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 Sport-Jobs für Spezialisten: Wenn Nike nach „Ekin“ sucht...
Karriere | 21.07.2016

Was Stellenangebote in Jobbörsen bedeuten

Sport-Jobs für Spezialisten: Wenn Nike nach „Ekin“ sucht...

Sport-Jobs für Spezialisten: Wenn Nike nach „Ekin“ sucht.... Die dänische Sängerin Mø ist Nike-Testimonial. (Quelle: Nike)
Die dänische Sängerin Mø ist Nike-Testimonial.
Bild: Nike
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Den richtigen Sport-Job in der Jobbörse zu finden ist gar nicht so einfach? Und was sind eigentlich „Ekin“ bei Nike? Im Sport Business tummeln sich einige Stellenangebote, die man kaum versteht. ISPO.COM erklärt sechs Berufe, die ungewohnt klingen, aber sich nicht nur (ehemaligen) Studenten schnell erschließen.

Einer, der sich beruflich mit außergewöhnlichen Jobs in der Sportbranche befasst, ist Andy Gugenheimer. Er ist Chef von sportyjob.com und Kooperationspartner des ISPO JOB MARKET, der Jobbörse fürs Sport Business.

Seit über zehn Jahren vernetzt Gugenheimer Sport-Unternehmen mit motivierten Jobsuchenden – nicht nur in Deutschlands Großstädten Berlin, Hamburg oder München. Der 49-Jährige sagt: „Gerade, was sich rund um die Digitalisierung in den letzten Jahren getan hat, ist der Wahnsinn. Hier schießen neue Sport-Berufsbilder wie Pilze aus dem Boden!“


Kuriositäten aus der Sport-Jobbörse

ISPO.COM stellt im Folgenden sechs interessante Berufe im Sport Business vor.

1. Ambassador(in)

Vielen Menschen auf Jobsuche ist auch nicht klar, was gemeint ist, wenn in Jobbörsen das Wort „Ambassador“ auftaucht. Die deutsche Übersetzung „Botschafter“ klingt hochtrabend, es ist aber laut Sportjobs-Vermittler Andy Gugenheimer „ein cooler Job und top geeignet für den Einstieg“.

So beschäftigt der französische Dienstleister „Jogg.in“ über 50 Ambassadors. Diese sind hauptberuflich Studenten oder Fitnesstrainer, die pro Woche ein bis drei begleitete Lauf-Events für zehn bis 15 Teilnehmer organisieren, gesponsert vom Kunden des Dienstleisters, etwa Asics.

Video: Laufen im Lebenslauf

Der Clou dahinter: Die Teilnehmer bekommen dann die Laufschuhe zur Verfügung gestellt und der Ambassador erklärt während des Laufs locker die Vorteile der Schuhe und den Spirit der Marke. Modernstes Marketing also.

Auch bei Nike gibt es Ambassador-Jobs, dort heißen die Botschafter „Ekin“. Diese müssen bei der Kommunikation über die Vorteile der Produkte zum Beispiel gegenüber Verkäufern in Sportshops sämtliche Eigenschaften vorwärts und rückwärts erklären können. Vorwärts: Nike. Rückwärts gelesen „Ekin“ – alles klar?

Lesen Sie auch: So funktioniert der ISPO JOB MARKET

2. Topstar-Betreuer(in)

Sportbegeisterte können statt größerer Zielgruppen auch wenige oder einzelne Personen betreuen – das dann aber rundum. In Jobbörsen ist dann die Rede von „Topstar-Betreuern“.

Meistens werden sie von einem Hauptsponsor beschäftigt, damit die Athleten bei Veranstaltungen mit dem richtigen Material unterwegs sind. Die Sportler werden ja auch dafür bezahlt, dem Sponsor in den Medien möglichst viel Aufmerksamkeit zu verschaffen (wir alle kennen die Skirennläufer, die sich nach dem Ziel die Skier von den Füßen reißen und vor die Kameras halten).


„Das können auch sehr spezialisierte Sportarten oder Veranstaltungen sein, die nicht jeder auf dem Schirm hat“, sagt Sportjob-Insider Gugenheimer. „Zum Beispiel Spezialisten für die Athletenbetreuung bei Surf-Events.“

Aber auch im immer populäreren Dart-Sport nimmt diese Art der Betreuung zu. Wer sich dafür interessiert, sollte einen Hintergrund in Marketing, Event und/oder PR besitzen. Und ein Händchen für sensible Sport-Stars haben.

Apropos Stars...

3. Sportprodukte-Tester(in)

Bevor die Stars zu ihrem Golf- oder Tennisschläger greifen, muss das Sportgerät erst einmal umfangreiche Tests absolviert haben. Zuerst bei den Ingenieuren, die im Labor Bruchfestigkeit und Elastizität testen. Dann aber auch von Sportprodukte-Testern.


Sie nehmen das Gerät (oder die Running-Schuhe) im realen Einsatz so lange und so hart ran, wie es nur geht. Ähnlich den Autotestern, die mit Erlkönigen am Polarkreis ihre Runden drehen, wird auch in der Sportbranche fleißig getestet: Sportartikel-Hersteller wie Adidas, Asics, Nike oder Head schalten immer wieder Stellenangebote in Jobbörsen.

Technischer Background ist – neben der unabdingbaren Sportbegeisterung – bei der Bewerbung auf diese Sportjobs förderlich.

4. IT-Test-Manager / Customer Behaviour Manager

Schweißtreibende Tests suchen Nerds in der Jobbörse wohl eher nicht – sie testen dafür Sport-Apps. Diese „IT-Test-Manager“ oder „Customer Behaviour Manager“ fühlen sich in das Nutzerverhalten ein und vollziehen alle Schritte nach, die der Kunde bei der Nutzung der App geht: Wo hakt es noch? Was ist schlecht erklärt? Welche Funktionen laufen ins Leere?

Sportjob-Vermittler Gugenheimer: „Das ist gerade für große Communities wie Runtastic ein Muss!“

Im Adidas-Headquarter in Herzogenaurach werden die strategischen Positionen mit Top-Personal besetzt. (Quelle: adidas)
Im Adidas-Headquarter in Herzogenaurach werden die strategischen Positionen mit Top-Personal besetzt.
Bild: adidas

Der Weg des Verbrauchers durch die Application, die Customer Journey, muss perfekt funktionieren und deshalb müssen ständig alle Funktionen, die ständig Updates bekommen, neu überprüft werden. IT-Kenntnisse mit einem guten Schuss Sportlerherz sind für diesen Sport-Job optimal.

5. Product-Placement-Manager(in)

Auch im Sport-Marketing wird viel getestet und ausgewertet: Product-Placement-Manager überprüfen, ob sich die Zuschauer bei ihrer nächsten Kaufplanung an das in TV-Serien und Kinofilmen beiläufig platzierte Produkt erinnern können. Bekanntestes Beispiel: die jeweiligen Autos in den Bond-Filmen.


Auch Sportartikel-Hersteller bezahlen teures Geld, damit sie ihre Sportshirts, Laufschuhe oder Kappen an Filmstars platzieren dürfen und prüfen deshalb die Visibilität ihrer Produkte. Ein Job für Marketing-Leute mit Hang zu TV und Film. Klingt sehr speziell, aber hier geht es um viel Geld und ums Image des Produkts.

6. Keyword-Manager(in)

Welche Zielgruppe sucht im Internet nach welchen Begriffen? Keyword-Manager behalten ständig den Überblick. Entsprechend müssen der Online-Shop und die Produkte der eigenen Firma in den Suchergebnissen auftauchen und den Suchenden zum Klick auf die entsprechende Internet-Seite animieren.

Simpel? „In so einem Job bist du schnell verantwortlich für 250.000 Keywords. Aber Unternehmen wie Oakley haben ihren Umsatz durch die richtige Keyword-Strategie fast verdoppelt“, sagt Sportjob-Experte Gugenheimer.

Andy Gugenheimer baut ISPO JOB MARKET zur größten Jobbörse im Sport Business aus. (Quelle: privat)
Andy Gugenheimer baut ISPO JOB MARKET zur größten Jobbörse im Sport Business aus.
Bild: privat

Das Problem: Dieser Job – wie viele andere auch – versteckt sich hinter verschiedensten Berufsbezeichnungen – vom CRM-Spezialisten bis zum eShop-Strategy-Manager. Deshalb sollte man als Bewerber nicht vor kryptischen Sportjob-Bezeichnungen zurückschrecken, sondern einmal schauen, was sich genau dahinter verbirgt.

Sport-Jobbörse bietet rund 1000 Stellenangebote

Immer, wenn Sportbegeisterung und spezielle Job-Expertise aufeinandertreffen, entstehen außergewöhnliche Jobs. Vom Blog-Betreuer des CEO einer großen Sportfirma über den Spielanalyse-Spezialisten im Tennis oder Fußball bis zum Betreuer des hauseigenen Musik- und Tonstudios für Werbeclips.


Wer noch mehr interessante Sport-Berufe sucht, findet sie am besten im ISPO JOB MARKET, der Jobbörse mit teilweise über 1000 Stellenangebote nur im Sport Business.

Andy Gugenheimer, der hinter diesem Portal steht, hat aber noch einen weiteren Tipp: „Wer auf der ISPO MUNICH mit offenen Augen über die Messe läuft, kann auch dort Leute mit ausgefallenen Sportjobs finden oder Firmen, die gerade in einem Nischenbereich Mitarbeiter suchen. Auf Jobsuche links und rechts zu schauen, lohnt sich immer!“

Video: Health & Fitness – der Wachstumsmarkt

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ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
ISPO JOB MARKET
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