seinem Trainer Julian Nagelsmann üppig blühende Vorschusslorbeeren. „Er ist ein unfassbares Talent, sehr schnell, sehr ballsicher, mutig.“ Auch wenn Wanners erstes Profispiel mit einem 1:2 gegen Mönchengladbach endete, vielleicht sehen wir den 16-Jährigen zukünftig öfter?!

2

41 für die Ewigkeit – mit Humor

Liebes Amerika, chapeau, ihr könnt echt Pathos. Wie ihr Dirk Nowitzki für seine vielen Jahre bei den Dallas Mavericks geehrt habt, war allerbestes Kino. Das Sahnehäubchen war für uns aber nicht, dass seine Nummer 41 nun nie mehr an einen Spieler der NBA-Mannschaft vergeben soll. Nein, wir haben uns mehr über den Humor des gerne mal als Riesenbaby verspotteten „German Wunderkind“ schlappgelacht. Dessen Familie inklusive Frau, Kinder, Eltern und Schwiegervater war mit in der Halle. Und ausgerechnet der Schwiegervater bekam einen humorvollen Seitenhieb: „Danke auch, dass mein Schwiegervater extra aus Schweden gekommen ist. Das Beste an Dir ist Deine Tochter.“

3

Jetzt ein Stolperer, später vielleicht Gold?

Sie ist gestolpert und bekommt nun dennoch vielleicht Olympia-Gold: Eisschnellläuferin Erin Jackson ist schon jetzt eine Siegerin der Spiele in Peking. Ihr Triumph ist, dass sie überhaupt starten darf. Denn nach ihren Strauchlern wurde sie im Ausscheidungsrennen der US-Mannschaft nur Dritte bei zwei Startplätzen. Doch die 29-jährige Jackson, die im Weltcup führt und auch US-Rekordhalterin ist, profitierte von ihrer Freundschaft zu Brittany Bowe. Die zehnmalige Weltmeisterin verzichtete auf ihren Startplatz – sie wird jetzt „nur“ über 1000 und 1500 Meter starten. „Ich bin besonders dankbar und demütig“, sagte Jackson, die zusammen mit Bowe aufgewachsen ist.

4

Dabo bald dabei?

Ist Dabo bald dabei? Marcel Dabo, großes deutsches Football-Talent, bekam von der US-Liga NFL einen Tag nach seinem 22. Geburtstag die Nominierung für ihr sogenanntes International Pathway Program. Für den bisherigen Cornerback der Stuttgart Surge eine einmalige Chance. Im Februar reist er nach Florida und bekommt die Gelegenheit, sich für ein NFL-Team zu empfehlen. Bammel hat Dabo nicht: „Ich denke, dass ich die Reife mitbringe, um auf dem Level mitzuhalten. In die NFL zu kommen, ist ein Riesending für jeden Athleten in Europa.“

5

Die ewige Barbara

Sie ist wie ein nicht enden wollender Tiebreak: Barbara Rittner, erste deutsche Tennis-Bundestrainerin, hat ihren Vertrag ein weiteres Mal verlängert. Bis mindestens Ende 2023 wird die 48-Jährige das Amt weiterführen, das sie schon seit 2009 hat. Damit ist die zu ihrer aktiven Zeit im Schatten von Steffi Graf stehende Rittner die Überfigur des deutschen Damentennis. Das schwächelt gerade gewaltig – hoffentlich schafft die ewige Barbara den Umschwung.

6

Paul is still standing

Offiziell ist er arbeitslos, die Sportförderung zahlt ihm keinen Cent mehr. Dennoch steht Paul Fentz noch immer aufrecht auf dem Eis. Der von den Funktionären ins Abseits gerückte 27-Jährige tritt bei der gerade begonnenen Europameisterschaft im Eiskunstlauf an. Mal wieder. Fentz schaffte die Qualifikation, weil er trotz des Rauswurfs aus allen Fördertöpfen im Dezember zum vierten Mal deutscher Meister wurde. Sein Eistanz arbeitet seine Geschichte auf: Fentz läuft zu „I’m still standing“ von Elton John. Der Berliner darf trotz verpatzter Qualifikation sogar noch zu den Olympischen Spielen. Die Deutsche Eislauf-Union nimmt ihn für den Teamwettbewerb mit.

7

Seriensieger auch nach Teamwechsel

Wenn Marcel Meisen zum Sport geht, wird es meistens schmutzig. Meisen ist der beste Deutsche im Radcross, am Ende eines Wettbewerbs steht sein Trikot regelmäßig vor Dreck. Gerade wurde der 33-Jährige zum siebten (!) Mal in Folge deutscher Meister. Zum ersten Mal holte er den Titel nun für das Hamburger Stevens Racing Team, zu dem er gerade erst gewechselt ist. Denn trotz seiner ungebrochenen Siegesserie in Deutschland musste er sein bisheriges Team aus Belgien verlassen. Im deutschen Radcross bleibt Meisen aber weiter unangefochten – Teamwechsel hin oder her.

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Uschi Horner

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