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 Mountainbike Slopestyle beim Munich Mash: Risiko und Action
Action-sports | 29.06.2016

Action-Sports-Event Munich Mash 2016

Mountainbike Slopestyle beim Munich Mash: Risiko und Wachstumsmarkt

Fligh high: Sam Pilgrim ist der Superstar der Szene und auch 2016 in München am Start. (Quelle: Munich Mash/Viktor Strasse)
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Mountainbike Slopestyle bei Munich Mash 2016: Das Finale der Swatch Prime Line ist ein echtes Highlight. Prime Line ist einer von nur vier Events der „Diamond Series“ der Freeride Mountainbike World Tour 2016 (FMB) und zieht die 23 weltbesten Slopestyler an.

Slopestyle Mountainbiking gehört zu einem der derzeit angesagtesten Actionsportarten. Die junge Sportart hat schon ihre Superstars, die irre Sprünge und Stunts wagen. So läuft Slopestyle MTB und das sind die Hintergründe der Branche:

Slopestyle Mountainbike: Worum geht’s?

Slopestyle ist in den letzten 15 Jahren groß geworden. Als erster Slopestyle-Event gilt der Joyride Slopestyle 2003 im Boneyard Bikepark in Whistler (Kanada). Daraus entstand der Crankworx Whistler, bis heute das berühmteste Event der Szene.

Slopestyle-Kurse setzen sich aus bis zu zehn Meter hohen Drops, Dirtjumps und meist aus Holz gebauten Hindernissen zusammen. Darauf vollführen die Rider ihre atemberaubenden Tricks, die eine Jury bewertet.

Als prägende Momente des Sports gelten der 360 von Darren Berrecloth 2005 beim Crankworx sowie Andreu Lacondeguys Double Backflip 2008. Slopestyler nutzen kleine, wendige Bikes mit Vollfederung oder Hardtail, die äußerst stabil sein müssen.

Lesen Sie hier alles zum Thema Action-Sports


Wer sind die Stars?

Den Munich Mash 2015 gewann Brett Rheeder (CAN), der nach seinem Sieg beim Crankworx Rotorua 2016 auch wieder als Favorit galt. Doch diesmal siegte Nicholi Rogatkin (USA), der auch momentan die Rangliste der Diamond Series anführt. Es war der allererste FMB Diamond Series Sieg des US-Amerikaners.

Der Vorjahresdritte stürmte den Kurs und schnappte sich den Sieg mit einem sensationellen Run (93.00). Seine Zutaten: Footplant 360, Tailwhip, Tuck-No-Hander, Triple Tailwhip, Double Tailwhip, Backflip, Cashroll, Frontflip, Double Tailwhip und Cork 720.

Seine stärksten Konkurrenten Brett Rheeder (CAN) und Thomas Genon (BEL) erwischten beide einen sehr unglücklichen Tag und stürzten bei beiden Läufen.

Nico Scholze aus Filderstadt belegte mit 84.00 Punkten einen starken sechsten Rang.

Welche Sponsoren sind involviert?

Neben der Mountainbike-Industrie sind Red Bull und Swatch stark im Slopestyle engagiert – als Sponsor von Events und Top-Athleten. Auch Monster Energy und die Sportbrillenhersteller Oakley und Smith unterstützen Profis.

Offizielle Partner der Freeride Mountainbike World Tour sind Camelbak, Continental und TSG. Sie alle interessiert an dem Sport das jugendliche Image, die spektakulären Tricks und der Wagemut der Sportler.

Das sind die Stars des Munich Mash 2016


Wo gibt's Slopestyle MTB zu sehen?

Als Teil des Freeride-Mountainbikens verfügt Slopestyle über ein gutes Standing in den klassischen Mountainbike-Medien. Events wie der Munich Mash werden weltweit im TV vertrieben und teilweise live im Web übertragen.

Treffpunkt der Szene sind die Bikeparks mit Slopestyle-Elementen, zum Beispiel in Österreich in Leogang, Saalbach Hinterglemm und Serfaus Fiss Ladis oder in Deutschland am Samerberg. Weltverband ist die Freeride Mountain Bike Association (FMBA).

Action im Münchner Olympiapark: Thomas Genon fliegt beim MTB-Slopestyle durch die Luft. (Quelle: Munich Mash/wolisphoto.com)
Action im Münchner Olympiapark: Thomas Genon fliegt beim MTB-Slopestyle durch die Luft.
Bild: Munich Mash/wolisphoto.com

Welches Potenzial hat Slopestyle MTB?

Slopestyle ist ein Wachstumssport, der trotz der insgesamt teuren Ausrüstung gerade bei jungen Sportlern sehr gut ankommt. Die Tourismusgebiete haben großes Interesse daran, ihre Bikeparks zu füllen, und bewerben diese stark. Ein Massensport wird Slopestyle aber wegen des hohen Verletzungsrisikos wohl nicht.

Lesen Sie hier die weiteren Teile der Action-Serie über das Munich Mash 2016:

So läuft das Munich Mash: www.munich-mash.com


Hier lesen Sie die Interviews mit den Stars beim Munich Mash:

1. Dominik Gührs: Wakeboard-Star aus purem Zufall

2. Wakeboard-Star Daniel Grant: „US-Sponsoren betreiben Hire-and-Fire-Mentalität“

3. Nyjah Huston: „Die Leute begreifen, dass man mit Skateboarden Geld verdienen kann“

4. Chris Cole: „Skateboarden ist eine eigene Welt  – wie Star Wars“

5. Thomas Genon beim Munich Mash 2016: „Viele bekommen ein Kopfproblem“


Sebastian Ring (Quelle: Sebastian Ring)
Ein Beitrag von Sebastian Ring, Autor
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