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 Das sind die fünf wichtigsten Fitness-Trends 2018
Fitness | 11.04.2017

Workouts werden digital – und die Zielgruppen der Branche immer spitzer

Das sind die fünf wichtigsten Fitness-Trends 2018

Das sind die fünf wichtigsten Fitness-Trends 2018. Die Wege zum Erfolg sind vielfältig: Fitnesstraining im Jahr 2018. (Quelle: iStock)
Die Wege zum Erfolg sind vielfältig: Fitnesstraining im Jahr 2018.
Bild: iStock
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Die Wahl des Workouts und der Ausrüstung ist längst zum Statussymbol geworden: Die Fitness-Branche boomt weiterhin. Für die einen ist die Motivation die bloße Gesundheit, die anderen wollen jeden Tag schneller, beweglicher und stärker werden. Und jede Zielgruppe will natürlich von der Industrie angesprochen werden. Das sind die Trends im Jahr 2018.

Zwar fahren viele Fitnessstudios, aus Kosten- und Effizienzgründen, weiterhin das Modell, möglichst viele Menschen mit möglichst geringem Betreuungsaufwand durch ihren Gerätepark zu schleusen – zeitgemäß ist das allerdings nicht mehr.


Eigentlich weiß die Branche schon seit vielen Jahren, dass die eindimensionale Nutzung von Maschinen – die eigentlich für das klassische Bodybuilding entwickelt worden – zwar bei sachgemäßer Anwendung dem Muskelaufbau zuträglich sind, aber vor allem gegenüber weiterentwickelteren Trainingsformen nicht besonders gesundheitsfördernd sind.

Entsprechend haben viele Branchen-Unternehmen die Chance ergriffen, Teil einer kleinen Revolution im Fitness-Sport zu werden: Weg von den starren Geräten (die gemeinhin auch nicht für ihren Spaßfaktor bekannt sind) – hin zum Social Event auf der einen Seite oder zum digitalen Echtzeit-Coaching auf der anderen. Training ist gleichzeitig höchst individuell und maximal sozial geworden. Das sind die Trends im Jahr 2018.

Outdoor-Gruppentrainings sind zum absoluten Trend geworden. (Quelle: iStock)
Outdoor-Gruppentrainings sind zum absoluten Trend geworden.
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1. Die Community zählt – online und offline

Gerade in den Städten in ganz Europa formieren sich die Outdoor-Trainings, die Running-Gruppen und Bootcamps. Und es werden von Jahr zu Jahr mehr. Wer setzt sich schon gerne bei schönem Wetter in ein miefiges Studio, wenn er draußen ein umfangreiches Functional Training bekommt und dabei gleichzeitig noch Freunde treffen kann?

Der Community-Faktor wächst und wächst. Bei der Socializing-Fraktion, aber auch bei den Individual-Trainierenden. Größen wie Freeletics haben es vorgemacht: Mit einem Swipe auf dem Smartphone ist jeder Sportler sofort mit seinem digitalen Netzwerk verbunden. Für Tipps und Tricks, aber vor allem auch zur gegenseitigen Motivation.

Der Klassiker: Schlingentrainer. Perfekt in der Kombination mit anderen Gadgets. (Quelle: iStock)
Der Klassiker: Schlingentrainer. Perfekt in der Kombination mit anderen Gadgets.
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2. Der Geräte-Markt wird noch spezieller und diverser

Das TRX ist so etwas wie das Tempo-Taschentuch des Functional Trainings. Das Gerät aus den USA ist der mit Abstand prominenteste Vertreter der Kategorie Schlingentrainer, das im Prinzip mit einem Ast oder Türrahmen als Ankerpunkt ein vollwertiges und intensives Ganzkörper-Workout ermöglicht. Viele Nachahmer sind dem Prinzip entsprechend gefolgt.

Die Innovationen auf dem Gebiet der Trainingsgeräte gehen ins Detail: Bulgarian Bags und Battle Ropes haben sich in die fortschrittlichen Studios schon etabliert, weitere Generationen von Tubes, Poles und Rolls, die alle immer irgendwas noch besser können als die Vorgänger und die Konkurrenz, drücken auf den Markt. Auch wenn die Auswahl mittlerweile redundant geworden ist – kann das Training mit neuem Spielzeug einfach immer noch wahnsinnig viel Spaß machen.

Der Eiweißshake kommt schon lange nicht mehr aus dem Muckibuden-Eimer. (Quelle: iStock)
Der Eiweißshake kommt schon lange nicht mehr aus dem Muckibuden-Eimer.
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3. Es gibt Nahrungsergänzungen für jede Zielgruppen

Proteinpulver ist salonfähig geworden. Kein Smoothie-Laden in einem halbwegs hippen Stadtviertel, der nicht auch eine Eiweiß-Bombe im Angebot hat. Aber nicht mit dem Pulver aus dem Eimer, das die schweren Jungs nach Hause schleppen. Die Mischung auf Milchbasis ist out – und höchstens noch als bio akzeptabel. Der Trend geht ganz klar zu Spezialprodukten wie Erbsen- oder Hanfprotein, die passenderweise gleich noch vegan sind.


Grundsätzlich wird die Industrie nie müde, immer neue und noch vielversprechendere Pülverchen auf den Markt zu werfen – mit den Juicern und Detoxern dieser Welt haben sich dafür eben auch ganz neue, oft auch zahlungskräftige, Zielgruppen aufgetan.

Mittlerweile findet sich in jeder Drogerie das Nahrungsergänzungsmittel für jede Ernährungsform: Vor, während, nach dem Workout, für jegliche Mahlzeiten und vor dem Schlafengehen sowieso. Das ist zumindest ein Geschäftsmodell. Aber für den Trainingserfolg am Ende nicht entscheidend.

Die App auf dem Tablet coacht beim Training live mit. (Quelle: iStock)
Die App auf dem Tablet coacht beim Training live mit.
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4. Smarte Gadgets geben Live-Feedback

Per App zu trainieren – oder besser: einen Trainingsplan zu befolgen – ist natürlich nicht neu. Was aber neu ist ein smartes Set-up, das, etwa mit kompletter Sensorik in Sohle oder der Funktionswäsche, sowohl Bewegungen misst als auch die Körperfunktionen kontrolliert. Daraus leitet dann wiederum die App live und immer wieder neu das weitere Workout und Training ab.

In seiner grundsätzlichen Funktion funktioniert das auch ganz einfach über die Smartphone-Kamera: So analysiert die App Bewegungsabläufe und kann diese mit Hinweisen und Hilfestellungen optimieren. Noch kann kein Algorithmus einen gut ausgebildeten Trainer ersetzen – die digitalen Produkte nähern sich dem allerdings immer mehr an.

EMS-Training wird von Jahr zu Jahr einfacher – in  der Anwendung und im Setup. (Quelle: iStock)
EMS-Training wird von Jahr zu Jahr einfacher – in der Anwendung und im Setup.
Bild: iStock

5. EMS-Training wird immer kleiner und praktischer

Ob und inwiefern es tatsächlich Sport ist, sich Stromstöße durch den Körper jagen zu lassen, darf natürlich diskutiert werden. Wem allerdings der Zweck die Mittel heiligt, der bekommt mit EMS-Training mit niedrigem Zeit-Investment ein effektives Muskelaufbau- und Kräftigungsprogramm.

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War die Ausrüstung früher noch unhandlich und schwer wie die Einsatz-Bekleidung von Spezialeinheiten, kombiniert mit einem unhandlichen stationären Gerät, ist heute EMS-Training im eigenen Wohnzimmer möglich. Und zwar nicht mit dem Bauch-Weg-Gürtel aus dem Teleshopping, sondern tatsächlich mit Ganzkörper-Stimulation.

So trainieren Sie effektiv im Studio


 

Julian Galinski (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von Julian Galinski, Leitender Redakteur
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