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 Österreichs Primus Hervis mit starker Bilanz
Retail | 09.03.2016

Hervis setzt auf Märkte in Osteuropa

Österreichs Primus Hervis mit starker Bilanz

Österreichs Primus Hervis mit starker Bilanz. Hervis setzt verstärkt auf kleine kompakte Läden - hier am Wiener Hauptbahnhof (Quelle: Hervis)
Hervis setzt verstärkt auf kleine kompakte Läden - hier am Wiener Hauptbahnhof
Bild: Hervis
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Hervis, der führende Sporthändler Österreichs, hat auch im vergangenen Jahr kräftig zugelegt. Währungsbereinigt lag das Umsatzplus bei 10,3 Prozent und bescherte dem Tochterunternehmen der Lebensmittel-Gruppe Spar Erlöse in Höhe von 469 Mio. Euro.

Dabei erwiesen sich die Investitionen im mittel- und osteuropäischen Raum einmal mehr als sehr erfolgreich. Allein am österreichischen Heimatmarkt erreichte der Händler ein Plus von 9,5 Prozent, der allgemeine Branchenschnitt liegt lediglich bei 2,1 Prozent.

Wasserburg: Achter Shop in Bayern

Gleichwohl ist der Zuwachs nicht auf gleicher Fläche zu verstehen: Derzeit unterhält Hervis 191 Verkaufsstellen, wovon sich 88 in Österreich befinden. Etwas mehr als die Hälfte der Läden verteilt sich auf Slowenien, Kroatien, Ungarn, Rumänien, die Tschechische Republik und Deutschland.


Auf dem deutschen Markt, hier gleichzusetzen mit Bayern, eröffnete erst Anfang März in Wasserburg am Inn die achte deutsche Filiale auf 850 Quadratmetern Verkaufsfläche. Fast parallel öffnete ein weiterer Hervis-Shop in Wien im Einkaufszentrum Huma Eleven.

Verglichen mit dem Vorjahr eine eher moderate Steigerung, zum Jahresschluss 2014 gab es in Österreich 87 Hervis-Filialen und in den genannten Auslandsmärkten 102 Stores. Saldo bedeutet das gerademal ein Zuwachs von insgesamt zwei Geschäften.

Auf der anderen Seite verdeutlicht die Zurückhaltung bei der Expansion, dass das Handelsunternehmen weitgehend auf gleicher Fläche weiter wachsen konnte. 

Neue Shops in Osteuropa

Vor Jahresfrist wurde das Plus tendenziell noch aus neuen Shops und weniger aus den Bestandsflächen generiert.

Hervis ist in Südost-Europa traditionell recht gut aufgestellt und setzt in einigen der dortigen Länder auf weiteres Wachstum. Wie berichtet konnte auch Mitbewerber Intersport bereits im Januar zur ISPO MUNICH recht überzeugende Zahlen für die Region vorlegen. 

Hervis-Geschäftsführer Alfred Eichblatt freut sich auf die Fußball-Europameisterschaft 2016 (Quelle: Hervis)
Hervis-Geschäftsführer Alfred Eichblatt freut sich auf die Fußball-Europameisterschaft 2016
Bild: Hervis

Hervis sieht dort ebenfalls Potential und plant für das laufende Jahr eine Reihe von Neueröffnungen.

Das Unternehmen strebt für 2016 neue Verkaufspunkte in allen vertretenen Ländern an. Konkrete Standorte stehen bereits fest: Haid in Österreich, Veszprem in Ungarn sowie drei neue Shops in Rumänien, darunter in der Hauptstadt Bukarest.

Retail neu gedacht

Schon seit längerem setzt Hervis auf moderne Shopping-Optionen wie Click & Collect. Um den neuen Anforderungen im Zeitalter des Multi-Channel-Retailing gerecht zu werden, beschreitet die Kette neue Wege in der Verkäufer-Ausbildung.


Hervis bietet seit Neuestem für die Auszubildenden im Einzelhandels-Bereich eine Zusatz-Qualifikation mit dem Namen „Digitaler Verkäufer“ an.

Im Zentrum dieser Anstrengungen stehen besondere Schwerpunkte wie die spezifischen Anforderungen des Einkaufs über mobile Geräte, das Multichannel-Angebot des Arbeitgebers sowie der Logistik im Versandhandel.

Von den rund 2800 Mitarbeitern des Händlers sind knapp zehn Prozent Auszubildende.

Markus Huber (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von Markus Huber, Autor
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