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Days, 7 Good News: Im Zahlenrausch - Ein paar 1. Frauen, der 12. Mann und 136 Schachzüge

LISTICLE | 08.12.2021
Bild mit der Aufschrift Good News
Autor:
Antonia Wille

Wir finden: Hin und wieder braucht es gute News. Vor allem aus dem Sport. In unseren Good News servieren wir dir jede Woche sieben Nachrichten, die unser – und hoffentlich auch dein – Sportlerherz höher schlagen lassen. Weil die News Spaß machen. Zukunftsweisend sind. Weil sie neue Tendenzen zeigen. Weil sie eine Prise Absurdität in einer viel zu ernsten Welt streuen. Oder weil sie einfach nur Freude bringen. Hauptsache gute Laune, das ist unser Motto in diesem News-Format. Und wir legen auch gleich los. Mit neuer Fankultur beim FC Liverpool, einem weiblichen Champion im Velodrom von London, mit der neuen BIG Snowboarderin und ganz viel Musik!

1

Mehr Rechte für den 12. Mann beim FC Liverpool

„You never walk alone“: Der FC Liverpool hat jetzt endlich eine wichtige Lehre daraus gezogen, dass die Fans zum Fußball gehören wie der Ball. Und eingesehen, wie wichtig der 12. Mann für Siege ist – was den FC-Liverpool-Fans übrigens eine Studie aus dem Jahr 2018 bescheinigt. Künftig darf ein eigener Fan-Vorstand – auf good british „Supporters Board“ – bei Entscheidungen des Vereins von Trainer Jürgen Klopp mitreden. 16 Mitglieder zählt die neue Gruppe, die aus den Protesten gegen die zwischenzeitlich diskutierte Super League entstanden ist. Der Vorstands-Chef der Fans soll künftig auch an Sitzungen des Hauptvorstands teilnehmen.

2

She is the Champion!

Emma Hinze, schon fünf Mal Weltmeisterin im Bahnrad-Sprint, ist erste Champions-League-Siegerin der Sportart. Die neue Rennserie mit dem vom Fußball abgekupferten Namen zieht offensichtlich. Denn die aus Cottbus stammende Hinze konnte im ausverkauften Olympia-Velodrom in London radeln. Der Sieg brachte ihr 25.000 Euro und die  24-Jährige freute sich, dass die Serie so großen Zuspruch fand: „Es war wirklich eine tolle Track Champions League und jemand hat sich wirklich sehr gute Gedanken gemacht, wie man den Bahnradsport bekannter machen kann.“

3

Mit qualmendem Kopf ins Geschichtsbuch

Da hat es vor lauter Denkerei aus den Köpfen gequalmt: 136 Züge benötigte Magnus Carlsen in der Weltmeistschafts-Schachpartie gegen Jan Nepomnjaschtschi zum Sieg in der sechsten Partie. Damit sicherte sich der 31 Jahre alte Norweger Carlsen einen neuen Eintrag in die Geschichtsbücher: Mehr Züge wurden nie bei einem WM-Duell gespielt. Nach fünf Remis ebnete sich Carlsen mit dieser historischen Partie den Weg zur Titelverteidigung im Duell mit dem Russen.

4

Kampf gegen Doping: Eine Frau ist Russlands Hoffnungsträgerin

Vielleicht hilft weibliche Aufrichtigkeit: Das von einem Dopingskandal zum nächsten geschlitterte Russland hat jetzt eine Frau an der Spitze der Anti-Doping-Agentur Rusada. Veronika Loginova übernimmt das Amt, aus dem Juri Ganus entlassen wurde. Das russische Sportministerium kündigte mit der Personalie eine „Kultur der Null-Toleranz gegenüber Doping in Russland“ an. Wir drücken die Daumen und hoffen auf ein „sauberes“ Russland. Auf jeden Fall hat die neue General-Direktorin die volle Unterstützung der „Russian Lawyers’ Association“, deren Vertreter*innen sagen: „Veronika Loginova kann helfen, Russland wieder auf den richtigen Weg zu bringen!“

5

Annika ganz BIG

Annika, das war ganz BIG: Annika Morgan, 19 Jahre alte Freestyle-Snowboarderin vom SC Mittenwald, hat für Deutschland den ersten Weltcup-Podestplatz beim Big-Air-Contest geholt. Der Erfolg in Steamboat in den USA ist damit nicht nur ein Fall für die deutschen Geschichtsbücher dieser coolen neuen Olympia-Disziplin. Nein, damit gibt es jetzt auch Grund für – zarte – Medaillenträume bei den Olympischen Winterspielen in Peking. Wenn Annika Morgan dort auch so triumphiert, kann der Big-Air-Contest vielleicht auch in Deutschland ganz BIG werden.

6

Das ist Musik in unseren Ohren

Jetzt gibt es was auf die Ohren: Wincent Weiss ist das offizielle Gesicht der MOVE-Kampagne der Deutschen Sportjugend (dsj). Der Sänger ist selbst sportlicher Allrounder und war begeistert von der Idee der Zusammenarbeit. „Ich habe zur MOVE Kampagne direkt Ja gesagt. Das Thema Bewegung ist für mich persönlich sehr wichtig und ich stehe zu 100 Prozent hinter der Initiative der Deutschen Sportjugend.“ Sein Appell an die Kids „Bewegt euch“! Denn „Bewegung hält nicht nur fit und gesund, sondern macht auch richtig glücklich.“ Das ist doch Musik in unseren Ohren!

7

Mit einem Fußball-Trikot gegen Sportswashing

Amnesty International prangert nicht erst seit der Vergabe der Fußball-WM nach Katar die Situation der Menschenrechte im Wüstenstaat an. Auch der norwegische Profi-Club Tromsö IL macht immer wieder auf dessen Menschenrechtsverletzungen aufmerksam. Auch wenn Norwegen bei der WM nicht dabei ist, jetzt geben die Fußballer Gas – in Sachen Sportswashing und Menschenrechte: In Kooperation mit Amnesty International entstand ein Fußball-Trikot mit integriertem QR-Code. Dieser führt zu einer Internetseite mit allen wichtigen Informationen. Ebenfalls bei der Kampagne dabei: Aktivist und Blogger Malcolm Bidali, der selbst bereits in Katar verhaftet wurde. Er nennt das Fußball-Trikot einen „brillanten Zug“.

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Autor:
Antonia Wille

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