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 Bier-Yoga: Der neue Fitness-Trend aus Berlin
FITNESS | 03.03.2016

Neuer Fitness-Trend

Bier-Yoga: Wenn aus dem Sonnengruß der Biergruß wird

Bier-Yoga: Der neue Fitness-Trend aus Berlin. Jhula steht vorne und macht den „Bierbaum" vor. (Quelle: bieryoga.de)
Jhula steht vorne und macht den „Bierbaum" vor.
Bild: bieryoga.de
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Hot Yoga, Dog Yoga und SUP-Yoga war gestern, der neue Trend heißt: Bier-Yoga. Warum Bier und Yoga so gut zusammen passen? Weil Entspannung mit beiden klappt. Jhula, Deutschlands erste und bisher einzige Bier-Yoga-Lehrerin, erklärt im Interview mit ISPO.com, worum es dabei geht.

Yoga ist längst Fitness-Trend – auch deswegen, weil es körperliche Aktivität mit Entspannung verbindet. In Berlin bietet Jhula in Bars, Kneipen und auf Festivals Bier-Yoga an. Sie verbindet eine Jahrtausende alte indische Tradition mit Bier.

ISPO.com: Was kann man sich unter Bier-Yoga vorstellen?
Jhula: Eigentlich ist es genau das, wonach es klingt: Yoga mit Bier. In klassische Yoga-Übungen wird eine Bierflasche integriert. Die Idee stammt vom Burning Man Festival in Amerika, nun habe ich Bier-Yoga nach Berlin geholt. Ich mag Bier und ich mag Yoga – dass die Kombination dann wirklich so viele Leute begeistert, hätte ich auch nicht gedacht.


„Aus der Liegestütz-Position wird die Bierbank”

Dann erklären Sie doch mal, wie die Yoga-Übungen ablaufen.
Eigentlich wie normale Yoga-Übungen, nur etwas abgewandelt, weil wir die Bierflasche integrieren. Bei Balance-Übungen wird dann zum Beispiel versucht, die Bierflasche auf dem Kopf zu balancieren. Aus dem Sonnengruß wird der „Biergruß” und aus der Liegestütz-Position die „Bierbank”. Wenn ich die Übungen so ansage, fangen die Ersten schon zu lachen an.

Wird aus Ohm dann auch Prost?
Aber klar doch. Am Ende jeder Stunde singen wir gemeinsam dreimal Prost. Spätestens dann liegen alle vor lachen am Boden und das liegt nicht am Alkohol.

Welche Übungen machen am meisten Spaß?
Also mir persönlich gefallen die Balance-Übungen am Besten. Gegen Ende der Bier-Yoga-Stunde kann man den Alkohol schon spüren – da kommt der ein oder andere beim Balancieren schon mal aus dem Gleichgewicht.

Wann und welches Bier trinkt man denn?
Bei manchen Übungen gibt’s einen Schluck mit Ansage – aber es darf auch zwischendurch getrunken werden. Welches Bier sie trinken, überlasse ich den Teilnehmern selbst, die sollen entscheiden, was ihnen schmeckt. Manche trinken auch alkoholfreies Bier oder Wasser. 

Balanceakt der etwas anderen Art: Der Baum mit Bierflasche auf dem Kopf (Quelle: bieryoga.de)
Balanceakt der etwas anderen Art: Der Baum mit Bierflasche auf dem Kopf
Bild: bieryoga.de

Ist Bier-Yoga auch etwas für Yoga-Neulinge? Oder ist es schwierig, wenn man noch nie Yoga gemacht hat?
Die Stunde ist für Anfänger konzipiert. Jedes Mal sind Personen dabei, die noch nie vorher Yoga gemacht haben und es ohne Bier-Yoga vielleicht auch nie ausprobiert hätten. Ehrlich gesagt: glaube ich, dass es schwieriger ist, wenn man noch nie Bier getrunken hat – aber das kommt selten vor. 

„Bier-Yoga bringt Menschen zum Yoga”

Was steht im Vordergrund: Yoga oder Bier?
Das ist ziemlich ausgewogen. Manchmal möchte man sich ja auch nicht entscheiden, ob man nun zum Sport geht oder mit den Freuden Biertrinken. Da ist Bier-Yoga die perfekte Kombination: Ausgelassen mit Freunden rumturnen und ein, zwei Bier dabei genießen.

Welche Reaktionen bekommen Sie für Bier-Yoga?
Alle, die zu mir in die Yoga-Stunde kommen, geben mir positives Feedback. Die meisten finden es einfach lustig und haben so etwas noch nie gemacht. Natürlich gibt es auch Stimmen aus der Yoga-Community, die es nicht richtig finden, Yoga mit Alkohol zu kombinieren. Umgekehrt hat sich aber noch kein Biertrinker bei mir beschwert, dass ich das Getränk auf die Matte hole.  

Worum geht es denn nun beim Bier-Yoga?
Um den Spaß und darum, neue Dinge auszuprobieren. Bier-Yoga bringt Menschen zum Yoga, die das sonst nie probiert hätten. Es geht natürlich nicht um ein wettbewerbsorientiertes Sportereignis, was beim Yoga ja ohnehin nicht der Sinn ist. Man sollte auch beim Bier-Yoga nicht alles so bierernst nehmen.

Ein Beitrag von Sarah Sommer, Autorin
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