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 Markus Hefter: „Action-Sports-Branche braucht eine Rückbesinnung"
Action-Sports | 20.06.2016

ISPO MUNICH 2017: Neues Action-Hallen-Konzept

Markus Hefter: „Action-Sports-Branche braucht gemeinsame Visionen"

Markus Hefter: „Action-Sports-Branche braucht eine Rückbesinnung". Die ISPO MUNICH 2017 bekommt ein neues Hallenkonzept: Im Fokus werden die Snowboarder sein. (Quelle: Messe München GmbH)
Die ISPO MUNICH 2017 bekommt ein neues Hallenkonzept: Im Fokus werden die Snowboarder sein.
Bild: Messe München GmbH
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Die Action-Sports-Branche befindet sich in schweren Zeiten: Sowohl Umsatz als auch Wachstum stagnieren. Damit sich die Branche neu aufstellen kann, wird es auf der ISPO MUNICH 2017 ein neues Konzept der Action-Hallen geben. 

Im Interview mit ISPO.COM erklärt ISPO-Exhibition-Group-Director Markus Hefter, warum sich die gesamte Industrie hinter dem Action-Sports neu aufstellen muss und verrät  erste Details, wie das neue Hallenkonzept aussehen soll.

ISPO.COM: Herr Hefter, wie schätzen Sie die Situation in der Action-Sports-Branche aktuell ein?
Markus Hefter: Der Snowboard-Bereich hat zuletzt schwer unter den späten und schneearmen Wintern gelitten. Produkte wurden spät und mit hohen Rabatten verkauft. Der Wettbewerber um das Budget beim Kunden ist heute eher das neueste Smartphone; erschwerend kommen die gestiegenen Kosten für ein Wochenende im Schnee hinzu. Dazu ist seit den goldenen 90ern im Snowboard viel Geld in Werbung mit Extrem-Athleten gegangen, mit denen sich ein Großteil der ganz normalen Konsumenten nicht identifizieren kann.

Und das war früher anders?
Für meine Freunde und mich zum Beispiel, ging es damals darum, gemeinsam Zeit zu verbringen, Spaß zu haben und „Abenteuer“ zu erleben. Was wir aus meiner Sicht brauchen, ist eine Rückbesinnung auf das, was die Branche groß gemacht hat: Innovationen und weniger ist mehr. Jahrelang musste bei der ISPO MUNICH jeder in den Actionhallen gewesen sein, denn dort gab es neben den besten Partys auch die spannendsten Produktneuheiten. Auch heute gibt es sehr viele kleine und große Firmen, die tolle Ideen haben. Dieser Kreativität werden wir auf der ISPO MUNICH 2017 eine neue Plattform geben.


Action-Sports braucht einen Branchentreff

Also muss sich auch die ISPO MUNICH verändern…
Früher hatte die Messe die Informationshoheit. Jeder musste dabei sein, denn hier wurden die Neuigkeiten gezeigt. Heutzutage gibt es weitere Möglichkeiten, seine Infos B2B oder gar B2C an den richtigen Empfänger zu bringen. Heute werden die Investitionen in einen Messeauftritt kritischer beleuchtet und der Return of Invest (ROI) wird kritisch hinterfragt. Gleichzeitig gibt im Action-Sports-Bereich eine klare Meinung der Branche: Die Firmen brauchen einen jährlichen B2B-Treffpunkt, um zu arbeiten, sich einen kompletten Marktüberblick zu verschaffen und sich auszutauschen. Unser neues Konzept macht genau das möglich: einen B2B-Branchentreffpunkt mit Fokus auf Innovationen für ein kalkulierbares, gedeckeltes Investment.

Lesen Sie hier: Darum steckt die Action-Sport-Branche in der Krise

Markus Hefter ist Exhibition Group Director der ISPO MUNICH. (Quelle: ISPO)
Markus Hefter ist Exhibition Group Director der ISPO MUNICH.
Bild: ISPO

„Im Action-Sport gibt es viele gute Ideen“

Was wird sich bei der ISPO MUNICH 2017 im Action-Sports-Bereich ändern?
Wir setzen in der Halle B6 auf ein neues Konzept für die Action-Sports-Branche. Wir stellen dies am 21. Juni in München vor. Wir werden den Ausstellern ein Komplettpaket inklusive Fläche und Standaufbau bieten, das für alle Firmen attraktiv ist: Ab etwas über 5.000 Euro kann vom Distributeur bis hin zur Global Brand jeder dabei sein. Es wird einen zentralen Mittelgang von Nord nach Süd durch die Halle geben. Auf diesem Cat Walk präsentieren wir unsere themenspezifischen Plattformen wie zum Beispiel Longboard Embassy oder Sneakology. Inhaltlich wird Snowboard ein Schwerpunkt in der Halle sein. Durch den niedrigen Standbau entsteht eine Atrium-Athmosphäre und die Möglichkeit für die Industrie, sich visuell auf Augenhöhe zu begegnen. Und dann wird es in der Halle einen zentralen Treffpunkt geben, wo sich alle auch am Abend zu After-Work-Gesprächen zusammenfinden können.


Zusammenfinden: Ist das Motto für den Weg der Action-Sports-Branche in die Zukunft?
Wir als ISPO wollen der Branche eine Plattform für den Austausch untereinander bieten. Vernetzen und ein gemeinsames Miteinander sind die Schlüsselelemente. Es gibt viele gute Ideen, spannende Produktneuheiten. Es braucht aber auch gemeinsame Visionen, wie man mit den neuen Herausforderungen dieser Zeit umgehen kann. Die ISPO MUNICH will mit dem neuen Hallenkonzept ihren Teil dazu beitragen. 

Lars Becker (Quelle: Lars Becker)
Ein Beitrag von Lars Becker, Autor
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