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 Kitbag: Amerikaner übernehmen britischen Onlinehändler
Retail | 04.02.2016

Sports Direct hat das Nachsehen

Kitbag: Amerikaner übernehmen britischen Onlinehändler

Kitbag: Amerikaner übernehmen britischen Onlinehändler. Kitbag in neuen Händen: Der britische Online-Händler für Fan- und Sportartikel geht an das amerikanische Pendant Fanatics.  (Quelle: Kitbag.com)
Kitbag in neuen Händen: Der britische Online-Händler für Fan- und Sportartikel geht an das amerikanische Pendant Fanatics.
Bild: Kitbag.com
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Mit der Übernahme von Kitbag, dem britischen Internet-Sporthändler, verschafft sich dessen US-amerikanisches Gegenstück, Fanatics, Zutritt zum europäischen Markt. Zudem gelingt Fanatics damit der Einstieg in das Geschäft mit Fußballartikeln. Die neuen Kitbags-Eigner zahlen dem bisherigen Besitzer Findel einen Betrag von 11,55 Mio. Pfund (15,2 Mio. Euro).

Kitbag betreibt nicht nur seine eigenen Internet-Shops, sondern besorgt zudem das Online-Business von rund 25 europäischen Partnern aus den Bereichen Fußball, Golf, Rugby, Tennis und Formel 1. Namhafte Kunden sind unter anderem Real Madrid, Manchester City, die French Open, Borussia Dortmund, der FC Chelsea. Hinzu kommt das europäische Geschäft der US-Profiligen NFL, NBA und NHL.

Aufteilung der Märkte

Offenbar geht es darum, eine globale Plattform für Fan- und Sportartikel zu schaffen. Der Plan sieht so aus, dass Fanatics Nordamerika abdeckt und Kitbag alle übrigen Teile der Welt. Mit diesem Schachzug hat Findel offensichtlich einem schwergewichtigen Interessenten an Kitbag einen Strich durch die Rechnung gemacht.


Wie berichtet, ist Sports Direct International an Findel beteiligt. Dem großen britischen Sporthändler wurden Ambitionen nachgesagt, sich Kitbag selbst sichern zu wollen. Erst unlängst scheiterte SDI kläglich mit dem Versuch, Leute seines eigenen Vertrauens in die Chefetage von Findel zu hieven. Dieser Vorstoß wurde von einer breiten Allianz weiterer Findel-Aktionäre vereitelt.
 

Markus Huber (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von Markus Huber, Autor
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