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 Puma-CEO Gulden: „Haben Frauen vernachlässigt“
Sportbusiness | 19.05.2016

Puma setzt auf Athleisure und verzichtet auf DFB-Trikot

Puma-CEO Gulden: „Haben Frauen vernachlässigt“

Puma-CEO Gulden: „Haben Frauen vernachlässigt“. Puma engagiert Pop-Star Rihanna als Kreativdirektorin (Quelle: Puma)
Puma engagiert Pop-Star Rihanna als Kreativdirektorin
Bild: Puma
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Björn Gulden, CEO bei Sportartikel-Hersteller Puma, will das Unternehmen aus Herzogenaurach wieder langfristig erfolgreich machen und erklärt seine Strategie für diese Vorhaben.

Der Norweger sprach im Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ vor allem davon, die Zielgruppe der Frauen wieder mehr in den Fokus der Firma zu rücken.

„Immer wenn Puma in der Vergangenheit erfolgreich war, dann besonders mit Schuhen und Textilien für Frauen. Wir haben sie vernachlässigt“, so Gulde. Mit Pop-Superstar Rihanna, die als neue Kreativdirektorin verpflichtet wurde, soll gerade der Athleisure-Trend weiter ausgebaut werden.

Athleisure dank Stilikone Rihanna pushen

„Rihanna ist eine Stilikone, deswegen macht sie bei uns ihre eigene Kreation. Bei ihr mischen sich Sport und Mode wie bei vielen Frauen. Frauen kleiden sich heute so, dass man gar nicht weiß, ob sie ins Fitnessstudio oder ins Büro gehen. Insofern ist die Leggins die neue Jeans.“

Erfahren Sie hier mehr über den Athleisure-Trend.

Dies führt für Gulde zur Schlussfolgerung, „Sport ist auch Lifestyle“.

Athleisure ist natürlich nicht nur ein Trend, den Puma für sich allein entdeckt, wobei Gulde die Konkurrenz von Nike, Adidas und Under Armour relativ kalt zu lassen scheint: „Wichtig ist, dass wir unsere Händler und Kunden zufriedenstellen, dann kommt das Wachstum von ganz alleine. Under Armour ist in Amerika stark, wo sie herkommen. Aber sie sind im Markenkern Nike sehr ähnlich. Das ist nicht unser Weg.“

Kein Kräftemessen mit Adidas

Ein Kräftemessen um das DFB-Trikot mit Adidas und anderen Bewerbern liegt Gulde ebenso fern.

„Wir haben uns das natürlich angeschaut. Aber der Preis für das Gesamtpaket wird zu hoch. Adidas hat ohnehin das verbriefte Recht, andere zu überbieten. Wir setzen beim Einsatz unserer Mittel andere Prioritäten“, so Gulde im SZ-Interview und verweist viel lieber auf das Meister-Märchen von Leicester City in der englischen Premier League: „Die Nachfrage nach Trikots ist jetzt um das Fünfzehnfache gestiegen. Die Fans mögen solche Geschichten: Da kommt ein Underdog von ganz unten plötzlich nach oben, und ihm gelingt das Unmögliche. 


ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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