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 Tough Mudder und Co: Die beliebtesten Hindernisläufe
Outdoor | 28.03.2017

Hindernislauf als Trendsport: Das sind die besten Events

Tough Mudder, Spartan Race, Xletix und Co. – Das sind die beliebtesten Hindernisläufe

Tough Mudder und Co: Die beliebtesten Hindernisläufe. In Deutschland locken jährlich acht Tough-Mudder-Events (Quelle: Sophie Bachmann)
In Deutschland locken jährlich acht Tough-Mudder-Events
Bild: Sophie Bachmann
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Hindernisläufe sind inzwischen eine feste Institution. Unzählige Event-Serien sind in den vergangenen Jahren entstanden. ISPO.com hat die wichtigsten im Überblick. 

Mit Freunden durch den Schlamm robben, sich richtig schmutzig machen und an die Grenzen der eigenen Leistungsfähigkeit gehen, für viele gehört das mindestens einmal im Jahr zum eigenen Sportkalender. ISPO.com hat die wichtigsten Hindernisläufe zusammengestellt, die zum Auspowern einladen.


Tough Mudder

Weltweit waren bei den Tough-Mudder-Events seit 2010 über 2,5 Millionen Menschen dabei. In Deutschland kamen 2016 bei drei Events insgesamt 34.000 Teilnehmer zusammen. Bei Tough Mudder wird ausdrücklich darauf Wert gelegt, dass es kein Rennen, sondern ein Teamevent ist.

Neben der Kondition wird auch die Teamfähigkeit getestet. Zum Beispiel, wenn es darum geht den „Hangover“ zu meistern. Das ist eine Schrägwand, die nur im Team überwunden werden kann. 

„Funky Monkey“ heißt ein anderes Standard-Hindernis, bei dem sich an Balken und rotierenden Rädern entlang gehangelt wird. Wer das nicht schafft, landet, wie bei vielen Hindernissen, im Schlammbecken.

Distanzen: Das ursprüngliche Event ist 16 bis 18 Kilometer lang und beherbergt mehr als 20 Hindernisse. Premiere feiert 2017 Tough Mudder Half: Auf der acht bis zehn Kilometer langen Strecken werden extreme Elemente mit Eis oder Strom außen vorgelassen. Neu ist auch die Tough-Mudder-Wettkampfserie mit Zeitmessung und Preisgeld.

Modus: Viele der Tough-Mudder-Hindernisse können nur im Team bezwungen werden. Eine Zeitmessung gibt es nur bei der neuen Wettkampfserie.

Läufe in der D-A-CH-Region: In Deutschland gibt es von Mai bis September acht Tough-Mudder-Events. Keine Läufe in der Schweiz und in Österreich.

Besonderheiten: Tough-Mudder-Teilnehmer die bereits mehrere Events hinter sich haben, heißen Legionäre. Sie starten – je nach Anzahl der Läufe – mit verschiedenen Stirnbandfarben und dürfen teilweise neue Hindernisse ausprobieren bzw. Hindernisse auslassen.

Fünf Gründe für Hindernisläufe

Spartan Race

Das Spartan Race wirbt damit, die weltweit größte Serie für Hindernisläufe zu sein. Das erste Spartan Race fand 2010 in Vermont in den USA statt. Inzwischen gibt es unzählige Läufe in den USA und in Europa sowie vereinzelt auf der Südhalbkugel.

Die Events sind über das ganze Jahr verteilt. Standard-Hindernisse sind beispielsweise der „Atlas Carry“, dabei wird ein großer Stein zwischen zwei Punkten hin- und hergetragen, zwischendurch werden Burpees gemacht, der „Fire Jump“ und der „Barbed Wire Crawl“.


Distanzen: Sprint, Super und Beast so heißen die drei Spartan-Race-Distanzen. Sprint-Läufe haben eine Mindestlänge von fünf Kilometer und es gilt mindestens 15 Hindernisse zu überwinden. Wer sich für Super entscheidet, läuft etwas mehr als 13 Kilometer mit mindestens 20 Hindernissen.

Bei der Kategorie Beast sind es garantiert 25 Hindernisse auf mehr als 20 Kilometern. Neu hinzugekommen ist die Ultra-Beast-Klasse mit mehr als 40 Kilometern und über 60 Hindernissen. Daneben gibt es Junior Races für Kinder.

Modus: Es wird auf Zeit gelaufen und zwar in den drei Kategorien Elite, Competitive und Starter. Einzig in der Elite-Kategorie ist es verboten, sich an den Hindernissen zu helfen. Wer Hindernisse nicht schafft, muss zur Strafe Burpees machen. Es werden auch Gruppenanmeldungen zugelassen.

Läufe in der D-A-CH-Region: Derzeit ein Rennen in der Schweiz, zwei in Österreich und drei in Deutschland. Die Spartan-Race-Saison 2017 beginnt im April.

Besonderheiten: Wer Sprint, Super und Beast in einem Kalenderjahr läuft, erhält die Trifecta-Medaille. Es gibt nationale, europaweite sowie weltweite Ranglisten und jedes Jahr Europa- und Weltmeisterschaften.

Xletix

„Ein Team, ein Ziel“ ist das Motto der Xletix-Challenge, zumindest für alle Einsteiger. Die Challenge ist ein relativ junger Event und startete 2014 noch unter dem Namen krass fit. Die Gründer sind zwei deutsche Unternehmer. Inzwischen hat allein die Xletix-Facebook-Seite 110.000 Follower.

Distanzen: Es gibt drei verschiedene Streckenlängen: S-Distanz (6+ km, 15+ Hindernisse), M-Distanz (12+ km, 25+ Hindernisse) und L-Distanz (18+ km, 35+ Hindernisse). Die Streckenabschnitte bauen aufeinander auf und werden nicht wiederholt.

Modus: Drei Startkategorien sind definiert: Classic-Teilnehmer laufen ohne Zeitnahme und dürfen sich gegenseitig helfen. Wer sich für das Icebug-Race anmeldet, läuft auf Zeit und hat pro Hindernis nur einen Versuch. Die Starter in der Kategorie Icebug-Elite können sich für die Weltmeisterschaft im Hindernislauf qualifizieren. Hier sind die Regeln sehr strikt ausgelegt.

Läufe in der D-A-CH-Region: Sechs Rennen in Deutschland, zwei in Österreich und eins in der Schweiz stehen bei Xletix zurzeit im Kalender. Die Challenge in Osterholz führt durch einen Steinbruch.

Besonderheiten: Wer mehrfach teilnimmt, erarbeitet sich den Legenden-Status. Verschiedene Armbandfarben signalisieren die Anzahl der Teilnahmen. Gleichzeitig dürfen erfahrene Xletix-Läufer von vorne starten und bekommen zwei Bier im Ziel.


Strongmanrun

Die Serie gibt es seit 2007. Damals fand das erste Event auf dem Truppenübungsplatz „Lützowkaserne“ in Münster statt. Inzwischen werden Läufe unter anderem in den Niederlanden, in Frankreich und in Südafrika angeboten. 

Im vergangenen Jahr waren bei den Veranstaltungen in Deutschland rund 13.000 Läufer am Start. Sie überquerten beispielsweise sogenannte Buzzer, tiefgespannte Netze, mit Wasserfontänen und kleinen Strom-Hängerchen und wühlten sich durch ein Schaumbad.

Distanzen: Die Strecke ist meist ein zehn Kilometer langer Kurs mit ca. 15 Hindernissen. Rookies laufen die Strecke einmal, für die Gesamtdistanz wird der Kurs zweimal gelaufen. In Köln gibt es zusätzlich einen sechs Kilometer langen Fun Run.

Modus: Die Läufer werden einzeln gewertet, zusätzlich gibt es eine Teamwertung. Ein Team besteht aus mindestens drei Teilnehmern. Die Zeitmessung erfolgt mittels Chip.

Läufe in der D-A-CH-Region: Derzeit stehen drei Läufe in Deutschland auf dem Programm, einer in der Schweiz und einer in Österreich.

Besonderheiten: Die Schweizer Läufer machen auch vor dem Winter nicht halt: 2017 gastierte der Winter Strongmanrun in Villars-sur-Ollon. Auch für 2018 ist ein Winterlauf geplant.

Muddy Angel Run

Seit 2016 gibt es den Muddy Angel Run. Der Lauf ist für Frauen, die auch mit ihren Kindern (ab 12 Jahre) starten können. Matsch, Wasser, Schaum und witzige Hindernisse charakterisieren den Kurs.

Modus: Hier steht der Spaß im Vordergrund. Nach einer Warm-Up-Session mit Trainerin wird losgelaufen.

Distanz: Die Strecke ist fünf Kilometer lang.

Läufe in der D-A-CH-Region: Es gibt beim Muddy Angel Run sieben Läufe in Deutschland und je einen in der Schweiz und in Österreich.

Besonderheiten: Der Muddy Angel Run und soll auf das Thema Brustkrebs aufmerksam machen und sammelt Spendengelder.

 (Quelle: CK)
Ein Beitrag von Claudia Klingelhöfer, Autorin
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