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 VW kürzt Fußball-Sponsoring
Sportbusiness | 08.03.2016

Schalke 04 und TSV 1860 München

VW kürzt Fußball-Sponsoring

. 1860s Cristopher Schindler jubelt nach einem Torerfolg. (Quelle: imago/Philippe Ruiz)
VW wurde zur Saison 2013/14 Hauptsponsor von 1860 München.
Bild: imago/Philippe Ruiz
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Die VW-Abgasaffäre hat nun auch für den deutschen Fußball erste Konsequenzen: Die Volkswagen AG beendet das Sponsoring beim Fußball-Bundesligisten Schalke 04 und beim Zweitliga-Klub TSV 1860 München, berichtet das "Handelsblatt".

Für die Gelsenkirchener geht demnach ein Premiumpartner, für die Löwen sogar der Trikot- und Hauptsponsor verloren. Bisher wurden 20 der 36 Erst- und Zweitligisten direkt durch VW oder durch eine dem Konzern angehörende gesponsert.


In der Bundesliga gehört der VfL Wolfsburg zu 100 Prozent zu Volkswagen. Als Vereinssponsor sind sie neben Schalke auch bei Werder Bremen aktiv. Audi hat einen Anteil von 8,33 Prozent an der FC Bayern München AG sowie einen von 19,94 Prozent am FC Ingolstadt. Zusätzlich sind sie Werbepartner der Bundesligisten FC Augsburg, Hertha BSC Berlin, Borussia Mönchengladbach und TSG Hoffenheim sowie Unterstützer der HSV-Stiftung. Andere Vereine werden durch MAN, lokale Händler oder weitere VW-Tochterunternehmen gesponsert.

VW: Fußball-Sponsoring könnte weiter gekürzt werden

Sowohl beim FC Schalke 04 als auch beim TSV 1860 München laufen die Verträge zum Saisonende aus, weswegen sich aus VW-Sicht ein Ende der Zusammenarbeit angeboten hat. Das Signal dieser Maßnahme: Das Unternehmen aus Wolfsburg muss überall sparen – auch bei der Bundesliga. Es wird davon ausgegangen, dass der Abgasskandal VW mehrere Milliarden Euro kosten wird.

Bei Schalke und dem TSV 1860 soll VW pro Jahr 1,5 Millionen Euro investiert haben. Die Münchner, auf deren Trikots der VW-Slogan "Think Blue" steht, müssen allerdings nicht schwarz sehen: Der Verein, den der jordanische Investor Hasan Ismaik am Leben hält, die kann sich auf eine Garantie-Summe durch den Vermarkter Infront verlassen. 

Zwar wird Volkswagen sich kaum komplett aus dem Fußball zurückziehen. Aber die Summe von 100 Millionen Euro, die laut Berechnungen der TU Braunschweig allein VW und Audi pro Jahr in die Erst- und Zweitligisten stecken, wird das Unternehmen wohl weiter reduzieren. Konzernchef Matthias Müller sagte kurz nach Beginn des Abgas-Skandals über das Thema Fußball: „Wir drehen jeden Stein um und werden uns auch das ansehen.“

ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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