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 Sportjob-Recruiter: Diese Fehler gefährden Ihre Bewerbung
Karriere | 19.12.2016

Clevere Selbstvermarktung für den Sport-Job

Sport-Job ergattern: So überzeugt Ihr Social-Media-Auftritt potenzielle Arbeitgeber

Sportjob-Recruiter: Diese Fehler gefährden Ihre Bewerbung. Selfies sind beliebt, um sich in sozialen Netzwerken darzustellen.  (Quelle: LarsZahnerPhotography)
Selfies sind beliebt, um sich in sozialen Netzwerken darzustellen.
Bild: LarsZahnerPhotography
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Große Sport-Brands wie Adidas, Puma und Nike sind für sportbegeisterte Absolventen und Jobwechsler besonders attraktive Arbeitgeber. Wie Sie sich mit Präsenz in sozialen Netzwerken und Eigeninitiative von der Masse absetzen, erklärt Recruiter Andy Gugenheimer, Chef von sportyjob.com sowie Kooperationspartner von ISPO JOB MARKET:

Ein interessanter Werdegang mit ersten Erfahrungen in der Sportbranche – möglichst auch im Ausland – ist wichtig, wenn Sie sich für einen Sport-Job bewerben. Doch viele Bewerber unterschätzen noch immer die Bedeutung von sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram, Xing oder LinkedIn. 

Hier sind fünf Insider-Tipps, auf was potenzielle Arbeitgeber aus der Branche achten.

1. Fit für die Online-Bewerbung

Vor allem größere Sport-Unternehmen akzeptieren nur noch Online-Bewerbungen, die Papierform gehört mittlerweile der Vergangenheit an. Sie sollten also unbedingt in der Lage sein, Ihre Bewerbung in die gewünschte Form zu bringen.

Ihre Unterlagen sollten aber auch als pdf-Dateien ansprechend gestaltet sein. Empfindlich reagieren Unternehmen, wenn sie mit Satzbausteinen angeschrieben werden. So entsteht der Eindruck, sie seien eines von vielen Unternehmen, die der Bewerber kontaktiert hat.

Wenden Sie sich daher möglichst namentlich an den zuständigen Ansprechpartner im Unternehmen, schreiben Sie diese mit „Sehr geehrter Herr...“ bzw. „Sehr geehrte Frau...“ an und nennen Sie im Text das Unternehmen beim Namen („...bei Puma spricht mich besonders an, dass...“).

Außerdem empfiehlt es sich, auf die erste Seite des Lebenslaufes zu schreiben: „Bewerbung bei der XY AG“. 

Tipp zum Mitnehmen: Qualität schlägt Quantität – auch bei der Online-Bewerbung. 


2. Xing und LinkedIn aktuell halten

Personalverantwortliche informieren sich bei Job-Netzwerken wie Xing und LinkedIn bereits im Vorfeld detailliert über den Kandidaten. Gibt das Profil Informationen preis, die vielleicht nicht im Lebenslauf stehen?

Ein wichtiger Schritt ist daher: Legen Sie sich aussagekräftige Profile an, um beim potentiellen Arbeitgeber zu punkten. Äußern Sie sich ausführlich über Ihre Interessen und Hobbys (falls diese in Zusammenhang mit dem Job-Pofil stehen) und wählen Sie achtsam Gruppen aus, die Ihre persönlichen Interessen spiegeln.

Im „Über mich"-Bereich bei LinkedIn können Sie pointiert Ihre allgemeine berufliche Motivation darlegen und Informationen unterbringen, die nicht in Lebenslauf und Anschreiben passen. Oft wird diese Rubrik unterschätzt, dabei hat sie einen ähnlichen Stellenwert wie die Seite 3 (persönliches Motivationsschreiben, Anm.d.Red.) in der Bewerbung.

Logisch: Wenn Sie sich für einen Sport-Job bewerben, sollte Sport natürlich im Mittelpunkt stehen – Authentizität ist entscheidend.

Achten Sie auf stete Aktualisierung Ihres Auftrittes und verbinden Sie sich mit anderen Usern. Interessant wird es, wenn ehemalige Kollegen (bestenfalls) lobende Referenzen für Sie abgeben. Ein strategisch gut erstelltes Profil vervollständigt den positiven Eindruck, den Sie hinterlassen wollen.  

Tipp zum Mitnehmen: Social-Media-Profile anlegen und pflegen.

Auf der ISPO treffen sich Sportbegeisterte und potentielle Arbeitgeber. (Quelle: Messe München GmbH)
Auf der ISPO treffen sich Sportbegeisterte und potentielle Arbeitgeber.
Bild: Messe München GmbH

3. Vorsicht beim Facebook-Profil

Im Zweifelsfall schauen Arbeitgeber auch bei Facebook nach, wen sie sich als künftigen Mitarbeiter ins Boot holen. Wobei die Personaler dort nicht mehr so viele private Informationen finden wie früher. Denn mittlerweile kennen fast alle Facebook-User die Möglichkeit der Privateinstellungen.

Seien auch Sie so clever: Ihr öffentliches Profil muss „clean“ und präsentabel sein.

Abseitige politische Meinungsäußerungen, schräge Freunde und derbe Party-Fotos könnten gegen Sie verwendet werden.

Sollten Sie Freundschaftsanfragen von potenziellen Chefs oder Kollegen bekommen, können Sie diese ruhig annehmen. Aber legen Sie vorher entsprechende Gruppen an, denen Sie verschiedene Einblicke gestatten. Ihr Foto vom letzten Strandurlaub bleibt somit exklusiv für Ihre wahren „Freunde“.

Tipp zum Mitnehmen: Privatsphäre-Einstellungen bei Facebook nutzen.

Lesen Sie hier mehr zum Content Marketing im Sport: Kommunikation für Spezialisten und Einsteiger >>>

Sportjobs sind gefragt: Authentizität ist ein wichtiges Einstellungsmerkmal.
Sportjobs sind gefragt: Authentizität ist ein wichtiges Einstellungsmerkmal.


4. Eigener Blog als Karriere-Turbo

Wer sich als Sport-Blogger – z.B. bei Running, Freeriden oder Lifestyle – einen Namen gemacht hat, hat beste Chancen.

Blogger haben fast immer einen Bonus. Sie beschäftigen sich schon seit einiger Zeit intensiv mit der Branche, sind gut vernetzt und haben wichtige Kompetenzen erworben.

Wenn Sie ein bestimmtes Unternehmen als Bewerbungsziel auserkoren haben, schreiben Sie über die Marke und relevante Sportarten (zum Beispiel Nike und Running). Damit beweisen Sie Interesse und fachliche Kompetenz für das Kerngeschäft des Unternehmens.

Tipp zum Mitnehmen: Ein guter Blog erhöht Ihre Chancen.

Video: Laufen im Lebenslauf

5. Gehen Sie dahin, wo die Marke ist

Der persönliche Erstkontakt ist immer noch entscheidend. Nur digital zu überzeugen, reicht nicht. Wer hingegen beim Aufeinandertreffen mit dem potenziellen Arbeitgeber mit Persönlichkeit punktet, hat gute Chancen. Also: Trauen Sie sich heraus aus dem Schneckenhaus.

Personalverantwortliche und Recruiter bewerten es positiv, wenn Kandidaten auf Veranstaltungen persönlich auf sie zukommen: Branchen-Events, Messen wie die ISPO MUNICH (hier anmelden) und spezielle Karriere-Veranstaltungen wie der ISPO Career Day bieten dafür gute Möglichkeiten.

Suchen Sie auch auf Sportveranstaltungen wie Marathons, Golfturnieren oder Sport-Filmfestivals den Kontakt zu Entscheidern der Marken. Fragen Sie einfach frisch und frei nach freien Positionen oder ob Ihre Qualifikationen gefragt sein könnten. In Ihrem Bewerbungsschreiben können Sie sich dann auf dieses Gespräch beziehen.

Tipp zum Mitnehmen: Ran an die Entscheider.

In der Sportbranche sind viele interessante Stellen frei. Stöbern Sie ISPO JOB MARKET >>>


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Gunther Schnatmann (Quelle: GS)
Ein Beitrag von Gunther Schnatmann, Personalberater, Bewerbungs-Coach und Medientrainer
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