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 Schneller, jünger, stylischer: Das sind die E-Bike-Trends
Outdoor | 20.05.2016

Innovationen auf den E-Bike-Days in München

Das E-Bike wird zum Lifestyle-Produkt

Schneller, jünger, stylischer: Das sind die E-Bike-Trends. Greta Weithaler hat den Juniorenweltcup im Cross Country gewonnen: Die 19-Jährige steigt aber auch gerne aufs E-Bike. (Quelle: GR)
Greta Weithaler hat den Juniorenweltcup im Cross Country gewonnen: Die 19-Jährige steigt aber auch gerne aufs E-Bike.
Bild: GR
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Kaum kommt die Sonne raus, sind die Städte, Landstraßen und Berge voll mit Radfahrern. Mit einem E-Bike sind sogar Geschwindigkeiten drin, die im normalen Stadtverkehr mit den Autos mithalten können. ISPO.com hat sich auf den E-Bike Days in München (20.-22.5.2016 Olympiapark München) die Trends für den Sommer angeschaut. 

Dort konnte man sich die Vorträge zum Thema E-Bike anhören und die spannenden Innovationen ansehen. Vom Urban Bike im stylischen Retro-Design, das mit E-Motor betrieben wird, bis hin zum Mountainbike, das den Akku in der Sattelstange hat, gibt es interessante E-Bike-Trends.

E-Bikes werden immer schneller

Ist das noch ein Rad oder schon ein Motorroller mit Highspeed? Treten wird völlig überschätzt, haben sich einige Aussteller gedacht und das Rad mit einem Antrieb ausgestattet, der auf über 70 km/h beschleunigt. Dann braucht es aber ein Nummernschild wie bei einem Motorrad. Schon längst Standard: Der stufenweise Antrieb: Wird der Berg zu steil oder geht es schlicht zu langsam, kann mit einem schnellen Knopfdruck die Unterstützung und die Geschwindigkeit erhöht werden. Auf die Spitze haben es die Hersteller von Trefecta getrieben: Auf den E-Bike Days kann man das Modell DRT testen, das bis zu 90 Kilometer pro Stunde auf die Straße bringt. Kostenpunkt sind dann aber auch rund 27.000 Euro.


Vorsicht ist aber auch bei niedrigerem Tempo wichtig, sagt der dreimalige deutsche Trial-Meister Stefan Schlie: „Viele überschätzen sich mit einem E-Bike. Ich muss die Technik verstehen und sie umsetzen können. Ich fahre immer noch ein Mountainbike.“ Und dazu noch ein extrem flottes. Helfen kann für die Beherrschung ein Fahrtechnik-Training, das von vielen Experten angeboten wird.

Urban Bike: Mehr Style für die Stadt

Einen braunen Lederriemen haben die Hersteller von Ego Movement an den Rahmen montiert und eine Weinflasche hineingesteckt. Logisch: Nicht während dem Fahren soll getrunken werden, sondern lediglich der Transport vereinfacht werden. Das Unternehmen aus Zürich hat den Retro-Style wieder entdeckt. Wirken viele E-Bikes durch den großen Akku am Rahmen oft sehr klobig, legen einige Hersteller mittlerweile Wert darauf, den Antrieb zu verstecken oder clever im Rad zu integrieren.


Geschafft hat das das Startup Eflow, das einen Akku-Zweiteiler präsentiert: Einmal traditionell im Rahmen, aber auch in der Sattelstange. Die kann man dann mit ins Büro nehmen und dort für den Heimweg wieder aufladen. 

Ein klarer Trend: Die City-E-Bikes müssen auch nach etwas aussehen, Tempo alleine ist nicht alles. Das schnöde Mountainbike mit klobigem Akku- und Getriebe-Aufsatz könnte bald schon ganz out sein.

E-Bikes selbst werden zum Lifestyle-Trend

„Klar haben früher viele in der Mountainbike-Szene über E-Bikes gelächelt“, sagt Greta Weithaler, die Junioren-Weltcupsiegerin im Cross Country war und heute professionell fährt: „Aber mittlerweile steige auch ich sehr gerne aufs E-Bike und fahre zur Gaudi, weil es einfach Spaß macht, am Wochenende mal weit zu kommen.“ 

Haftete den Rädern mit Antrieb früher noch das Image des Senioren-Rads an, steigen heute auch viele junge Biker um. „Gerade auf dem Berg oder beim Cross Country sind die Räder sinnvoll, weil man dadurch viel Unterstützung kriegt, wenn es mal zu schwer wird“, sagt die 19-jährige Weithaler.

Klar ist: Das E-Bike ist für jeden geeignet. Stefan Schlie sagt: „Man kann sich damit den Berg schön schalten“. Der eine mehr, der andere weniger.

Gregor Röslmaier schreibt für ISPO.com. (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von Gregor Röslmaier, Autor
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