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 Tipps beim E-Bike-Kauf: Welches Fahrrad ist das Beste?
Bike | 24.05.2017

S-Pedelec, E-MTB, Trekking-E-Bike, City-E-Bike, Cargo-E-Bike und Co.

Tipps beim E-Bike-Kauf: Welches Elektro-Fahrrad passt zu mir?

Tipps beim E-Bike-Kauf: Welches Fahrrad ist das Beste?. Mit Rückenwind durch die Wildnis oder doch lieber in die Innenstadt? Für jeden Typ gibt es das passende E-Bike. (Quelle: Lapierre)
Mit Rückenwind durch die Wildnis oder doch lieber in die Innenstadt? Für jeden Typ gibt es das passende E-Bike.
Bild: Lapierre
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Die Zahl der E-Bike-Modelle und -typen wächst stetig: Es gibt City-E-Bikes, E-Lastenräder, Trekking-E-Bikes, E-MTBs, S-Pedelecs für hohe Geschwindigkeiten und dazu noch Elektroantriebe zum Nachrüsten von herkömmlichen Fahrrädern. Wer ein Pedelec kauft, sollte sich daher im Vorfeld viele Gedanken über den Einsatzzweck machen.

Christian Deissenberger, Organisator der E Bike Days in München, kann diese Differenzierung im Markt bestätigen: „Wir sehen ganz deutlich, wie sich auch bei den Ausstellern was tut“, sagt er. Im vergangenen Jahr seien hauptsächlich die großen Anbieter vor Ort gewesen.

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„In diesem Jahr kamen auch viele kleinere Aussteller und natürlich Unternehmen, die sich spezialisiert haben, sei es im Bereich Zubehör oder auf spezielle E-Bike-Segmente.“ Damit hier nicht der Überblick verloren geht, hat ISPO.com die wichtigsten E-Bike-Kategorien zusammengestellt:

E-Bikes und E-MTBs: Die neuesten Trends


Vorbei am Stau mit City-E-Bike

Wer ein City-E-Bike kauft, möchte Strecken im Alltag schneller überbrücken: Egal ob zum Einkaufen, in die Arbeit, oder mit dem Kinderanhänger zum Kindergarten. Wichtig ist eine komfortable Ausstattung mit Fahrradständer, Schutzblechen, Gepäckträger (hier ist oft auch der Akku verbaut), solider Schaltung und verkehrssicherer Beleuchtung.

Viele Räder haben zudem einen bequemen, tiefen Einstieg. Großteils werden Scheibenbremsen verbaut, oder es kommen hydraulische Bremsen zum Einsatz, klassische V-Brakes sind nur selten zu finden. Dafür haben viele City-E-Bikes eine Federgabel für mehr Fahrkomfort. Kostenpunkt: Ab rund 2000 Euro aufwärts.

In die Kategorie City-E-Bike lassen sich auch die „Lifestyle-E-Bikes“ einordnen. Gerade auf den E Bike Days hatten die Händler eine Menge davon im Angebot. Kein Wunder, steht hier doch das auffällige Design im Vordergrund.


Dafür muss der Käufer bei vielen Modellen auf Gepäckträger und / oder Ständer verzichten. Lichtanlagen sind teilweise auf das nötigste reduziert. Um die minimalistische Anmutung zu erhalten, gibt es beispielsweise Modelle, die den Akku in einer kleinen Satteltasche integriert haben.

Inzwischen fällt im Zusammenhang mit bestimmten (E-)Bikes oft der Begriff „Commuter“, englisch für Pendler. Das sind meist schicke und gleichzeitig leistungsfähige Bikes, viele davon sind (S-)Pedelecs.

Sportliches Trekking-E-Bike

Trekking-E-Bikes werden auch als Touring-E-Bikes bezeichnet. Die Sitzposition auf dem Rad ist im Vergleich zum City-E-Bike gestreckter, Schutzbleche und Gepäckträger sind leichter, aber weniger komfortabel.

Das Fahrrad hat – beispielsweise für Überlandfahrten – eine sehr starke Beleuchtung. E-Bike-spezifische Unterschiede zur City-Variante sind der leistungsfähigere Motor, die größere Batteriekapazität und die oftmals differenziertere Batterieanzeige - besonders über Land und bei großen Touren spielt das eine wichtige Rolle. Kostenpunkt: Ab 2300 Euro aufwärts.

E-MTB ist Uphill-Spaß

Wer bergab im Trail Spaß haben will, muss sich bergauf quälen, diese Gleichung wird mit E-MTBs außer Kraft gesetzt. E-Mountainbikes verzichten wie herkömmliche Mountainbikes auf Schutzbleche, verkehrssichere Beleuchtung usw. Dafür wird viel Wert auf eine gute Federung gelegt.

Motorenhersteller wie Bosch unterstützen mit eigenen Uphill-Events die E-MTB-Szene. (Quelle: Bosch)
Motorenhersteller wie Bosch unterstützen mit eigenen Uphill-Events die E-MTB-Szene.
Bild: Bosch

Viele Experten wie E-MTB-Profi Stefan Schlie empfehlen, auf Grund des wesentlich höheren Komforts, auf jeden Fall in ein Fully und nicht in ein Hardtail zu investieren. Gleichzeitig ist Schlie überzeugt, dass E-MTBs das Potential zum neuen Status-Symbol haben, weil es sich auch in der Stadt bequem fahren lässt.

So gibt es auch kleine Hersteller, die mit E-MTBs in den Markt starten, da der Einsatzbereich der E-MTBs entsprechend groß ist. Kosten: 2900 Euro aufwärts.

„Das E-MTB wird das MTB ersetzen“, sagt Stefan Schlie. Hier geht’s zum Interview >>>

E-Lastenrad statt Auto                            

Egal ob Cargobike, Transportfahrrad oder Lastenrad genannt – gerade in diesem Segment gibt es immer mehr Modelle mit Elektro-Antrieb. Ein großer Vorteil bei vielen Lastenrädern: Der Einstellbereich für den Sattel und den Vorbau ist sehr groß, das heißt, große und kleine Leute können sich ein Fahrrad teilen. Gerade beim (E-)Lastenrad zeigt sich, dass der Markt auf viele Kundenwünsche reagiert hat.

Auch auf den E Bike Days wurde enorm viel Zubehör angeboten: Standard sind inzwischen extra Kindersitze, Babyschalen oder spezielle Zusatzkisten und der Schlecht-Wetter-Schutz. Kosten: 1500 Euro aufwärts.

E-Bikes sind inzwischen längst auch als Lastenräder verfügbar. (Quelle: Bosch)
E-Bikes sind inzwischen längst auch als Lastenräder verfügbar.
Bild: Bosch

S-Pedelec für Pendler

Achtung! Wer S-Pedelec fährt, verlässt, rechtlich gesehen, den Fahrradbereich. Im Unterschied zu den Pedelecs unterstützt der Motor beim Speed-Pedelec den Fahrer bis zu einer Geschwindigkeit von 45km/h. S-Pedelec-Fahrer müssen deshalb

  • innerorts auf der Straße fahren,
  • einen Helm tragen,
  • mindestens 16 Jahre alt sein,
  • ein Versicherungskennzeichen beantragen,
  • eine Fahrerlaubnis der Klasse AM
  • und eine Betriebserlaubnis bzw. Einzelzulassung des Herstellers haben. 

Alle großen Anbieter haben auch S-Pedelecs im Angebot, meist mit sehr sportlicher Geometrie und Ausstattung. Denn diese E-Bikes lohnen sich durch die hohe Geschwindigkeit nur für geübte Fahrradfahrer, Pendler und Radfahrer denen es nichts ausmacht, innerorts keine Radwege nutzen zu dürfen.

Ein Kinderanhänger darf bei S-Pedelecs nicht angehängt werden. Die größere Leistungsfähigkeit macht sich auch beim Preis bemerkbar: Kosten: 3000 Euro aufwärts. 

Eigenes Rad elektrisch nachrüsten

Wer sein altes Fahrrad weiter nutzen möchte, kann dieses zum E-Bike umrüsten lassen. Auch der ISPO BRANDNEW Finalist Pendix bietet hierfür Systeme an. Nachrüsten lässt sich nahezu jedes herkömmliche Fahrrad. 

VIDEO: ISPO OPEN INNOVATION auf der ISPO MUNICH 2017

 (Quelle: CK)
Ein Beitrag von Claudia Klingelhöfer, Autorin
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