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 Erfolgreiche Unternehmen profitieren vom Wissen ihrer Kunden
Innovation | 03.04.2017

Kollaborativer Konsum als Zukunftsmodell

Deshalb nutzen erfolgreiche Unternehmen Crowdsourcing

Erfolgreiche Unternehmen profitieren vom Wissen ihrer Kunden. Crowd-Plattformen bieten Kunden die Möglichkeit, mitzugestalten. (Quelle: g-stockstudio)
Crowd-Plattformen bieten Kunden die Möglichkeit, mitzugestalten.
Bild: g-stockstudio
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Digitalisierung und neue Geschäftsmodelle: Eine Expertin erklärt, wie kollaborativer Konsum funktioniert und warum die Crowdsourcing-Plattformen Wegbereiter für die Zukunft von Sportbrands sind.

Theresa Schleicher ist selbsternannte Zukunfts-Enthusiastin. Sie arbeitet beim Zukunftsinstitut und erklärt als Markenstrategin bei VORN Consulting Unternehmen den Weg in die digitale Zukunft. 

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ISPO.com: Frau Schleicher, zäumen wir das Pferd mal von hinten auf, wenn ich wissen will, wie ich erfolgreiche Produkte entwickeln kann, dann muss ich wissen, wie meine Konsumenten ticken. Was hat sich in den vergangenen paar Jahren im Konsumverhalten verändert?
Theresa Schleicher: Das Konsumverhalten hat sich durch die Vernetzung grundlegend verändert. Man geht nicht mehr Einkaufen und besitzt danach ein Produkt, sondern man nutzt, teilt, bekommt, tauscht. Handeln ist kein linearer Akt mehr, das wurde maßgeblich von der Macht des digitalen, interaktiven und wesentlich offeneren Konsumenten angetrieben.


Nutzen, aber nicht besitzen: Das ist Share Economy

Sie sprechen hier das Phänomen des kollaborativen Konsums an...
...genau, kollaborativer Konsum meint die gemeinsame Nutzung eines Produktes oder Services ohne es selbst zu besitzen. Oft sehen wir das im Bereich des Car Sharings oder auch in neuen Leasing-Geschäftsmodellen, die es beispielsweise auch in der Sportbranche schon gibt. Ein tolles mir bekanntes Beispiel aus dieser Share Economy ist ein deutsches Start-up, das den ersten völlig autonomen Sportgeräteverleih entwickelt hat.

Das Konzept baut dabei auf globale Trends wie die fortschreitende Urbanisierung, auf Nachhaltigkeitsaspekte durch effiziente Ressourcenauslastung und auf die steigende Mobilität des Kunden. Die Sportgerätestationen befinden sich in öffentlichen Parks und ähneln Paket-Packstationen. Zu den Sportgeräten gehören Bälle genauso wie Trend-Sportgeräte und eher unbekanntere Sportgeräte aus anderen Ländern.

Wie nachhaltig ist der Trend des kollaborativen Konsums?
Wir leben in einer sehr stark geprägten Servicegesellschaft, die Dienstleistungen als ihre neuen Produkte versteht. Das wird sich auch in den nächsten Jahren nicht ändern und viele Branchen und Geschäftsbereiche langfristig verändern. Wir sehen bereits heute bei einigen Paradebeispielen von DriveNow bis AirBnB, dass die klassischen Konzepte nicht ersetzt, sondern gut ergänzt werden und damit ein langfristiges und nachhaltiges Zukunftspotenzial haben.

Theresa Schleicher beschäftigt sich mit dem Konsumenten von heute, morgen und übermorgen. (Quelle: privat)
Theresa Schleicher beschäftigt sich mit dem Konsumenten von heute, morgen und übermorgen.
Bild: privat

Crowdsourcing verändert die Zukunft der Brands

Wenn Unternehmen solche neuen Geschäftskonzepte entwickeln möchten, Innovationen oder Produkte testen wollen, können sie dazu ISPO OPEN INNOVATION nutzen. Mit OPEN INNOVATION bietet ISPO einen Service, der es Unternehmen ermöglicht, auf eine Community von über 20.000 sportbegeisterten Personen zurückzugreifen. Also auch eine Form der modernen Kollaboration zwischen Unternehmen und Kunden, oder?
Crowdsourcing- und Kollaborations-Plattformen sind ideal, um herauszufinden, was Konsumenten von heute morgen haben möchten. Besonders wenn die Nutzer Produkte mitentwickeln, wird die Bindung zum Unternehmen und zum Produkt noch größer. Die OPEN-INNOVATION-Plattform zeigt damit einen weiteren, dem Konsum vorgelagerten Aspekt spannender Innovationen im Bereich der Kollaboration und Vernetzung.

Werden Plattformen wie OPEN INNOVATION die Zukunft von Produktion und Handel prägen?
Das machen sie schon jetzt. Das lässt sich auch aus den Bedürfnissen der heutigen Kunden ableiten. Die Kunden sind stark individualisiert, sie möchten Teil des Prozesses sein und mitbestimmen. Crowd-Plattformen bieten die Möglichkeit, mitzugestalten. In der Folge haben die gemeinsamen Produkte meist auch größere Chancen, sich im Handel zu beweisen.

Innovationsmanagement muss sich mit Crowdsourcing beschäftigen

Das spricht ja auch direkt das Innovationsmanagement an: Wie können solche Plattformen Innovationen voranbringen, ist dann eine Plattform wie OPEN INNOVATION Innovationstreiber?
Beinahe jedes Unternehmen steht heutzutage vor der Herausforderung, den Kunden wirklich in den Mittelpunkt zu stellen. Und beim Thema Innovationen geht es genau darum: Unternehmen müssen analysieren, was Kunden gerade interessiert und was sie möchten. Auf dieser Basis können neue und bessere innovative Produkte, Lösungen und Services entstehen. Dementsprechend sind Plattformen wie OPEN INNOVATION eine richtige Herangehensweise.

Unternehmen greifen immer häufiger auf die Intelligenz und Ideen der Kunden zu. (Quelle: Thinkstock via THE DIGITALE)
Unternehmen greifen immer häufiger auf die Intelligenz und Ideen der Kunden zu.
Bild: Thinkstock via THE DIGITALE

Werden in 20 Jahren Crowdsourcing und Plattformen wie OPEN INNOVATION im Innovationsmanagement unverzichtbar sein?
In 20 Jahren wird sich der Erfolg eines größeren Unternehmens durch die richtige Einbeziehung des Kunden entscheiden. Daher wird es kaum vermeidbar sein, den Kunden auch in die Entwicklung und Forschung miteinzubeziehen. Sei es allein, um herauszufinden, wie ein Kunde tickt, bis hin zu dem Stadium, dass Kunden Produkte auch aktiv mitentwickeln – dem sogenannten Crowd-Creating.

Crowdsourcing ist auch sinnvoll, wenn sich Kunden irren

Wie können Innovationsprozesse unter Einbezug der Konsumenten effizient gestaltet werden? Können Unternehmen dabei auch Fehler machen?
Natürlich kann es sein, dass Kunden manchmal gar nicht genau wissen, was sie brauchen und wenn sie dann das Produkt ihrer Wünsche in der Hand halten, dass sie es dann gar nicht mehr wollen. Für die Unternehmen heißt das, Erwartungen intelligent zu filtern und sie richtig einzuordnen. Denn hinter jeder Aussage versteckt sich meist ein tieferes Motiv. Gewisse Informationen, die ich von Kundenseite bekomme, muss ich daher erst ‚übersetzen’ und kann sie nicht ungefiltert 1:1 übernehmen.


Für die eigene Zukunftsfähigkeit sind Unternehmen dann ja gerade in der Pflicht, Plattformen wie ISPO OPEN INNOVATION zu nutzen?
Crowdsourcing ist ein sehr guter Weg, um mit Kunden in Kontakt zu kommen und ihn besser zu verstehen und zu involvieren. Es gibt natürlich noch andere Möglichkeiten. Aber Crowdsourcing ist eine sehr relevante Methode, um umfassend innovativ zu werden.

Haben Sie Interesse an Crowdsourcing für Ihr Unternehmen? Dann schauen Sie sich die Möglichkeiten hierzu unbedingt genauer an. >>> 

 (Quelle: CK)
Ein Beitrag von Claudia Klingelhöfer, Autorin
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