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 Sportmanager verdienen weniger als der Durchschnitt
Sportbusiness | 01.02.2016

Arbeiten im Sport-Business

Sportmanager verdienen weniger als der Durchschnitt

Sportmanager verdienen weniger als der Durchschnitt. Ulrich Semblat ist Vorstandsvorsitzender des Verbandes für Sportökonomie und Sportmanagement (VSD). (Quelle: VSD)
Ulrich Semblat ist Vorstandsvorsitzender des Verbandes für Sportökonomie und Sportmanagement (VSD).
Bild: VSD
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Ein Millionengehalt? Keine Chance, zumindest nicht für den normalen Sportmanager in Deutschland. Der verdient monatlich im Schnitt 2575 Euro brutto und damit weniger als der durchschnittliche Arbeitnehmer. 

Ulrich Semblat ist Chef des Verbandes für Sportökonomie und Sportmanagement (VSD) und referierte Ende Januar 2016 vor Studenten, die selbst den Traum haben, einmal im Sport-Business als Manager einzusteigen. Die Zahlen, die er für ISPO ACADEMY vortrug, waren offenbar anders als erwartet. „Erfolg ist mehr als eine Zahl auf dem Gehaltszettel“, lautete einer seiner zentralen Botschaften beim Vortag „Was verdient ein Sportmanager?“

Hoeneß nicht repräsentativ

Vielen wird bei diesem Beruf sofort Uli Hoeneß einfallen. Der einstige Bayern-Manager hat im Rahmen seines Steuerstrafverfahrens eigeninitiativ etwa 43 Millionen Euro aus dem eigenen Vermögen bezahlt. Das hat er sich sicher als Chef der eigenen Wurstfabrik erworben – aber auch langjähriger Manager von Bayern München.


Die Realität des normalen Sportmanagers in Deutschland sieht jedoch anders aus: 2575 Euro brutto monatlich ist das Durchschnittsverdienst. Das sind 90 Euro weniger als der Durchschnitt der Deutschen kassiert (2665 Euro/Quelle Statista 01/2016). Zum Vergleich: Ein Pilot oder Bundeskanzlerin Angela Merkel verdienen etwa 16.000 Euro pro Monat.

Bei Sponsoren und der Industrie gibt’s mehr Geld

Die Spanne beim Sportmanager reicht von einem Einstiegs- bzw. Teilzeitgehalt von 1893 Euro („Viele Berufsanfänger nehmen für ihren Traumjob einen Gehaltsabschlag in Kauf“) bis zu 4815 Euro. In gehobenen Positionen kann man sicher auch noch ein Stück mehr verdienen.

Abhängig ist das neben der Art der Position (Junior oder Senior) auch von der Größe der Firma (in Firmen über 1000 Beschäftigte wird besser verdient). In der Industrie oder bei Sponsoren kann man ebenfalls tendenziell mehr verdienen als bei kleinen Vereinen oder Verbänden. „Wenn man zum Beispiel über 5000 Euro brutto monatlich verdient gehört man schon zu den 10 Prozent der Topverdiener in Deutschland“, sagt Semblat.


Ehemalige Sportler verdienen mehr

Gute Chancen haben ehemalige Leistungssportler im Berufsleben. Sie verdienen nach einer Studie von Dewenter/Giessing im Schnitt monatlich 812 Euro netto mehr als Nicht-Sportler. Semblat: „Ehemalige Leistungssportler sind teamfähiger, leistungsorientierter und gehen mehr an ihre Grenzen.“

Und, wenn es gut für sie läuft, verdienen sie auch in ihrer aktiven Karriere deutlich mehr als Sportmanager. Weltfußballer Lionel Messi zum Beispiel verdient laut Semblat inklusive Werbeeinahmen etwa vier Millionen Euro pro Monat. Dafür muss der durchschnittliche Sportmanager in Deutschland lediglich etwa 125 Jahre arbeiten…

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Lars Becker (Quelle: Lars Becker)
Ein Beitrag von Lars Becker, Autor
ISPO JOB MARKET
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