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 Servus TV sagt doch Servus
Sportbusiness | 04.05.2016

TV-Sender macht weiter

Servus TV sagt doch Servus – in Deutschland und Schweiz

Servus TV sagt doch Servus. Servus-TV-Logo (Quelle: Servus TV)
Servus TV startete 1995 noch unter dem Namen Salzburg TV.
Bild: Servus TV
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Der Schlingerkurs von Servus TV geht weiter: Im Mai war der Sender von Red-Bull-Eigentümer Dietrich Mateschitz eigentlich schon eingestellt. Dann ging es unvermittelt doch weiter. Nun ist wieder Schluss – für Deutschland und die Schweiz, wie „Sponsors“ berichtet. 

Hintergrund für die Querelen im Mai war offenbar der Streit um die angekündigte Gründung eines Betriebsrat, der zunächst gegen den Willen der TV-Bosse beschlossen werden sollte –  und der nun doch nicht kommen wird. „Basierend auf gegenseitiger Akzeptanz und Respekt sowie dem Verständnis der jeweiligen Positionen und Standpunkte kam es zu einem konstruktiven Gespräch", bestätigte Servus TV in einer Mitteilung. Dass nun die Mehrheit der Mitarbeiter einen Betriebsrat ablehne, sei „für einen Betrieb, der für seine hohen sozialen Standards bekannt ist, nicht überraschend", hieß es weiter.

Der Betriebsrat kommt nun doch nicht

Die Fortsetzung der partei-politischen unabhängigen Linie werde von allen Beteiligten begrüßt, teilte Servus TV mit, dies schließe auch die Gewerkschaften und Arbeitnehmervertreter ein. Und dann folgt der entscheidende Satz in der Mitteilung: „Red Bull führt daher den Sender weiter, und die Kündigungen werden zurückgenommen."

Noch tags zuvor hatte dies anders geklungen. „Obwohl wir Jahr für Jahr einen nahezu dreistelligen Millionenbetrag in Servus TV investiert haben, lässt sieben Jahre nach Einführung die aktuelle Markt- und Wettbewerbssituation keine wirklich positive Entwicklung erwarten“, hieß es da in einer Mitteilung. Die Ankündigung, einen Betriebsrat zu gründen, habe  eine weitere Rolle gespielt habe, bestätigte Red-Bull-Boss Mateschitz der Austria Presse Agentur: „Dass diese Vorgehensweise bei der Entscheidung in der aktuellen Situation nicht gerade dienlich war, ist evident.“ 

Übertragung von Eishockey

264 Mitarbeitern wurde zunächst gekündigt, die Kündigungen wurden jetzt zurückgenommen, da der Sendebetrieb weiter geht. 

Servus TV, das vor allem Trend- und Actionsportarten eine Plattform bietet, war auch zeitweise TV-Partner der Deutschen Eishockey Liga (DEL). In Österreich hatte sich der Sender vor kurzem erst die Rechte an der dortigen Eishockey-Liga für die nächsten drei Jahre gesichert. 

Die Rechte an der DEL sicherte sich indes die Deutsche Telekom.

ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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