Autor:
Eva Doll

Kleine Laufmarken mit viel Botschaft, Leidenschaft und Technik

Laufen: 7 coole Running-Marken abseits des Mainstreams

Laufen ist Massensport und Leidenschaft. Was man dabei trägt, ist Einstellungssache – und manchmal Statement. ISPO.com stellt Running-Marken abseits der Big Player  Nike, Adidas, Asics und Co vor und zeigt, wie sie mit ihren außergewöhnlichen Markenbotschaften punkten wollen.

Territory Run ist eine von sieben Laufmarken unter der Lupe von ISPO.com.
Territory Run ist eine von sieben Laufmarken unter der Lupe von ISPO.com

Ein Running-Outfit abseits des Mainstreams? ISPO.com stellt sieben internationale Running-Marken aus der Laufwelt vor, die zeigen, Laufkleidung kann cool sein.Alle Brands haben klare, aber unterschiedliche Markenbotschaften.

1. Satisfy

Satisfy ist eine Laufmarke aus Paris, die ihre Inspiration aus der wachsenden,globalen Running-Subkultur mit Faible für Musik, Fashion und Kunst zieht. „Mit unserer übergreifenden Expertise in Design, Musik und Technologie verändert Satisfy das Laufempfinden“, sagt Gabriella Kelly, Brand-Managerin.

Satisfy will als Marke für hochtechnische, mit größter Sorgfalt erschaffene Bekleidung für Läufer stehen. Produziert wird in Europa. Und alles, damit Läufer das berühmte „Runners-High“ bekommen, sagt Kelly, „den meditativen, kreativen Zustand, der durch Langstreckenläufe erreicht werden kann“. Für ihre Kunden versucht die Marke, an alles zu denken: bei Spotify findet sich sogar eine eigene Playlist ihrer Laufmusik. Satisfy ist im Premium-Segment unterwegs, wer sich hier eine Short (ab 140€) oder ein Shirt (ab 120€) kauft, muss tiefer in die Tasche greifen.

2. Tracksmith

Tracksmith aus Boston hat sich dem Thema Tradition angenommen. Die Styles sind inspiriert vom klassischen College-Look in New England, also dem äußersten Nordosten der USA. Die Mission der Marke: Tracksmith zollt dem Amateur-Spirit gebührende Ehre. Die Marke will Läufer ansprechen, die sich ganz persönlich zu Spitzenleistungen antreiben – auch als Wettkampfläufer, aber nicht als Profi. Tracksmith ist nach eigenen Worten „von passionierten Läufern für Läufer“.

Im Portfolio Durchdachte Produkte fürs Training, Rennen und Ruhetage – allesamt mit Sinn fürs Laufen. Die Botschaft hat Erfolg @tracksmithrunning folgen auf Instagram mittlerweile 56.000 Fans.

Tracksmith: Hochwertige Laufkultur, auch für Amateure.
Tracksmith: Hochwertige Laufkultur, auch für Amateure.

3. Janji

Laufen ist ein weltweites Phänomen. Genau dem trägt Janji, ebenfalls mit Sitz in Boston, Rechnung. „Run Everywhere“ (Laufe überall) „ist ihr Slogan. Die halbjährlich erscheinende Kollektion feiert daher je einen anderen Teil der Welt. Der Ansporn: Die Menschen hinter Janji wollen der Welt etwas zurückgeben. Das Unternehmen kämpft mit gegen die globale Wasserknappheit. Warum Wasser? – weil Wasser ein humanitäres Recht ist. Und ohne Wasser geht auch niemand laufen.

Für ihre Kollektionen kollaboriert Janji auf ihren Reisen mit Künstlern vor Ort, das macht die Designs einzigartig. Zeitgleich wählt Janji eine lokale Wasser-NPO, die an nachhaltigen Lösungen für sauberes Wasser vor Ort arbeitet. 5 Prozent von Janjis Einnahmen fließen direkt dorthin. Unter #runeverywhere kämpfen sie für sauberes Wasser überall auf dem Globus. Wer will, kann Janji auf den nomadenhaften Läufen begleiten.

4. Doxa

Doxa steht für technische Laufbekleidung aus Kopenhagen, produziert in Europa mit höchsten Ansprüchen an das Produkt. Das steckt dahinter: In der Umgebung vom wechselhaften skandinavischen Klima konzipiert, sind die Produkte erschaffen für unterschiedlichste Wettersituationen. Gründer John Hansen bringt 20-jährige Erfahrung aus Fashion und Laufen mit. Bei Doxa kombiniert er High End Fashion, technische Laufbekleidung mit urbanem, funktionellem Design. „Wann immer ich laufe, betrete ich Raum ohne Zeit. Ein meditatives Gefühl, das ich nirgendwo sonst finde“, sagt Hansen übers Laufen.

Besonders: Doxa unterstützt die Kenswed Academy in Nairobi. Sie bildet Kindern aus Slums aus und unterstützt sie bei ihren sportlichen Ambitionen.

Nachhaltig: Für ihre 2019 entstandene Kollektion Run – Recycle – Repeat (Laufe – Recycle – Wiederhole) verwendet Doxa recycelten Polyester aus Italien.

Doxa verspricht technische Bekleidung für fast jede Wetterlage.
Doxa verspricht technische Bekleidung für fast jede Wetterlage

5. Ashmei

Ashmei aus London steht für nachhaltige Performance. Ihre Werte: Leistung, Sozialverantwortung, Langlebigkeit. Mit seinen Produkten möchte Ashmei einen Unterschied machen – für die Athleten und die Umwelt. Merinowolle ist ein gern verwendetes Material bei Ashmei: es ist natürlich, nachhaltig und leistungsstark. Zielgruppe sind Trail- und Endurance-Läufer. Auch Ultra-Läufer sprechen die Briten gezielt an.

2013 wurde Ashmei Winner bei ISPO Brandnew im Segment Sportswear.

Ashmei nutzt nachhaltige Merinowolle für seine Performance-Produkte.
Ashmei nutzt nachhaltige Merinowolle für seine Performance-Produkte

6. Territory Run Co.

Territory Run Co. aus Portland liebt Trailrunning. Die Marke folgt nach eigener Aussage dem Ruf der Freiheit und richtet sich an alle wilden Herzen. Brett Farrell, Eigentümer von Territorry Run über die Markenmission: „Ich habe Territorry Run Co. gegründet, um das Gefühl, in wilder Natur zu laufen, einzufangen. Einfach raus mit Freunden, dem Lärm im Leben entfliehen und ein bisschen Wahrheit auf dem Trail finden.

Ob vor, während oder nach dem Laufen – die Produkte repräsentieren Trailrunning-Kultur. Der Produktfokus liegt auf funktionellen Laufcaps. Im Portfolio finden sich aber auch T-Shirts und Hoodies in limitierten Editionen. Eine Laufhose entstand zudem in Kollaboration mit NW Alpine, einer Outdoor- und Bergsportmarke.

Der Fokus liegt bei Territory Run Co. auf Trailrunning Caps.
Der Fokus liegt bei Territory Run Co. auf Trailrunning Caps

7. Willpower

Willpower stammt aus München. Ihre Inspiration: Laufen mit ästhetischem, aber simplem Style – keine verrückten Farben, nichts überfunktionelles, aber hohe Qualität. „Running With Attitude“ nennt das Willpower. Nicht die besten Laufzeiten stehen im Mittelpunkt, sondern die Zufriedenheit jedes einzelnen: Ob beim ersten Lauf über fünf Kilometer oder beim Marathon. Was vereint ist der Sport und Willenskraft. Bei Willpower geht es um den Ausdruck der wahren Persönlichkeit und seinen persönlichen Weg, mit Stolz zu laufen.

Autor:
Eva Doll
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