Stars at the ISPO MUNICH 2016
Author:
Louisa Smith

Nachhaltigkeit in der Textil-Branche

Mit diesem Tool senken Textil-Produzenten ihren Wasserverbrauch

DNV GL und die Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO) haben ein neues Tool eingeführt, das der Textilindustrie helfen soll, ihren Wasserverbrauch nachhaltiger zu gestalten.

Einblick in das ETP Denim-Werk
Einblick in das ETP Denim-Werk

Wasserknappheit betrifft mehr als 40 Prozent der Weltbevölkerung – eine Zahl, die voraussichtlich noch ansteigen wird. Während etwa 2,5 Prozent des Wassers der Welt Frischwasser sind, stehen nur 0,5 Prozent dieser Menge für das Stillen der gesellschaftlichen Bedürfnisse zur Verfügung.


Da Wasser eine unverzichtbare Ressource des Fertigungsprozesses ist – auch in der Textilbranche –, kann eine Verringerung des Wasserverbrauchs durch die Einrichtung nachhaltiger Fertigungsprozesse für Unternehmen sowie für die Gemeinschaften, in denen diese tätig sind, von Nutzen sein.

Dies spiegelt sich auch in den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen wieder, die unter anderem darauf abzielen, bis zum Jahr 2030 nachhaltige Fertigung durch Unternehmen und Zugang zu Wasser für alle sicherzustellen.

Die UNIDO ist die Fachagentur der Vereinten Nationen, die sich für industrielle Entwicklung, einschließlich Globalisierung und Umweltnachhaltigkeit, einsetzt, um die Armut zu verringern.

UNIDO arbeitet daran, die Lebensqualität der armen Menschen der Welt zu verbessern, indem ihre kombinierten Ressourcen und ihre Fachkenntnisse genutzt werden, und durch die Förderung von Partnerschaften mit dem privaten Sektor, um die produktiven Kapazitäten kleiner und mittelständischer Industrien zu erweitern, Handelsmöglichkeiten auszubauen und Lösungen für erneuerbare Energien voranzutreiben.

Antonio Astone – Global Sustainability Manager bei DNV GL.
Antonio Astone – Global Sustainability Manager bei DNV GL.

Textilindustrie richtet sich neu aus

Wie der Megatrend von ISPO TEXTRENDS, EFFIZIENZ, für den Herbst/Winter 2019/20 hervorhebt, ist es von wesentlicher Bedeutung, dass die Textilindustrie weiterhin auf allen Ebenen nach einem saubereren Fertigungsprozess strebt und ihre bestehenden Verfahren überdenkt.  Wasser wurde im Textilbearbeitungsprozess bislang im Überfluss verwendet – und dies ist einer der Bereiche, in dem viele Textilunternehmen ihren Verbrauch wie auch den Energieverbrauch verringern und den Einsatz von umweltfreundlichen Chemikalien steigern wollen.

DNV GL mit Sitz in Oslo, Norwegen, ermöglicht es Organisationen, die Sicherheit und Nachhaltigkeit ihrer Geschäftstätigkeit zu verbessern. Die Gesellschaft ist in mehr als 100 Ländern tätig und hilft mit ihrem Team den Kunden dabei, die Welt sicherer, smarter und grüner zu machen. DNV GL und UNIDO haben zusammen ein Tool zur Selbstbewertung entwickelt, das Textilunternehmen helfen soll, ihren Wasser-Fußabdruck im Fertigungsprozess zu bewerten. So können sie anhand besserer Informationen Entscheidungen bezüglich des Wasserverbrauchs in ihren Lieferketten treffen.

ETP Textilfärbung
ETP Textilfärbung

Tools zur Selbstbewertung

„Die Textilverarbeitungsindustrie ist tatsächlich in sämtlichen Schritten des Fertigungsprozesses, vom Entschlichten bis hin zum Bleichen und Färben, sehr stark von Wasser abhängig. Sie hat einen der größten Wasser-Fußabdrücke aller Sektoren“, so Smail Alhilali, Industrial Development Officer und Manager of the Global Resource Efficiency and Cleaner Production (RECP) Program der UNIDO.

„Darum haben wir dieses Tool entwickelt, mit dem Textilunternehmen ein besseres Verständnis ihrer Ressourceneffizienz und Einblicke in die Bereiche, in denen sie den Verbrauch senken können, gewinnen.“

„DNV GL und UNIDO haben ein gemeinsames Interesse daran, die Wasserknappheit zu bekämpfen und das Bewusstsein der Industrie für mit Wasser verbundene Risiken und Chancen zu verbessern. Dies ist ein Bereich, in dem es in den Unternehmen ein hohes Potential für Verbesserungen gibt, und wir freuen uns, unser gebündeltes Fachwissen dafür zu nutzen, den Branchen dabei zu helfen, ihren Wasser-Fußabdruck zu bewerten und zu verringern“, meint Antonio Astone, Global Sustainability Manager bei DNV GL – Business Assurance.


Das Netzwerk Global Network for Resource Efficient and Cleaner Production (RECP-Netzwerk), das Organisationen in mehr als 60 Entwicklungsländern unterstützt, wird den Einsatz des Tools, das sich hauptsächlich an kleine und mittelständische Unternehmen richtet, begleiten. Es leitet Unternehmen in der Nutzung des Tools an und hilft, Ergebnisse zu interpretieren.

Das Tool ist erhältlich über https://watercalculator.dnvgl.com/ 

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