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 Sponsoren der Bundesliga-Clubs: Alle Trikots, alle Einnahmen
Sportbusiness | 13.06.2017

Alle Trikotsponsoren 2017/2018: FC Bayern, Schalke, BVB kassieren am meisten

Bundesliga-Sponsoren: Die Sponsoring-Einnahmen der 18 besten Fußball-Clubs

Sponsoren der Bundesliga-Clubs: Alle Trikots, alle Einnahmen. Die Bundesliga und ihre Trikot-Sponsoren: Durchschnittlich kassieren die Vereine je rund 10 Mio. Euro jährlich. (Quelle: Imago (5), Collage ISPO.com)
Die Bundesliga und ihre Trikot-Sponsoren: Durchschnittlich kassieren die Vereine je rund 10 Mio. Euro jährlich.
Bild: Imago (5), Collage ISPO.com
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Die Bundesliga-Clubs und ihre Sponsoren: In keiner anderen Liga in Deutschland lässt sich mit Sponsoring mehr Geld verdienen als in der Fußball-Bundesliga. Trikot-Werbung bringt den 18 Vereinen Einnahmen von durchschnittlich über zehn Millionen Euro pro Jahr. ISPO.com präsentiert alle Clubs, alle Sponsoren, alle Beträge in einer übersichtlichen Tabelle (wird zur Saison 2017/2018 aktualisiert).

182 Millionen Euro sollen es in der Saison 2016/2017 gewesen sein, und damit 14 Millionen Euro mehr als in der Vorsaison 2015/2016: So viel Geld soll den Unternehmen die Werbung auf der Brust der Trikots in der Bundesliga wert sein, berichtet das Marktforschungsunternehmen Nielsen Sports.


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Eine endgültige Summe aller Sponsoren-Einnahmen in der Bundesliga lässt sich jedoch nicht ermitteln:

Erstens, weil weder Verein noch Unternehmen über ihre Sponsoring-Deals im Detail informieren.

Und zweitens, weil viele Verträge stark leistungsbezogen abgeschlossen werden. Hauptsponsor Gazprom soll beispielsweise dem FC Schalke 04 für eine Champions-League-Qualifikation einen dicken Bonus versprochen haben – in der Saison 2016/2017 wurde daraus nichts.

Alle Bundesliga-Sponsoren 2016/2017


Die Bundesliga-Trikot-Sponsoren 2017/2018

VereinSponsorEinnahmenLaufzeit
FC BayernTelekom35 Mio. €2023
FC Schalke 04Gazprom20 – 24 Mio. €*2022
VfL WolfsburgVolkswagen20 Mio. €**unbefristet
Borussia DortmundEvonik20 Mio. €2025
Borussia M'GladbachPostbank6,5 – 9 Mio. €*2020
Hamburger SVEmirates7,5 Mio. €2019
RB LeipzigRed Bull7 Mio. €**k.A.
Werder BremenWiesenhof6,5 Mio. €2018
Hertha BSCbet-at-home.com6 Mio. €2018
Bayer 04 LeverkusenBarmenia6 Mio. €2020
Eintracht FrankfurtIndeed6,7 Mio. €2020***
1. FC KölnRewe5 Mio. €2018
1899 HoffenheimSAP5 Mio. €2020
FSV Mainz 04Kömmerling4,5 Mio. €2018
FC AugsburgWWK3 – 4,5 Mio. €*2018
SC FreiburgSchwarzwaldmilch3 Mio. €k.A.
VfB StuttgartMercedes-Benz-Bank8 Mio. €2019
Hannover 96Heinz von Heiden5 Mio. €*2020


* Nach Medienangaben sollen die Sponsoren-Verträge stark leistungsbezogen abgeschlossen worden sein.

** Grobe Schätzung, keine seriöse Angabe möglich.

*** Den Nachfolger von Krombacher möchte Eintracht Frankfurt erst beim Trainingsauftakt offiziell bestätigen und vorstellen.

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Volkswagen setzt VfL Wolfsburg auf Sparkurs

Zur Bundesliga-Saison 2016/2017 hatten nur drei Clubs ihren Trikot-Sponsor gewechselt: Eintracht Frankfurt wechselte von Alfa Romeo auf Krombacher (nun Indeed), Bayer Leverkusen hat seitdem statt LG nun Barmenia auf der Brust und beim SC Freiburg folgte Schwarzwaldmilch auf Ehrmann.

Bei der Analyse der Trikot-Sponsoring-Deals in der Bundesliga-Saison 2016/2017 kommt ISPO.com auf eine Gesamtsumme von „lediglich“ 171 Millionen Euro, also elf Millionen Euro weniger als Nielsen Sports. Die Differenz liegt vor allem an einigen Unwägbarkeiten bei Eigentümer-Clubs wie dem VfL Wolfsburg, der sich erst in der Relegation gegen Eintracht Braunschweig rettete.

Welche Auswirkungen der sportliche Dämpfer für die finanziellen Möglichkeiten des VfL Wolfsburg hat? Schon vorher wurde spekuliert, dass Volkswagen, das 100 Prozent der VfL Wolfsburg-Fußball GmbH besitzt, die Ausgaben für die „Wölfe“ ab 2017/2018 massiv reduzieren will. Der Gesamtetat soll dann statt 100 Millionen Euro nur noch 80 Millionen betragen.

Was kostet die RB-Leipzig-Brust?

Viel Geld eines Investors ist auch beim RB Leipzig im Spiel. Aber was bezahlt Red Bull an RB Leipzig? Eine Frage, die außer Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz nur wenige beantworten können. Über die jährlichen Investitionen des Energy-Drink-Herstellers ins Leipziger Fußball-Projekt wird eisern geschwiegen. 

Der Marktwert dieses Sponsoring-Pakets lag zu Beginn der Saison bei rund sieben Millionen Euro – und hat sich aufgrund der Champions-League-Qualifikation des Aufsteigers massiv gesteigert.

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Posted by RB Leipzig on Montag, 22. Mai 2017

Telekom verlängert mit FC Bayern bis 2023

Ein Blick auf die Sponsoring-Tabelle der Bundesliga zeigt, dass nicht nur sportlicher Erfolg, sondern auch Tradition und Fanbindung honoriert wird. Krösus ist selbstverständlich der FC Bayern München, der Rekordmeister kassiert nach der Vertragsverlängerung im August 2015 rund 35 Millionen Euro pro Jahr von der Telekom. Für Titel zahlt der Sponsor selbstverständlich eine Extra-Prämie.

Borussia Mönchengladbach hat sich durch den Erfolg der vergangenen Jahre in die Sponsoring-Top-Five gearbeitet. „Wir orientieren uns gemeinsam mehr nach oben“, sagte Joachim Strunk vom Hauptsponsor Postbank im „Handelsblatt“. „Je erfolgreicher die Borussia spielt, umso mehr Geld fließt dann auch.“

Sponsoren wollen aufs Bundesliga-Trikots

Der BVB erhält vom Energieunternehmen Evonik im Vergleich zu seiner wachsenden Bedeutung im deutschen Fußball zwar verhältnismäßig wenig Sponsoring-Geld fürs Trikot (20 Mio. Euro), hat aber seinen Hauptsponsor auch als Anteilseigner langfristig an sich gebunden. Evonik hält rund 15 Prozent an der
Borussia Dortmund GmbH&Co KGaA.


Blickt man auf die Laufzeiten der Sponsoring-Verträge, erkennt man schnell: Werbung auf den Trikots der Bundesliga-Clubs ist immer noch ein beliebtes Marketing-Instrument. Einzig Eintracht Frankfurt musste sich 2017 um einen Nachfolger für Sponsor Krombacher kümmern – und fand ihn in den USA: Das Jobportal Indeed soll für die Spielzeiten bis 2020 rund 20 Millionen Euro zahlen.

Auch Werder Bremen und Wiesenhof verlängerten um ein weiteres Jahr. Der umstrittene Geflügelproduzent zahlt als Trikotsponsor rund 6,5 Millionen Euro pro Saison.

Die Aufsteiger 2017, der VfB Stuttgart und Hannover 96, wissen starke Hauptsponsoren hinter sich: Daimler ist wohl bereit, seine Zahlungen an den VfB aufzustocken und will Anteile im Wert von rund 41,5 Millionen Euro (für 11,75 Prozent) kaufen; in Hannover hat das Massivhaus-Unternehmen Heinz von Heiden den Vertrag bis 2020 verlängert und zahlt – je nach sportlichem Erfolg – bis zu fünf Millionen Euro jährlich.

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Joscha Thieringer (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von Joscha Thieringer, Redakteur
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