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 Intersport: Trotz Widrigkeiten 2 Prozent Wachstum angepeilt
Retail | 21.12.2015

Sportartikelhändler

Intersport: Trotz Widrigkeiten 2 Prozent Wachstum angepeilt

Intersport: Trotz Widrigkeiten 2 Prozent Wachstum angepeilt. Intersport-Filiale (Quelle: Intersport)
Intersport-Filiale
Bild: Intersport
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Unlängst weihte die Intersport-Führung die Fachpresse bei einem Hintergrundgespräch in Frankfurt über den Ist-Zustand der Gruppe und die Pläne für die nähere Zukunft ein. Die Vorstände Kim Roether (Vorsitzender), Jochen Schnell (Ware, Marketing) und Hannes Rumer (Finanzen) blickten auf ein gelungenes Jahr zurück und stellten die nächsten Schritte vor.


Noch vor der heißen Phase des Weihnachtsgeschäfts (Stand: 7. Dezember) konnte die operative Führung des Unternehmens ein aufgelaufenes Umsatzplus der angeschlossenen Händler um 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr verkünden. Dies war insbesondere deswegen bemerkenswert, als der Handel im Jahr 2015 ohne ein großes Fußballfest, das die Umsätze ankurbelt, auskommen musste. Erwartungsgemäß lag das Segment Teamsport zweistellig im Minus.



Die andere Warengruppe, die nach Angaben von Warenvorstand Jochen Schnell unter dem Vorjahres-Erlös verbleibt, ist Tennis. Hier ging es allerdings weniger um eine gesunkene Nachfrage, sondern vielmehr um den Umstand, dass sich einige Händler, die Schlägersport eher so nebenher betrieben, zum Rückzug geblasen und dieses Segment aufgegeben haben. Alle anderen Kategorien – auch Wintersport – liegen im Vergleich zu 2014 im Plus.

Sporthandel mit Eigenmarken stärken

Auf strategischem Gebiet gab Vorstands-Vorsitzender Kim Roether eine Marschzahl für die nächsten fünf Jahre vor: Bis 2020 soll der Anteil der Eigenmarken der Händler auf wertmäßig 20 Prozent steigen. Derzeit liegt dieses Geschäft bei etwa 16 Prozent. Roether wies darauf hin, dass der neue Ansatz auch im Zusammenhang mit dem Wettbewerb aus dem Internet stehe: Über Ware, die exklusiv über Intersport-Geschäfte vertrieben werde, gebe es mehr Kontrolle. Zudem schärften Eigenprodukte das individuelle Profil der Händler.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Kundenbindung: Im nächsten Jahr soll eine Gutscheinkarte für die Kunden aufgesetzt werden. Untersuchungen würden belegen, dass solche Gutscheine die Umsätze am Verkaufspunkt effektiv steigern. Betont wurde, dass diese Karte von der Intersport selbst lanciert wird und nicht in Partnerschaft mit anderen Handelsunternehmen.


ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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