Autor:
Silvia Koch

Blogger-Walk auf der OutDoor by ISPO

3 wichtige Learnings zum Thema Nachhaltigkeit

Auf dem Blogger-Walk zum Thema Nachhaltigkeit haben Unternehmen wie Adidas oder Vaude Bloggern und Influencern Rede und Antwort gestanden. ISPO.com zeigt, welche drei Learnings die Outdoor-Marken dabei besonders hervorgehoben haben.

OutDoor by ISPO 2019 - Blogger Walk Sustainability
At Grüezi bags, sleeping bag manufacturer and last stop of the event, the bloggers received a tree donor certificate instead of Goodie Bags.

Die Outdoor-Branche, das sind Hersteller, Händler und Kunden? Zu kurz gedacht! Influencer und Blogger sind heutzutage wichtige Multiplikatoren und für Outdoor-Marken eine Möglichkeit, mit Kunden in Kontakt zu treten. Kein Wunder, dass Influencer und Blogger auch auf der OutDoor by ISPO zusammenkommen, um zu networken und die Neuheiten der Branche zu entdecken. So etwa beim Blogger-Walk zum Thema Nachhaltigkeit.

Dort präsentierten Aussteller auf der OutDoor by ISPO ihre nachhaltigen Produkte. Von kompostierbaren Schlafsäcken bei Grüezi bis zu Campingkochern mit eingebauter USB-Ladestation bei Biolite. Außerdem stellten sich Marken wie Vaude oder Adidas den Fragen der Blogger.

ISPO.com zeigt die drei wichtigsten Nachhaltigkeits-Learnings, auf die die Unternehmen im Gespräch mit den Social-Koryphäen besonderen Wert legten.

1. Es gibt kein „Ankommen“ beim Thema Nachhaltigkeit

Antje von Dewitz, Unternehmensleiterin des Bergsportausrüstungs-Herstellers Vaude, brachte es auf den Punkt: „Wir sind Teil des Problems, möchten aber Teil der Lösung sein.“ Natürlich wolle sie das Unternehmen ihres Vaters gewinnbringend vorantreiben, jedoch nicht zu jedem Preis.

Am 13. Juli 2016 hat Vaude sein Greenpeace Detox Commitment veröffentlicht. Damit verpflichtete sich das Unternehmen freiwillig dazu, bis spätestens 2020 alle schädlichen Substanzen in seiner gesamten Lieferkette zu eliminieren. Vaude arbeitet derzeit intensiv an umweltfreundlichen Produkten. Dazu gehören Trinkflaschen aus Zuckerrohr ebenso, wie Kleidungsstücke aus Holzfaser.

„Darauf bin ich wirklich stolz“, sagt die Firmenerbin. Trotz ihres Einsatzes ist sich Antje von Dewitz sicher, dass es kein endgültiges „Ankommen“ in der Nachhaltigkeit gibt. Der Gedanke müsse stetig wachsen und verbessert werden. 

2. Die Klimakrise geht jeden etwas an

Bei Adidas traf die Gruppe auf den Chief-Designer André Doxey. Auch er mache sich viele Gedanken zu dem Thema Nachhaltigkeit: „Es ist einfach keine Option, sondern eine Erwartung.“

Im Gespräch erzählt er von seiner 12-jährigen Tochter und davon, wie wichtig auch ihr das Thema sei. „Es geht um das hier und jetzt. Mit allem, was wir tun, nehmen wir eine bestimmte Position ein“, sagt der Designer nachdenklich.

Der Klimawandel gehe jeden etwas an: ob Chief-Designer bei Adidas oder Verkäufer im Laden.

3. Aufklärung und Kommunikation sind die Grundlage

Frank Lohse von Brands for Good ist der festen Überzeugung, dass es vor allem darauf ankomme, die Menschen zu informieren, sensibilisieren und zu inspirieren. Nur so könne man die Industrie und das Konsumverhalten langfristig verändern. Erreichte Ziele, aber auch die bisherigen Hürden und Herausforderungen müssten deutlich kommuniziert werden, um die Menschen zu motivieren.

Lohse schaut zuversichtlich in die Zukunft: „Ich merke, dass viele Firmen es wirklich ernst meinen und auch ihre Informationen mit anderen teilen. Unternehmen sind gewillt zu kooperieren.“ Schließlich könnte die Klimakrise für viele Hersteller existenzgefährdend werden: „Was sollen Wintersportfirmen machen, wenn es in 20 Jahren keinen Schnee mehr gibt.“

Auch die „Fridays for Future“-Aktion erwähnt der er lobend. Die junge Generation setze ein deutliches Zeichen. Für ihn spielen Wissen und Aufklärung im Bildungsbereich eine elementare Rolle. „Kinder sind wie Schwämme, die alles aufsaugen. Sie müssen informiert werden. Im Idealfall kennt die nächste Generation keine Plastik-Strohhalme mehr.“

Autor:
Silvia Koch
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