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 Nike wehrt sich gegen Bestechungsverdacht
Sportbusiness | 09.12.2015

Sponsorenvertrag mit Selecao wird untersucht

Nike wehrt sich gegen Bestechungsverdacht

Nike wehrt sich gegen Bestechungsverdacht. Der Firmensitz von Nike in Beaverton/Oregon in den USA. (Quelle: Nike)
Unruhige Zeiten im Nike-Firmensitz in Beaverton: Das Unternehmen bestreitet, Schmiergelder gezahlt zu haben.
Bild: Nike
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Der weltgrößte Sportartikelhersteller Nike bestreitet weiterhin, in einen Bestechungsskandal verwickelt zu sein. Bereits vor Monaten wurden Ungereimtheiten um den Einstieg von Nike als Sponsor der brasilianischen Fußballnationalmannschaft im Jahr 1996 bekannt.

Es geht um umgerechnet 35,5 Millionen Euro, die an Schmiergeldern geflossen sein sollen. Nun gab die US-Justiz neue Details bekannt.

In einer im Mai veröffentlichten Anklageschrift der US-Justiz tauchte erstmals ein Verdacht gegen Nike auf. Darin war die Rede von einer "Sportartikelfirma A", die nach einem 160-Millionen-Dollar-Sponsorendeal mit dem brasilianischen Fußballverband noch weitere 40 Millionen Dollar an "Marketing-Gebühren" an ein Schweizer Konto überwiesen haben soll.

Sponsoring der Selecao

In einer aktualisierten Version der Anklage heißt es nun, die Hälfte dieses Betrages soll als Schmiergeld beim damaligen Präsidenten des brasilianischen Fußballverbandes, Ricardo Teixeira, gelandet sein.

Tatsächlich unterschrieb Nike 1996 einen Sponsoring-Vertrag für die brasilianische Fußball-Nationalmannschaft. Der Deal galt damals als Meilenstein im Sport-Business, sicherte er Nike doch den Sprung auf den bedeutenden Fußball-Markt. Der Sportartikelhersteller selbst bestreitet, dass illegale Gelder geflossen sind.

Keiner der Anklagepunkte lasse darauf schließen, dass Nike-Mitarbeiter von Bestechung oder Schmiergeldzahlungen wussten, hieß es in einer Mitteilung. Das Unternehmen wolle mit den Behörden kooperieren.

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